Neuer Brief aus San Sebastian

„hier ist jetzt endlich der Sommer eingekehrt……. ( Die Bürgerbewegung Satorralaia muss ihren Zorn abkühlen –  Anmerkung der Redaktion)
Die Wühlarbeien beim Tunnelbau gehen mit rasender Geschwindigkeit voran unter entsprechendem Applaus und Propaganda der grossen Medien. Der Bürgermeister hat einen Vertrag mit der baskischen Regierung unterschrieben, um die freiwerdende Gleisfläche (21.000 qm) verhökern zu können. Und die  Justiz spielt da natürlich auch mit und hat gerade unsere Klage gegen das Projekt wegen des ungültigen Umweltgutachtens abgewiesen.
Wir werden aber weiter auf die Strasse gehen
und gegen diese absurde Geldverschwendung und Stadt- und Umweltzerstörung protestieren. 
Einige Jugendliche hier aus unserem Stadtteil haben uns ein Lied geschrieben und dazu ein nettes Video produziert. Könnt ihr hier ansehen
Der Text ist auf Baskisch. Ich hab den noch nicht schriftlich vorliegen. Wenn ich ihn kriege, werde ich versuchen, den zu übersetzen.
bis dann“

SATORRALAIA VERÖFFENTLICHT DAS VIDEO „ZER METRO?“.

Video auf youtube:

Die Satorralaia-Nachbarschaftsbewegung veröffentlichte heute das Video „ZER METRO? in denen Menschen, die für ihre Arbeit in verschiedenen sozialen Bereichen bekannt sind, über die Metro-Station Donostia  befragen: Gorka Otxoa, Baleren Bakaikoa, Ander Gortazar, Ramon Agirre, Detritus Aramburu, Rosa Garcia, Julio Villar, Patri Espinar, Carlos Garcia Cañibano, Kattalin Miner, Olatz Salvador, Sara Cozar, Diego Vasallo, Antton Valverde, Harka Cano, Asier Sota.

Für Satorralaia ist die Vielfalt der Menschen (Gorka Otxoa, Baleren Bakaikoa, Ander Gortazar, Ramon Agirre, Detritus Aramburu, Rosa Garcia, Julio Villar, Patri Espinar, Carlos Garcia Cañibano, Kattalin Miner, Olatz Salvador, Sara Cozar, Diego Vasallo, Antton Valverde, Harkaitz Cano, Asier Sota), die in dem Video ihre Meinung äußern, ein Beispiel für die breite Uneinigkeit über die Haltestelle der Metro in Donostia und unterstreicht die Notwendigkeit, das Projekt zu stoppen, um eine öffentliche Debatte zu eröffnen. Wir danken allen  Beteiligten dieser Initiative.

Das Video ist auf dem Satorralaia-Blog und auf dem folgenden Link verfügbar: Blog: www.satorralaia.wordpress.com
Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=FfdMvSJD3CE

Wir laden Sie ein, das Video so weit wie möglich zu verbreiten.

Schlechte Nachrichten aus San Sebastian

 

Brief von unseren Freunden:

„Gestern hatten wir eine Pressekonferenz, auf der wir angeklagt haben, dass die Behörden rasend schnell die Arbeiten vorantreiben, um
uns alle (vor den nächsten Lokalwahlen im Mai 2019) vor vollendete und nicht umkehrbare Tatsachen zu stellen.
Mittlerweile arbeiten sie gleichzeitig an vier Baustellen, eine an einer geplanten U-Bahnstation, wo allerdings noch nicht viel zu sehen ist. Und
an drei Angriffspunkten, wo sie in den Berg eindringen wollen, um Zufahrtsrampen zu dem eigentlichen U-Bahntunnel bauen wollen.
Die Aufnahme, die ich dir hier mitschicke, ist von gestern von der am weitesten fortgeschrittenen Baustelle. Sie wollen von hier aus eine 500 m2018KO APIRILA25 PRENTSAURREAN
lange Rampe bis zu dem geplanten Tunnel in den Berg treiben. Und alles natürlich, obwohl noch eine Gerichtsentscheidung über die Gültigkeit
des Umweltgutachtens von 2010 aussteht, als bereits ein U-Bahn Projekt – allerdings mit anderer Linienführung – geplant aber nie umgesetzt worden war.
Und trotz der Veröffentlichung einer Alternativstudie, die eindeutig belegt, dass die angeführten Argumente für des U-Bahnprojekt komplett falsch sind.
Die Frequenzen von 7,5 Minuten lassen sich problemlos mit wenig Geld durch Gleisverdopplung an eingleisigen Engpässen östlich und westlich von Donostia
erreichen. Und der jetzige Kopfbahnhof (den ihr gesehen habt), ermöglicht einen perfekten Zugang zum Stadtzentrum.
Für Mai haben wir etliche Aktionen geplant, um noch mal zu versuchen, die Bevölkerung wachzurütteln.

