Europäischer Aktionstag gegen aufgezwungene, unnütze und zerstörerische Großprojekte

Europäischer Aktionstag gegen aufgezwungene, unnütze und zerstörerische Großprojekte

 

Seit Hendaye im Januar 2010, dem Zusammenschluss der Gegner von unnützen Hochgeschwindigkeits-projekten, findet im Dezember ein gemeinsamer dezentraler Aktionstag des Widerstands gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte statt; er wird auf jedem Forum neu beschlossen, so im Juli in Bayonne. Beim kürzlichen Treffen der Gruppen in Straßburg schlugen die Vertreter der Opposition gegen High Speed Two (HS2) aus Birmingham vor, dass der 8. Dezember unter dem Motto: „Zündet Feuer gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte“ begangen werden soll. In Stuttgart wurde auf der Montagsdemonstration am 5.12. symbolisch ein Feuerkorb aufgestellt. In Notre-Dame-des-Landes ist die Stimmung sehr angespannt (siehe den Aufruf), die Menschen freuen sich, wenn jetzt Frankreich- und Europa-weit über die drohende Räumung ihrer selbst verwalteten Zone (zad = zone à défendre) auf dem geplanten Baugelände (zad = zone d’aménagement différé) berichtet und Unterstützung organisiert wird.

 Aktionstag in Stuttgart

Zur 349. Montagsdemonstration mit Hunderten von Teilnehmer*innen entzündeten wir in  Stuttgart  ein Feuer mitten in der Stadt, begleitet von der Lokomotive,  unserer Trommlergruppe. Mit Transpareneten und Flugblättern informierten wir die Stuttgarter Bürger*innen Unseren Flyer kann man mit folgendem Link öffnen:

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Stuttgart auf dem kleinen Schlossplatz

Aktionstag in Notre Dames des Landes

Brief unserer Freunde aus Frankreich

Guten Abend,

Heute am 8. Dezember, dem Aktionstag gegen die aufgezwungenen unnützen Großprojekte, wurde auch in Nantes eine Aktion durchgeführt, 150 Leute versammelten sich vor dem Schloss, auf dessen Mauern die Symbole unseres Widerstands projiziert wurden.

Mit Transparenten, Fackeln, weißen Elefanten und Flyern wurden Passanten und Straßenbahnfahrer informiert.

Grüße an alle!

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Bericht aus Straßburg: Feueralarm gegen die GCO !

Am Donnerstagabend, dem Tag gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte, beteiligte sich auch das Kollektiv Große Westumfahrung NEIN DANKE – GCO NON MERCI. 20161208_art_feux-dalerte-cabane-anti-gco-kolbsheim

„Etwa 50 Demonstranten trafen sich vor der Anti-GCO-Hütte von Kolbsheim, einem unserer symbolhaften Widerstandsorte. Mit dem Feuer der Fackeln markierten wir die Gefahr, die von dem Projekt der großen Westumfahrung Straßburg ausgeht: Zerstörung von 300 bi 350 ha Ackerland und Wäldern aus Gründen, die keineswegs dem Gemeinwohl dienen, wie man uns glauben machen will. Für uns bot sich hier auch die Gelegenheit, an einer koordinierten Bewegung mit Versammlungen an anderen Widerstandsorten in Frankreich und in Europa teilzunehmen: Stuttgart, Susatal (TGV Lyon-Turin) oder auch Nantes (Flughafen). Für uns war es auch ein Anlass, uns zu treffen und vor Ort unsere Entschlossenheit zu zeigen. Auch wenn archäologische Ausgrabungen und geotechnische Probebohrungen begonnen haben, geben wir nicht auf und schließen weitere Aktionen auf den Baustellen nicht aus. Unser nächstes Treffen ist am 18. Dezember; dort wird die Aktion 7-Hütten-Marsch eingeführt, mit einem anschließenden Mini-Weihnachtsmarkt mit Ständen, verschiedenen Beiträgen und Besichtigungen des Schlossparks von Kolbsheim.“31177827700_e9993451c6_n

Vom Susatal, der NoTAV-Bewegung in Italien mit dem französischen Partner in Lyon-Chambéry, wurde gleich eine ganze Welle von Veranstaltungen angekündigt. U.a. kam die Nachricht, sie wollten zwei Feuer, eines an einer Mahnwache im Tal und ein weiteres auf dem Berg anzünden.

