Aufruf zur massiven Wiederbesetzung des Waldes in Bure/Frankreich, dem Gelände des geplanten Atommüllagers

Aufruf zur massiven Wiederbesetzung des Waldes in Bure/Frankreich,

dem Gelände des geplanten Atommüllagers

Seit Ende Juni, leben Kollektive, Vereine, Familien, Anwohner_innen und Bäuer_innen im Wald auf dem Gelände des geplanten Atommüll-Endlager Bure, das von ANDRA illegal gerodet wurde.

Während der Atomstaat das Endlager im Parlament zu legalisieren versucht, haben wir die ehemalige Plattform der Cigeo besetzt, ein symbolischer Ort, da hier die Baustelle beginnen soll. Hütten, eine Küche, einen Gemeinschaftsraum, Klos wurden gebaut, ein Garten angelegt, neue Bäume gepflanzt und ältere Bäume besetzt. Ein buntes Programm an Vorträgen, Filmvorführungen, Diskussionen, Waldspaziergänge und Konzerte wurde auf die Beine gestellt.

Am Donnerstag den 7. Juli wurde unser Camp von der Polizei gewaltsam geräumt. Neben einer verletzen Person, kam es bei der Räumung auch zu einer Verhaftung. Geldstrafen wegen „Beschädigung des Waldes“ wurden absurderweise von denen angedroht, die für den Kahlschlag verantwortlich sind.

Der Wald schafft einen neuen Kristalisationspunkt für die Anti-Atombewegung weltweit. Die physischen und politischen Barrikaden, die wir aufbauen reichen von den bröckelnden Mauern des Pannenreaktors Fessenheim, über das Fass ohne Boden von Flamanville über Cattenom, Gorleben oder Pyhajoki in Finnland.

Unser Widerstand geht weiter! Wir werden der Atommafia, die hier seit über 20 Jahren mit Geld und Polizei die Gegend besetzt, den Wald nicht überlassen.

Am Wochenende 16-17 Juli werden wir den Wald und die illegale Baustelle wiederbesetzen. Wir brauchen so viele entschlossene Menschen wie möglich. Je mehr wir sind, desto stärker unser Widerstand. Wir bauen das Camp wieder auf! Sachspenden willkommen.

 

Mach mit! Weitersagen! Wir steigen nicht runter von den Bäumen ohne Atomausstieg!
Kontakt. 0758654889 / sauvonslaforet@riseup.net
infos. vmc.camp / burestop.euburezonelibre.noblogs.org

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„Break free from fossil fuels“ – eine weltweite Bewegung

Glückwunsch zur erfolgreichen Aktion in der Lausitz, im Rahmen der weltweiten Bewegung „Break free from fossil fuels“

Untenstehend eine e-mail, die ich am 9.5.16 von James Clark -350.org (e-mail: 350@350.org) erhielt; ich habe sie für Euch aus dem Französischen übersetzt.  Die Widerstandsaktion gegen den Braunkohleabbau in der Lausitz an diesem Pfingstwochenende 2016  gehörte zu den Schlusspunkten. Hier ein paar Videos von dort:

auf Französisch

Und auf Deutsch:

 

 

Unsere Bewegung wird immer mächtiger!

Liebe FreundInnen,

Im Verlauf der letzten Woche ist weltweit eine Welle von Aktionen angewachsen, die dazu aufruft, die fossilen Brennstoffe unter der Erde zu lassen. Worte reichen nicht aus, einen solch machtvollen Aktionsmoment zum Ausdruck zu bringen. Anstelle eines Aufrufs zeigen wir Euch deshalb, was „Break free from fossil fuels“ – „Befreien wir uns von den fossilen Energien“  in kaum 6 Tagen schon zustande gebracht hat:

Alles begann in Wales, wo über 300 Menschen das größte Tagebau-Kohlebergwerk des Vereinigten Königreichs England einen ganzen Tag lang lahmgelegt haben. Einige Stunden später sind 10.000 Bürger von überallher auf den Philippinen in der Stadt Batangas zusammengekommen um den Stopp des Kohleabbaus zu fordern. In Neuseeland haben Hunderte Demonstranten von der ANZ Rechenschaft gefordert, sie ist eine der Hauptbanken des Landes, die den Klimawandel finanziert und daraus Profit schöpft. In Australien haben Hunderte von Aktivisten mit Kajaks, Kanus und allen möglichen Boten den größten Kohlehafen der Welt blockiert.