Über das europäische Forum erreichten uns ein Bericht –  hier  Ausschnitte

(übersetzt /www.deepl.com/

SATORRALAIA RUFT AM 2. JUNI ZU EINER DEMONSTRATION GEGEN DEN U-BAHN-Baubeginn IN DONOSTIA AUF:

Die Nachbarschaftsbewegung Satorralaia ruft am 2. Juni zu einer Demonstration gegen die Führung der Metro in Donostia auf, um mit der nötigen Kraft auf den Fortschritt der Arbeiten und den Ernst der gegenwärtigen Situation zu reagieren, in der die baskische Regierung versucht, das Projekt unumkehrbar zu machen, indem es die Stadt plündert. Der bevorstehende Start der unterirdischen Arbeiten der Metro mit einer ersten „Tunnelbohrmaschine“ auf der Höhe des Sportzentrums Pio Baroja zwingt uns, Alarm zu schlagen – von dieser „Angriffsrampe“ aus ist geplant, die Route unter der Concha und der Altstadt zu bohren, zeitgleich mit den Bauunternehmen wurden die Arbeitsbereiche auf die Plaza Bentaberri, Morlans, Calle Autonomía, Paseo de Errondo ausgedehnt und die Eingänge für einen weiteren Zugangsstollen zum Gelände an der Avenida de Zarautz ausgehoben.

………………

Aus all diesen Gründen appelliert Satorralaia an alle Menschen und gesellschaftlichen Gruppen, noch einmal die Antwort des Volkes gegen den Metro-Durchbruch in Donostia zu geben und zu fordern:

Die Arbeit soll eingestellt werden.  Die Haushaltsmittel für diese Arbeit sollen für die dringendsten Bedürfnisse der Gesellschaft bereitgestellt werden.  Ein partizipativer Informationsprozess und die Entscheidung der Bevölkerung über das für Donostia am besten geeignete öffentliche Verkehrssystem.“

 

Rodungsarbeiten in San Sebastian / Donostia

 

Folgender Brief erreichte uns:

„Bei uns sind die Betreiber des absurden U-Bahnprojekts offensichtlich bestrebt, den Zeitverzug von einem Jahr beim Baubeginn aufzuholen – obwohl es dann am Ende sicherlich doch wieder viel länger dauern wird. An zwei Stellen hier bei uns im Stadtteil haben sie zwei Berghänge abgeholzt und mit dem Aufbaggern und Betonieren begonnen. Das sind die zwei Stellen, von wo aus sie in den Untergrund vordringen wollen, um die Tunnel für die absurde 200 Millionen U-Bahn Schleife zu bauen.
Ich schick  mal ein Foto mit, auf dem der Verlauf und die ganze Absurdität des Projekts deutlich wird. (Die gestrichelte Linie ist der aktuelle Streckenverlauf vom „topo“ mit seinem Kopfbahnhof im Zentrum …) 
Gestern hatten wir eine Veranstaltung zusammen mit zwei anderen Initiativen (ein unsinniges Strassenbahnprojekt in Vitoria-Gasteiz, um 7 Minuten Fussweg bis zur Uni zu überbrücken und die Vernichtung von Grünflächen zum Parkplatzbau im Rahmen einer geplanten – dann aber doch nicht gebauten U-Bahnstation in Getxo-Bilbao), die vom gleichen Betreiber betroffen sind (Auftraggeber: Baskische Regierung).
…..
…. dank eurer Fotos von den Bauarbeiten in Stuttgart sowie eines Auszugs aus euren Schilderungen über die aktuellen Leiden einer Anwohnerin, die ich in die Präsentation mit eingebaut hatte, war dann für alle Anwesenden  klar, was uns erwartet, wenn wir es nicht schaffen, diese Absurdität zu stoppen.
Gegenwärtig läuft noch ein Gerichtsverfahren wegen eines fehlenden Umweltgutachtens, aber die Betreiber stört das nicht, und sie graben munter drauf los.
Gleichzeitig belügen sie die Bewohner und Bewohnerinnen in einem „Informations“ Büro am aktuellen Bahnhof von Euskotren (im Volksmund Topo) im Zentrum.
Letze Woche haben wir dort eine kleine Aktion mit Theater gemacht, wo wird dann
am Ende den Namen des Büros „TOPOgune“ (Topo-Platz) in GEZURgune (Lügenplatz) umbenannt haben. Wir hatten unseren Spass, obwohl das ausser den zufälligen Fahrgästen und Passanten wieder mal niemand mitgekriegt hat, da die Medien sowas totschweigen.
Trotzdem – wie Marcuse noch nach seinem Tod gesagt hat:

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