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Aus Florenz erhielten wir folgende Pressemeldung (zusammengefasst):

no-tunneltav-logoDer 8.12. als internationaler Tag gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte wurde vom internationalen Forum gegen die Realisierung von großen Infrastrukturprojekten beschlossen.
Denn am 8.12. 2005 eroberten die Einwohner des Susatals mit friedlichen Mitteln Venaus zurück. Dort wollte man eine wesentliche Baustelle eines von vielen unnützen Großprojekten errichten: Die der Strecke Turin-Lyon. Die ganze Bevölkerung wehrte sich damals gegen die Plünderung der Staatskassen zugunsten von wenigen Profiteuren und die Zerstörung der Natur.
Im Laufe der Jahre haben sich die verschiedenen Gruppen vernetzt: In Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Spanien, Griechenland, Rumänien, Russland, Marokko, der Türkei und Italien. In diesen Ländern haben immer mehr Bürger erkannt, dass die Profitgier eine Gefahr für ihr Leben und ihre Umwelt bedeudet. Infolgedessen entstehen überall „Antikörper“, die die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle darstellen.
Der 8.12. geht uns alle an. Es ist der Tag, der unseren Willen ausdrückt, dass wir unseren Kindern eine bessere Zukunft sichern wollen.
Auch in der Toskana kämpfen Menschen, um die Umwelt und ein würdevolles Leben zu bewahren: Gegen giftige Müllverbrennungen, absurde Flughäfen, Tunnels, unterirdische Bahnhöfe, unnütze Autobahnen.

 

Post aus San Sebastian vom 26.12.2016

Liebe Stuttgarter,

manchmal dauert es bei uns ein bisschen länger, und wir schaffen auch nicht immer alles, was wir – oder zumindest einige von uns – wollen.

Zum 8.12. haben wir nix auf die Reihe gekriegt.

Im letzten Moment hatten wir erfahren, dass einige Projekte wie die gegen den Hochgeschwindigkeitszug TAV (auf Baskisch:AHT) eine Kundgebung in Bilbao geplant hatte – und dann auch (relativ klein) durchgeführt haben. In der Zeitung (nur in GARA) gab es ein Foto, das ich euch im Anhang mitschicke: artikel-in-der-zeitung-in-bilbao

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Wir selbst waren derweil kräfitg in den Vorbereitungen für ein satirisches Theater, das wir für den Santo Tomás-Tag (21.12., traditionell hier einer der wichtigsten Tage, weil früher an diesem Tag die Bauern von den Bergen oder entfernt gelegenen Höfen in die Stadt kamen, um ihre Produkte für den Winter zu verkaufen) geplant hatten.

Wir haben dazu ein riesiges Tor gebaut (Art Triumphbogen, ein mit bemalten Pappkartons verkleidetes Gerüstelement) mit der Aufschrift „Herzlich willkommen im Zentrum von Donostia – und das ohne U-Bahn!!!

Im Theaterstück gab es dann 3 Hauptpersonen: der Bürgermeister (PNV), Vize (PSOE) und die neue baskische Ministerin für Transport und Wirtschaft (PNV). Ich hab dann mit Bürgermeistermaske den 200.000.000. Fahrgast begrüßt, der ohne U-Bahn glücklich ins Zentrum der Stadt gekommen war und ihm bzw. ihr eine entsprechende Schärpe umgehängt.