Und das ist nur ein Anfang. Bis zum 15. Mai sind noch zahlreiche andere begeisternde Aktionen vorgesehen.

Während der verschiedenen Aktionen in dieser Woche haben Menschen in aller Welt sich dank dem Online-Projekt zur Unterstützung von „Break free from fossil fuels“ solidarisiert.              

Sie konnten damit die Aktivisten direkt unterstützen und die Aktionen auf der Straße, in den Bergwerken, auf dem Wasser und überall sonst verbreiten…

Über https://de.breakfree2016.org/#locations kommt Ihr zu der begeisternden Fotogalerie. In den nächsten Tagen wird es genauso unglaublich weitergehen, vor allem weil die kombinierten Aktionen den sozial gerechten Übergang zu hundertprozentig erneuerbaren Energien vorbereiten, den unsere überheizte Erde so nötig braucht.

Danke für Eure Teilnahme !

James“

6. internationales Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte 15.-17.7. 2016 in Bayonne/Frankreich!

 

Fahrradparcours vom Susatal / Italien nach Bayonne / Frankreich hin zum 6. Forum. Infos: e-mail drsbb@libero.it

6. Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte  15. – 17. Juli 2016 in Bayonne

Anlässlich des Forums von Bayonne gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte wird eine

Fahrradkarawane vom Susatal in Italien nach Bayonne

fahren. Für alle, die sich auf der Strecke befinden, gibt es die Gelegenheit sie zu treffen, sie zu unterstützen, Begegnungen mit den Bürgern, Trägern, Multiplikatoren, Interessierten zu organisieren und die Karawane zu vergrößern.

Übernachten wollen sie vor allem auf städtischen Campingplätzen.

Kontakt: sar.to@live.it, deutschsprachig: drsbb@libero.it

Vielen Dank an alle, die sich beteiligen!

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Das 6. Forum: Wer, wo, wie, was, wann?

Der Hauptstandort des Forums ist: 8, avenue du capitaine Resplandy, 64100 Bayonne

„Seit seiner Gründung beteiligen wir vom Baskenland uns am Netzwerk gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte, französisch GPII (grands projets inutiles et imposés). Seit 2010, der Unterzeichnung der Charta von Hendaye treffen wir Vereinigungen im Widerstand gegen Projekte dieser Art in den Foren. Das erste Forum fand im Susatal statt (Bewegung NO TAV), das zweite in Notre Dame des Landes, das dritte in Stuttgart, das vierte in Rosia Montana in Rumänien, das 5. im Friaul in Italien.

Das Programm wird in den kommenden Wochen erstellt. In den Foren gibt es abwechselnd Vorträge und diverse thematische Workshops, die von den Teilnehmern vorgeschlagen werden. Natürlich mit geselligem Beisammensein bei Essen und Trinken.

In den Konferenzen möchten wir – in Fortführung der Initiativen der Alternatiba und der Mobilisierung um den Klimagipfel COP 21 das Thema der Klimastörung entwickeln.

Für die Workshops können Sie auf dem Anmeldeformular die Themen notieren, die Sie gerne diskutieren würden.
Bitte lassen Sie uns so schnell wie möglich Ihre Anmeldung zukommen, damit wir das Programm, aber auch die Unterkünfte bei den Aktivisten möglichst gut organisieren können:

http://forum-gpii-bayonne.monsite-orange.fr/

Vorstellung von Stuttgart 21 auf Französisch und Anmeldung des Arbeitskreises:

GPII Fiche signalétique Stuttgart 21-5

Wenn Sie sich eingeschrieben haben, können Sie ihre Anmeldungen per e-mail ändern oder ergänzen:

Zur Unterbringung: Es gibt noch Übernachtungsmöglichkeiten bei Aktivisten.

