Rodungsarbeiten in San Sebastian / Donostia

 

Folgender Brief erreichte uns:

„Bei uns sind die Betreiber des absurden U-Bahnprojekts offensichtlich bestrebt, den Zeitverzug von einem Jahr beim Baubeginn aufzuholen – obwohl es dann am Ende sicherlich doch wieder viel länger dauern wird. An zwei Stellen hier bei uns im Stadtteil haben sie zwei Berghänge abgeholzt und mit dem Aufbaggern und Betonieren begonnen. Das sind die zwei Stellen, von wo aus sie in den Untergrund vordringen wollen, um die Tunnel für die absurde 200 Millionen U-Bahn Schleife zu bauen.
Ich schick  mal ein Foto mit, auf dem der Verlauf und die ganze Absurdität des Projekts deutlich wird. (Die gestrichelte Linie ist der aktuelle Streckenverlauf vom „topo“ mit seinem Kopfbahnhof im Zentrum …) 
Gestern hatten wir eine Veranstaltung zusammen mit zwei anderen Initiativen (ein unsinniges Strassenbahnprojekt in Vitoria-Gasteiz, um 7 Minuten Fussweg bis zur Uni zu überbrücken und die Vernichtung von Grünflächen zum Parkplatzbau im Rahmen einer geplanten – dann aber doch nicht gebauten U-Bahnstation in Getxo-Bilbao), die vom gleichen Betreiber betroffen sind (Auftraggeber: Baskische Regierung).
…..
…. dank eurer Fotos von den Bauarbeiten in Stuttgart sowie eines Auszugs aus euren Schilderungen über die aktuellen Leiden einer Anwohnerin, die ich in die Präsentation mit eingebaut hatte, war dann für alle Anwesenden  klar, was uns erwartet, wenn wir es nicht schaffen, diese Absurdität zu stoppen.
Gegenwärtig läuft noch ein Gerichtsverfahren wegen eines fehlenden Umweltgutachtens, aber die Betreiber stört das nicht, und sie graben munter drauf los.
Gleichzeitig belügen sie die Bewohner und Bewohnerinnen in einem „Informations“ Büro am aktuellen Bahnhof von Euskotren (im Volksmund Topo) im Zentrum.
Letze Woche haben wir dort eine kleine Aktion mit Theater gemacht, wo wird dann
am Ende den Namen des Büros „TOPOgune“ (Topo-Platz) in GEZURgune (Lügenplatz) umbenannt haben. Wir hatten unseren Spass, obwohl das ausser den zufälligen Fahrgästen und Passanten wieder mal niemand mitgekriegt hat, da die Medien sowas totschweigen.
Trotzdem – wie Marcuse noch nach seinem Tod gesagt hat:

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Stuttgart 21 Gegner zu Besuch im baskischen San Sebastian

Plakat S21

Am Dienstag 19. Juli stellen Mitstreiterinnen aus Stuttgart in San Sebastian die Stuttgarter Protestbewegung vor, eingeladen von der Bewegung gegen das umstrittene Großprojekt Metro en Donostia, Satorralaia.

Eine Vorstellung des Projektes in San Sebastian erfolgt demnächst auf diesem Blog.