Mein Vize hat ihr dann ein Riesenscheck über 200.000.000 Donostias überreicht, dabei aber betont, dass das Geld auf jeden Fall für den Bau einer unterirdischen U-Bahn verbraten würde. Und die Ministerin hat schließlich auf die Mitbestimmung und Unterschriftensammlung geschissen und betont, dass ihnen dass alles scheißegal wäre …

Super war ein Zwischenfall, als eine ältere Frau aus Malaga das Mikrofon an sich gerissen und gerufen hat, dass wir das verhindern müssten. Donostia solle nicht so zerstört werden wir Malaga.

(Die Politiker/innen haben sich dann impovisierterweise beraten und ihr „Ehrenwort“ gegeben, dass sie ihre Worte berücksichtigen und keine U-Bahn bauen würden.)

Ich schick euch hier auch noch ein Foto mit, auf dem ihr fast unsere ganze (Rentner-)Ttruppe sehen könnt.

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Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr,

und dass die Gesteinsgutachten die Stuttgarter Bauherren zum Umdenken bewegen.
(Hier hat die Euphorie der Regierungspresse ziemlich nachgelassen – eigentlich wollten sie ja im Herbst 2016 an(ge)fangen (haben). Das Projekt liegt jetzt aber in Madrid bei der Küstenbehörde, die angeblich nicht so leichtfertig sind wie die hiesigen Ministerien, und wartet da auf den Genehmigungs- oder Ablehnungsbescheid, um die 300 m vom Strand zu untertunneln …)

 

 

 

  

 

 

Strasbourg 26. Okober – Im Europa-Parlament

 

mit Bannern und Widerstandsliedern zog eine mächtige Gruppe italienischer Aktivist*innen am 26.Oktober durch die Straßen von Strasbourg zum „maison des associacion“, wo sich das Netzwerk der Protestbewegungen gegen zerstörrische Großprojekte traf. (siehe unten Bilder)

An diesem Tag ging es um die Übergabe des Urteils des Tribunals der Völker an das Europaparlament. Das Tribunal hatte 2015 die staatlichen Institutionen aus Frankreich und Italien verurteilt, bei der Durchsetzung von Großprojekten nationales und internationales Recht verletzt zu haben.

z.B. wurden in Italien inzwischen 25 000 Strafurteile gegen Aktivist*innen der Bewegung Susatal verhängt und sechsstellige Schadensersatzforderungen an Einzelpersonen ausgesprochen. Derzeit sorgt der Fall von Nicoletta für Aufsehen, eine über 70 Jahre alte Mitstreiterin, die mit Hausarrest bestraft wurde.

130 Vertreter*innen von Bürgerbewegungen aus Frankreich, Italien, GB, Baskenland und eine 10köpfige Delegation aus  Stuttgart versammelten sich im Europapoarlament zur Übergabe des Urteils an den Vizepräsidenten. Es waren  die grün-linken Fraktionen, die uns empfingen, die etablierten Fraktionen versuchten unsere Aktion zu verhindern.

Höhepunkte der Aussprache im Parlament waren nicht nur die Übergabe, auch eine skypschaltung zu Nicoletta und eine Schweigeminute für den vor zwei Jahren bei Polizeimassnahmen während einer Protestaktion getöteten jungen Aktivisten Remis Fraise.

Rémi Foto: reporterre

Rémi
Foto: reporterre

Und trotzdem: die Protestbewegungen waren nicht zu übersehen und zeigten:

ihr müsst mit uns rechnen – ne lache rien – Oben bleiben

 

„I am ashamed of how badly we use public funds and of the fact that in Europe the fundamental rights of the populations are so clearly ignored”. Shockingly, this was the conclusion of one of the MEPs on the European Parliament’s Transport Committee. Yup, that’s the outfit that has defined the HS2 corridor, captured in the EC TEN-T plans.  strasbourg-hs2

Mit diesem statement beginnt ein Bericht über den Tag in Strasbourg im blog unserer englischen Mitstreiter*innen.