Herzliche Grüße

Martine Bouchet

*Wir hatten als Datum bisher den 8. bis 10. Juli angekündigt. Aber an diesem Wochenende findet die jährliche große Sommerversammlung in Notre Dame des Landes statt, darum haben wir das Forum verschoben, damit alle in Notre Dame des Landes ihre Solidarität zum Ausdruck bringen können.“

9782758526988-3

 

Hier der vorläufige Programmablauf:

Das genaue Programm wird in den kommenden Wochen erstellt.

In Fortführung der Initiativen von Alternatiba und der Mobilisierung um den Umweltgipfel COP21 wollen wir in den Konferenzen das Thema der Umweltstörung behandeln.

Alle Konferenzen werden ins Baskische, Deutsche, Englische, Italienisch und Spanische übersetzt; in den Workshops gibt es keine feste Übersetzung.

Freitag

Morgens:                   Empfang der Ankommenden und Aufstellung von Ständen

14.30 Uhr:                 Pressekonferenz

15.00 Uhr:                 Eröffnungsplenum: Begrüßung, Vorstellung der Teilnehmer (durch den Moderator), Ziele                                             des Forums, Programm und Ablauf.

16.00 – 17.00 Uhr:    Vorstellung der Umweltkämpfe im Baskenland

18.00 Uhr:                 Konferenz über den Klimawandel : Was tun nach der Klimakonferenz ? Redner: ein                                                        Vertreter  der gewaltfreien Aktion cop21.

Abends:                     Essen und Programm im Petit Bayonne

21 Uhr                        Aktivisten-Film in einer Vereinsbar

Samstag

10.00 – 12.00 Uhr : Workshop zu gewünschten Präsentation** von Vereinigungen (3-4 Workshops parallel),                                                   thematisch organisiert (Infrastruktur, Bergwerk, Engergie…)?


14h00 – 15h15 :        Konferenz im Plenum: Wirtschaft und Großprojekte, Vortrag von Julien Milanesi

15h30 – 17h00 :        Workshops und Mini-Konferenzen***

18h / 19h30 :           Konferenz im Plenum:  Großprojekte und Klimawandel

Abends:                     Soirée talos mit Musik

 Sonntag

9.00 – 11.00:             Workshops und Minikonferenzen*** (wie Samstagnachmittag)
11.00 – 13.00:           Abschlusskonferenz

Nachmittags:             Aufräumen und Touristenführung(en), noch zu präzisieren

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**Die Teilnehmer teilen den Wunsch nach Vorstellung ihres eigenen Widerstands auf                                                dem  Formular mit.

***Die Themen für die Ateliers oder Minikonferenzen sollen von den Teilnehmern bestimmt                                             werden. Im Anmeldeformular können eigene Ideen angegeben werden.

Erste Themenvorschläge von Teilnehmern für Diskussionsworkshops

– Warum und wie lohnt sich die Fortsetzung des Widerstands, wenn das Projekt bereits im Bau ist? (am Bsp. Stuttgart 21)

– Formen gewaltfreier Aktion, und wie umsetzen?

– aufgezwungene unnütze Großprojekte und die Erpressung mit dem Arbeitsplatzargument

– Aufgezwungene unnütze Großprojekte und Lügen

– Geotechnologie: die aufgezwungenen unnützen Großprojekte von morgen?

– „Rentabilität“: Entschlüsselung der offiziellen Berechnungen anhand eines unnützen Großprojekts

– Öffentlicher Transport

– Die Aktivierung der Energie-Großprojekte durch die EU über die Energie-Union und den Juncker-Plan

weisser Elefant internationalBisher angemeldete Teilnehmer des 6. Forums (22.4.16)

–        aus Frankreich:

  • CADE- Kollektiv d. Vereine z. Verteidigung d. Umwelt im Baskenland u. in den südlichen Landes
  • Bizi! (Umweltorganisation)
  • Attac-örtliche Gruppe Baskenland
  • örtliche Unterstützergruppe für NDDL im Baskenland
  • Stopmines-eh (Pays Basque) – Stopp Bergbau im Baskenland (östl. Hendaye)
  • AHT gelditu Elkarlana (LGV Pays Basque Sud) – Kein TGV Südbaskenland
  • Attac Flandern
  • Collectif Stop Tafta Pays Basque – Kollektiv Baskenland Stopp TTIP
  • Non Au POCL, Oui Aux Alternatives (LGV) – Nein zum POCL, ja zu den Alternativen (TGV)
  • CODE BEARN – (Straßenverbindung Pau – Oloron)
  • Collectif 3R (Réduire, Réutiliser, Recycler)  – Kollektiv 3R : (Reduzieren, weiternutzen, Wiederverwerten : Wiederaufbau der Verbrennungsanlage Ivry-Paris 13 und Bau eines Bioreaktors zur mechanisch-biologischen Behandlung zur Methanisierung des Rest-Hausmülls).
  • Kollektiv NDDL Süd-Gironde (zu folgenden betroffenen Projekten : Flughafen NDDL, Groß-Paris westlich der Seine, Technologiezentrum Agen Garonne)
  • Kollektiv Testet (Staudamm von Sivens)
  • Aktion gegen Korruption
  • Koordination des Projektgegner der Hochgeschwindigkeits-Bahnlinie (LGV) Lyon-Turin
  • Stop LGV Sud Sainte Baume (Marseille – Aubagne – Nizza)
  • Non LGV Poitiers Limoges
  • Actival (Zentrale Autobahn-Durchquerung der Pyrenäen)
  • Gruppe gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte in der Koordinierung der Flughafengegner von Notre Dame des Landes
  • Adrise (Aufbau einer Einheit zur mechanisch-biologischen Müllaufbereitung, Tarbes)

 aus Spanien:

  • Satorralaia (Metro von Donostia / San Sebastián)
  • Red de Apoyo Mútuo en Respuesta a los Megaproyectos – Netz zur gegenseitigen Unterstützung als Antwort auf die Energie-Megaprojekte

 aus Italien:

  • No TAV Lyon- Turin, Susatal/Italien
  • NOTAV Lyon-Turin, Val Sangone, (Nachbartal zum Susatal)

 aus Großbritannien:

  • STOP HS2 (United Kingdom) (Hochgeschwindigkeitsstrecke London-Birmingham und weiter)

 aus Deutschland:

  • AK Stuttgart 21 ist überall (Tiefbahnhof Stuttgart, Deutschland)

 

Rosia Montana kommt auf die rumänische UNESCO-Liste der Weltkulturerben

Rosia Montana kommt auf die rumänische UNESCO-Liste der Weltkulturerben

Folgende Mitteilung  zur aktuellen Situation um  Rosia Montana (Rumänien) erreichte uns soeben:

Dear friends of Rosia Montana,

We are a group of young people from Rosia Montana, Bucium and Corna, experienced in rural tourism and social and environmental campaigns. We are part of the resistance against the biggest gold mining project using cyanide ever proposed in Europe.

Now, Rosia Montana is on the UNESCO World Heritage tentative list and other activities beside mining are permitted. We think that now is the moment to initiate an integrated tourism project which proposes an alternative model of sustainable development for the Rosia Montana-Bucium-Corna area. This is Trai cu Rost (Meaningful Living).

You can find out more about our initiative following our Facebook page and our website.

To make the first steps in Trai cu Rost project, we will launch an Indiegogo crowdfunding campaign on 9th of May.

If you are pasionate about biking, trekking and other mountain related activities, if you want good quality integrated tourism and a green future for the Apuseni Mountains, if you wish to support initiatives and ideas coming from the community, make a donation for Trai cu Rost, starting from 9th of May 2016.

Until soon,
Trai cu Rost Team

Rundwege von Rosia Montana

Rundwege von Rosia Montana

Hierzu ein Artikel aus der Zeitung „Archipel“ des Europäischen Bürgerforums

http://www.civic-forum.org/de/artikel/rumänien-nicht-mit-gold-aufzuwiegen

auf der Welt- und Kulturerben-Vorschlagsliste zu stehen, bedeutet noch nicht die offizielle UNESCO- Anerkennung. Auch eine UNESCO-Anerkennung bedeutet noch nicht die Rettung vor Zerstörung

Eingang zum Stollen der Römerzeit

Eingang zum Stollen der Römerzeit

Trotzalledem ist dies ein Erfolg für die rumänische Kampagne „Save Rosia Montana“. Aufrichtigen Glückwunsch aus Stuttgart