Presseerklärung nach dem 17. Sommertreffen der Flughafengegner von Notre Dame des Landes

Presseerklärung nach dem 17. Sommertreffen der Flughafengegner von Notre Dame des Landes

„Ungebremste Mobilisierung zum 17. Sommer-Festival der Flughafen-Gegner

In ihrer Presseerklärung vom 12.7.2017 erklärt die ACIPA:

Das von der Koordinierung der Flughafenprojektgegner am 8. und 9. Juli 2017 organisierte 17. Sommer-Treffen war ein wichtiges Fest der Mobilisierung, auf dem alle Teilnehmer neue kämpferische Energie „aufladen“ konnten.

Trotz der verhältnismäßig ruhigen Lage seit der Ernennung der „Schlichter“ für die Flughafenfrage und trotz der Aufschiebung eventuell drohender Zwangsräumungen der Bauern und Bewohner scheuten etwa 20 000 Menschen nicht den Weg, um an den Foren, Diskussionen, Konzerten und anderen Fest-Höhepunkten teilzunehmen. Durch das Motto dieses Jahres, ein Motto der globalen Vision „De nos terres à la Terre“ – etwa zu übersetzen durch „Von unseren Feldern zur ganzen Erde“ (la terre bedeutet sowohl der Boden wie auch das Gebiet und die Erde), wurde die Verteidigung der Äcker und der Kampf gegen die Klimaerwärmung tiefer verankert. Das „Feld der Totems“ wird auf dem Boden von Notre Dame des Landes und im Gedächtnis der Teilnehmer für immer seine Spuren hinterlassen.

Der Ehrengast, das Collectif Pour le Triangle de Gonesse (Kollektiv für das Gonesse-Dreieck im Großraum von Paris) konnte seinen Widerstand gegen das Wahnsinnsprojekt, den Bau der „Europa-City, vorstellen, sich Kraft und Ideen holen und Verbindungen schaffen, um seine Aktionen zur Rettung der letzten fruchtbaren Äcker in der Region von Paris zu retten.

Das Fest wurde bereichert durch die Filmemacherin Marie-Monique Robin, Musiker mit genialem Improvisationstalent und Tänzer.

Das beeindruckende Angebot von 115 Teilnehmern an Diskussionen, Filmen und Theaterstücken stellte auch die Verbindung zu anderen sozialen, gesellschaftlichen und Umweltkämpfen her und wurde sehr gut angenommen.

Sänger und Musiker gaben durch Musik und Tanz dem Fest wunderbare Kraft und Energie.

Das Steigenlassen von Solarballons und Drachen konnten stattfinden, aber die „Besetzung des Himmels“ am Samstagabend musste wegen der Trockenheit leider abgesagt werden.

Zwei Aktionen außerhalb des Geländes waren ebenfalls gut besucht: die beiden Aufführungen des „Alptraum für den Präfekten“ in Fay de Bretagne und der schöne Spaziergang auf der ZAD zu Fuß oder im Viehtransporter am frühen Sonntagmorgen (mit 250 Teilnehmern).

Die Verköstigung durch Gastronomen und freiwillige Helfer war vielseitig und schmackhaft.

Die ACIPA bedankt sich bei den ca. 1000 Helfern aus ganz Frankreich, ohne die das Fest nicht stattfinden könnte, und betont, dass sie weiterhin aktiv bleiben: Der Flughafen in Notre-Dame des Landes wird nicht gebaut.

 

Besuch in Notre Dames des Landes

Kurzmitteilung an die Widerständischen in Stuttgart

waren gestern den ganzen Tag zu Besuch bei den FlughafengegnerInnen von Notre-Dame-des-Landes (NDDL), genauer gesagt auf dem (wieder) besetzten riesigen Gelände, der Zone à défendre (ZAD), der beim Angriff der Polizei zu verteidigenden Zone. Ein älteres Unterstützer-Paar von außerhalb hat uns rumgeführt: wo wir ein alternatves Bahnhofskonzept entwickeln, proben die ZADisten das alternative Leben: besetzte Häuser und Höfe, Neubauten, neue Lebensformen, Alternativökonomie. Sie haben mit viel Kreativität und Einsatz etwas geschaffen, das sie hart verteidigen werden, das landesweit viel Sympathie und Unterstützung genießt und das keine Regierung einfach platt machen kann. Macron scheint zu schwanken.
Hab oft an die Mitstreiter*innen denken müssen, die sich immer für mehr zivilen Widerstand eingesetzt haben,  weil es in NDDL ganz stark um Verteidigung der Natur gegen Beton und Zersiedelung geht.
Vieles erinnert ganz stark an unsere Auseinandersetzung (auch eine manipulierte Volksabstimmung, verschiedene Strömungen, Identitäten und Debatten, auch eine Mahnwache), manches ist ganz anders, v.a. der Machtfaktor der Besetzung.

Nachricht aus Notre Dames des Landes – Versammlung am 8. und 9. Juli

 

Message à tous les amis du réseau GPII,

À nouveau, la Coordination des Opposants nous invite tous: habitant.es, voisin.es, collectifs de lutte, organisations locales… et bien au-delà, à nous rassembler ici, à Notre-Dame-des-Landes contre le projet d’aéroport.

Nous avons besoin de ce moment fédérateur et convivial, qui est l’expression et l’instrument d’une mobilisation intacte.