siehe dazu mehr unter:

http://stophs2.org/news/16296-european-parliament

Elefant-HS2

Eine Variante des Liedes „Blanche Hermine“ gegen die aufgezwungenen unnützen Großprojekte

In Notre-Dame des Landes ist eine neue Version des bekannten Liedes von der Wut über die Zerstörung der bretonischen Küste „La blanche hermine“ („Da sind sie ja, der weiße Hermelin, die Möwe und der Stechginster, nieder mit dem Öl und dem Beton!“ ) entstanden:

Wer es hören und die Dias sehen will, es ist zu finden bei https://youtube und dann: .com/watch?v=LG-JoVe-ltw

Alterenvies, non aux GPIIII: La variante de Guy Pean: «La blanche hermine » de Gilles Servat

La voilà la blanche hermine 
Vive la mouette et l’ajonc +
La voilà la blanche hermine
A bas pétrole et béton

D‘ Notre Dame à Lyon-Turin _
Et de Bure à Echillais
1000 bovins ou 1000 lapins
On est tous des vaches à lait
Tous ces ouvrages ambitieux
Doivent ramener le plein emploi +
Mensonges’et projets d’mafieux
Politiques sans foi , ni loi

Refrain:
Les voilà les Grands Projets
Inutiles et Imposés +
Les voilà les GPII
Pollution de notre vie
Tous ces ouvrages ambitieux
Doivent ramener le plein emploi _
Mensonges’et projets d’mafieux
Politiques sans foi , ni loi
Y’a même des grands projets bio
Ils nous prennent pour des idiots +
Ces GPI.. deviennent verts
Pour nourrir les actionnaires

Refrain
Y’a même des grands projets bio
Ils nous prennent pour des idiots _
Ces GPI deviennent verts
Pour nourrir les actionnaires
L’obsolescence programmée
L‘ crédit , la publicité +
Garantissent la destinée
De ces projets imposés

Refrain
L’obsolescence programmée
L‘ crédit , la publicité _
Garantissent la destinée
De ces projets imposés
Où allez vous jeunesse ‚ candide
De Sivens à Notre dame
Où allez vous jeunes’intrépides +
Voulant rallumer la flamme

Refrain
Où allez vous jeunesse candide
De Sivens à Notre dame
Où allez vous jeunes’intrépides _
Voulant rallumer la flamme
Ils veulent bétonner nos vies
Pour augmenter leurs profits +
Ces projets de l’ordre marchand
Polluent l’avenir d’nos enfants

Refrain
Ils veulent bétonner nos vies
Pour augmenter leurs profits _
Ces projets de l’ordre marchand
Polluent l’avenir d’nos enfants
Aux futures générations
Du béton comme horizon +
On les envoie dans le mur
Représailles de Mère nature

Refrain
Ces GPI Imposés
Imbéciles, Inadaptés _
Inhumains, Irresponsables
Inconscients, Inacceptables
Insoutenables et Inquiétants
Insalubres , Incohérents +
Inefficaces , Insolents
GPI ..à l’infini …..

Refrain
Aux futures générations
Du béton comme horizon _
On les envoie dans le mur
Représailles de Mère nature
On veut du silence , du temps
On veut vivre dans la lumière +
On veut aimer nos enfants
On veut cultiver nos terres

On veut du silence , du temps
On veut vivre dans la lumière +
On veut ..aimer….. nos enfants
On…. veut… cultiver…. nos….. terres
2016

Und hier auf Deutsch

Refrain:

Ja, der weiße Elefant,

das ist ein tückisches Geschenk,

er schad’t der Umwelt und dem Land

und wird auch Großprojekt genannt.

1)

Von Notre Dame bis Lyon-Turin

wer’n wir gemolken ausgesogen.

bei Milch und Fleisch von 1000 Kühen

ohne Sonne aufgezogen.

Da wird vom Glück in schnellen Zügen

von Vollbeschäftigung geschwätzt,

doch Politik und Mafia lügen:

Der Profit macht das Gesetz.

Refrain

2)

Alterungsschäden vorgeplant,

von Presse, Werbung und Kredit –

Für lange Haltbarkeit sind aufge-

zwung’ne Großprojekte nit.

S’gibt sogar Bio-Großprojekte –

Nein, ich bin doch kein Idiot:

Ich weiß: die grün verpackten Akten

sind nur für Aktionäre gut.

Refrain

3)

Sie wollen’s Leben betonieren

um Profit zu garantieren,

auf dass ihr Großprojekt floriert,

wenn die Welt auch explodiert.

So hätt’ die nächste Generation

als Horizont nur noch Beton

Man schickte sie ins Unglück nur –

S’wird die Vergeltung der Natur.

Refrain

4): Un, un, un

Ungezügelt, unerlaubt

Steuern,  saubere  Luft geraubt

unglaubwürdig,             ungeniert

unerwünscht,        doch ungerührt.

Diese Bauten sind unmenschlich

unverantwortlich  und  dumm

ungeeignet,        ungesund

stehen unsinnig herum

Refrain

5)

Doch von Sivens bis Notre Dame

die Jugend mutig vorne dran,

Ihr geht aufs Ganze, dass Ihrs schafft,

und die Flamme neu entfacht.

Wir wollen unsre Kinder lieben

Wir woll’n Licht und Zeit dazu

Wir woll’n unsre Erde pfleg’n

Wir woll’n die Dinge tun in Ruh.

Refrain

Wir wollen Dinge tun in Ruh

Wir woll’n Licht und Zeit dazu

Wir woll’n unsre Kinder lieben

Wir woll’n      unsre     Erde         pflegen.


 

Grußadresse an das Festival in Notre Dames des Landes

Stuttgart, le 6 octobre 2010d7869417-2ff6-4cdf-819e-d38e962c1265

Chers amis du « Grand Ouest »,

Nous du mouvement contre Stuttgart 21, vous souhaitons que votre manifestation du 8 octobre soit couronnée de succès, qu’elle soit large, puissante et efficace ! Que cet aéroport superflu et démesuré ne soit jamais construit ! Que l’on ne chasse jamais les anciens et nouveaux habitants de la ZAD ! Votre œuvre commune du nouvel hangar sera votre témoin de l’esprit de solidarité et d’entraide qui s’est créé dans vos actions, qui persiste et se répand ! Que le chant de vos bâtons puisse devenir un chant de gaieté et de paix !

Nous sommes pleins d’admiration et de respect devant votre courage et votre résistance, parce que vous ne luttez pas seulement contre le méga-aéroport, malgré toutes les répressions brutales et perfides des autorités de l’État auxquelles vous êtes exposées. Mais vous avez lancé de nouveaux projets, dans l’agriculture et l’élevage, dans la création, et aussi pour la vie commune. Nous avons présenté à Stuttgart votre film sur la ZAD, sur votre résistance, votre joie de vivre et votre esprit solidaire ; il a trouvé un écho très positif. C’est cela qui montre le chemin pour l’avenir, et non pas les grands projets destructeurs.

À Stuttgart, où la gare souterraine avec ses 60 km de nouveaux tunnels est maintenant officiellement en construction, nos ingénieurs de la résistance contre ce projet ont développé de nouveaux plans : des plans pour bifurquer vers la transformation de ce chantier gigantesque en un projet positif pour les gens et pour l’environnement, en conservant la gare existante qui fonctionne très bien, et en économisant ainsi 6 milliards d’euros qu’ils sont en train de gaspiller malgré nous.

Nous pensons à vous tous, à votre manifestation et à votre lutte, et vous envoyons nos salutations solidaires – informez-nous sur tout ce qui se passe.

On lâche rien ! Oben bleiben !

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Liebe Freunde,

wir in Stuttgart von der Bewegung gegen Stuttgart21 wünschen euch für eure Großdemonstration „Que résonnent les chants de nos bâtons“ – „Lasst die Lieder unserer Stöcke erklingen“ am 8. Oktober  viel Erfolg! Möge sie breit, kraft- und wirkungsvoll sein. Auf dass der überflüssige und überdimensionierte Flughafen nie gebaut werde! Auf dass die alten und neuen Bewohner der ZAD niemals vertrieben werden! Euer gemeinsames Werk der neuen Lagerhalle wird vom Geist Eurer Solidarität und gegenseitigen Hilfe zeugen, der in Euren Aktionen entstanden ist, weiter lebt und sich verbreitet. Auf dass der Gesang Eurer Stöcke in Zukunft von Freude und im Frieden klingen kann!

Große Bewunderung und Respekt haben wir für euch und euren Widerstand, weil ihr in NDDL nicht einfach ’nur‘ gegen den Großflughafen kämpft, trotz der oft brutalen bzw perfiden Repressionen, denen ihr immer wieder von Seiten der Staatsgewalt ausgesetzt seid. Sondern ihr habt darüberhinaus neue Projekte ins Leben gerufen wie in der Landwirtschaft, in der Kultur, ja sogar neue Formen des Zusammenlebens ausprobiert. Wir haben mit sehr positiver Resonanz euren Film über euren Widerstand und euer Leben gezeigt. Das sind Projekte, die in die Zukunft weisen, nicht die zerstörerischen Großprojekte.

Auch in Stuttgart, wo der Bau des Tiefbahnhofs mit seinen 60 km neuer Tunnel jetzt offiziell begonnen ist, haben jetzt Ingenieure aus dem Widerstand neue Pläne entwickelt, wie man aus dieser angefangenen Riesenbaustelle in ein viel besseres und für die Menschen positives Projekt umsteigen und den alten funktionierenden Bahnhof erhalten kann. Und dabei 6 Milliarden € einspart, die sie gerade gegen unseren Willen verschleudern.
Wir denken an Euch alle und schicken euch sehr solidarische Grüße – informiert uns über alles.

ON LACHE RIEN  und OBEN BLEIBEN!

Margarita im Namen der Gruppe Stuttgart21 ist überall
 

 

Starke Mobilisierung zum 16. Sommertreffen der Gegner des Flughafens von Notre Dame des Landes

Starke Mobilisierung zum 16. Sommertreffen der Gegner des Flughafens von Notre Dame des Landes

Presseerklärung Notre Dame des Landes, 10. Juli 2016

Eine bessere Antwort auf die Volksbefragung konnte man nicht erhoffen als diese außerordentliche entschlossene Mobilisierung mit über 25 000 Menschen an 2 Tagen, unter denen etliche zum ersten Mal nach Notre Dame des Landes kamen.

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Dieses Treffen war gekennzeichnet von Heiterkeit und Zusammenhalt im Widerstand.

Das vorgeschlagene Thema: „Aussaat der Demokratie“ war prägend. Jeder hat zur kollektiven Betrachtung beigetragen. Zwischen der Kritik der gegenwärtigen Situation und der Suche nach Alternativen sprießt dieHoffnung, dass eine andere Art Demokratie zu leben möglich ist.

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Bravo an alle, Teilnehmer, Musiker, freiwillige Helfer, die mit ihren Unterstützerkomitees zum Teil von weit her kamen, um eine Woche lang zur Hand zu gehen.

Bravo und Solidarität mit den Ehrengästen dieser Ausgabe 2016, den Aktivisten von Bure im Kampf gegen das unterirdische Atommüll-Lager-Projekt im Département Meuse.

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Hugues Aufrays Besuch zur Unterstützung war eine schöne Überraschung.

Zu unseren nächsten Aktionen zählt das Treffen am Wochenende vom 8.-9. Oktober als Tag der Mobilisierung auf der ZAD:

Denn wir betonen erneut: In Notre-Dame-des-Landes wird es keinen Flughafen geben.

Die Koordinatoren des Sommertreffens von Notre-Dame-des-Landes 2016

Was tut sich in Notre Dames des Landes vor der Bürgerbefragung

Von der Protesten gegen Stuttgart21 wissen wir, daß Bürgerbefragungen den Betreibern und Profiteuren als Istrument zur Spaltung und Niederschlagung der Protestbewegung dienen sollen.

Wir wissen aber auch, daß die ACIPA (der Zusammenschluss der Gegner) aus der Volksabstimmung zu Stuttgart21 lernen konnte und dass der Widerstand  in Frankreich besser vernetzt ist.

Wir hoffen, die ACIPA kann sich besser auf die Bürgerbefragung am 26.Juni vorbereiten.

Hier die Presseerklärung aus Notre Dames des Landes

 

Votez non le 25 juin

Presseerklärung:

Bürgerbefragung am 26. Juni 2016 in Loire Atlantique: Jeder hat einen guten Grund mit NEIN zu stimmen!

Die Koordinierung der Gegner (das sind über 50 Gruppen, Vereine, Initiativen, Gewerkschaften und politische Bewegungen) hat nach der Diskussion auf ihrer außerordentlichen Versammlung am 31. März 2016 beschlossen die Maskerade dieser Bürgerbefragung lautstark aufzudecken, aber auch die Bürger aufzurufen massiv mit NEIN abzustimmen, um den Projektträgern nicht das Feld zu überlassen.

Die Koordinierung konnte sich immer auf die Lage einstellen und auf die verschiedenen Schandtaten in dieser Angelegenheit auf juristischer und politischer Ebene reagieren. Die starke Mobilisierung im Januar und Februar 2016 um Nantes haben die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der gesamten Bewegung bewiesen.

Die Koordinierung hat beschlossen eine sehr aktive Kampagne vor Ort durchzuführen, um die Öffentlichkeit zu informieren, worum es mit diesem Projekt wirklich geht : Im ganzen Departement 44 sind 24 Versammlungen dazu vorgesehen. Die Aktivisten dieses und der umliegenden Departements sind schon mobilisiert, 200 000 Informationsflyer zu verteilen, deren Finanzierung sie selbst absichern. Sie werden auch möglichst oft direkt mit der Bevölkerung diskutieren. Auch andere Aktionen werden die 5 Kampagnenwochen hervorheben, immer im Geist der Ruhe und Entschlossenheit. Aber die Koordinierung betont erneut, dass diese Bürgerbefragung, die wir nicht verlangt haben, keinesfalls ein völlig illegales ruinöses und zerstörerisches Flughafenprojekt in Notre Dame des Landes legitimieren kann.

Die Koordinierung erinnert daran, dass

  • die Bedingungen für eine wirklich demokratische Diskussion nicht erfüllt sind,
  • durch die räumliche Begrenzung Bürger von Gebietskörperschaften ausgeschlossen sind, die direkt von der Finanzierung betroffen sind,
  • die Fragestellung voreingenommen ist,
  • den anwesenden Parteien keine Garantie für eine gleichberechtigte Behandlung gegeben wurde.

Wir sind in einer Scheindemokratie. Das Thema Demokratie wird übrigens das zentrale Thema der Versammlung am 9. und 10. Juli sein: NDL 2016 „Demokratie-Saat“. Nach der wochenlangen intensiven Mobilisierung bis Ende Juni wird dies wie in den vergangenen Jahren ein Höhepunkt unseres Kampfes werden.

Die Bürgerbefragung am 26. Juni ist nur eine zusätzliche Etappe in unserem langen Kampf für den definitiven Stopp dieses Projekts. Jeder hat einen guten Grund mit NEIN zu stimmen!

Weitere Links:

http://www.lesamisdelaconf.org/

https://www.helloasso.com/associations/les-amis-de-la-confederation-paysanne/collectes/notre-dame-des-landes-la-campagne-oui-l-aeroport-non