De nos terres à la Terre!

Résister, Agir, Vivre!

8 et 9 juillet 2017 à Notre-Dame des Landes

www.notredamedeslandes2017.org
www.acipa-ndl.fr

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Again, the “Coordination des Opposants” invites you: residents, neighbors, fighting groups, local organizations … and far beyond, to gather here in Notre-Dame-des-Landes against the project of airport.

We need this unifying and convivial moment, which is the expression and the instrument of an intact mobilization.

From our lands to the Earth! 

To resist, to act, to live!

8 & 9 July, 2017 in Notre-Dame des Landes

www.notredamedeslandes2017.org
www.acipa-ndl.fr

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Wieder lädt die “Coordination des Opposants” alle: Bewohner, Nachbarn, kollektiven Bewegungen, lokale Organisationen… und darüber hinaus… ein, sich hier in Notre-Dame-des-Landes gegen das Flughafen Proyekt zu versammeln.

Wir brauchen diese verbindender Moment der Geselligkeit, als Ausdruck und als Instrument einer intakten Mobilisierung.

Von unserem Ländereien bis zur Erde!

Widerstand leisten, handeln, leben!

8 & 9 Juli 2017 in Notre-Dame des Landes

www.notredamedeslandes2017.org
www.acipa-ndl.fr

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Una vez más, la “Coordination des Opposants” invita habitant-e-s, vecinos-as, luchas colectivas, organizaciones locales … y más allá, que se reúnen aquí en Notre-Dame-des-Landes en contra del proyecto de aeropuerto.

Necesitamos este momento de unificación y de amistad, que es la expresión y el instrumento de una movilización intacta.

Desde nuestras tierras hacia la Tierra!

Resistir, actuar, vivir!

8 & 9 de julio 2017 en Notre-Dame des Landes

www.notredamedeslandes2017.org
www.acipa-ndl.fr

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Ancora una volta, il „Coordination des Opposants“ vi invita : i residenti, i vicini, i gruppi di combattimento, le organizzazioni locali … e oltre, a riunirsi qui a Notre-Dame-des-Landes contro il progetto dell’aeroporto.

Abbiamo bisogno di questo momento unificante e conviviale, che è l’espressione e lo strumento di una mobilitazione intatta.

Delle nostre terre alla Terra!

Resistere, agire, vivere!

8 & 9 luglio 2017 a Notre-Dame des Landes

www.notredamedeslandes2017.org
www.acipa-ndl.fr

 

Stuttgart 21 ist überall wünscht den Freunden aus Notre Dames des Landes eine erfolgreiche Versammlung. Vor wenigen Tagen besuchte ein Mitstreiter aus Stuttgart dies Bewegung in Notre Dames des Landes. Sein Bericht erscheint demnächst auf diesem Blog

Europäischer Aktionstag gegen aufgezwungene, unnütze und zerstörerische Großprojekte

Europäischer Aktionstag gegen aufgezwungene, unnütze und zerstörerische Großprojekte

 

Seit Hendaye im Januar 2010, dem Zusammenschluss der Gegner von unnützen Hochgeschwindigkeits-projekten, findet im Dezember ein gemeinsamer dezentraler Aktionstag des Widerstands gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte statt; er wird auf jedem Forum neu beschlossen, so im Juli in Bayonne. Beim kürzlichen Treffen der Gruppen in Straßburg schlugen die Vertreter der Opposition gegen High Speed Two (HS2) aus Birmingham vor, dass der 8. Dezember unter dem Motto: „Zündet Feuer gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte“ begangen werden soll. In Stuttgart wurde auf der Montagsdemonstration am 5.12. symbolisch ein Feuerkorb aufgestellt. In Notre-Dame-des-Landes ist die Stimmung sehr angespannt (siehe den Aufruf), die Menschen freuen sich, wenn jetzt Frankreich- und Europa-weit über die drohende Räumung ihrer selbst verwalteten Zone (zad = zone à défendre) auf dem geplanten Baugelände (zad = zone d’aménagement différé) berichtet und Unterstützung organisiert wird.

 Aktionstag in Stuttgart

Zur 349. Montagsdemonstration mit Hunderten von Teilnehmer*innen entzündeten wir in  Stuttgart  ein Feuer mitten in der Stadt, begleitet von der Lokomotive,  unserer Trommlergruppe. Mit Transpareneten und Flugblättern informierten wir die Stuttgarter Bürger*innen Unseren Flyer kann man mit folgendem Link öffnen:

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Stuttgart auf dem kleinen Schlossplatz

Aktionstag in Notre Dames des Landes

Brief unserer Freunde aus Frankreich

Guten Abend,

Heute am 8. Dezember, dem Aktionstag gegen die aufgezwungenen unnützen Großprojekte, wurde auch in Nantes eine Aktion durchgeführt, 150 Leute versammelten sich vor dem Schloss, auf dessen Mauern die Symbole unseres Widerstands projiziert wurden.

Mit Transparenten, Fackeln, weißen Elefanten und Flyern wurden Passanten und Straßenbahnfahrer informiert.

Grüße an alle!

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Bericht aus Straßburg: Feueralarm gegen die GCO !

Am Donnerstagabend, dem Tag gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte, beteiligte sich auch das Kollektiv Große Westumfahrung NEIN DANKE – GCO NON MERCI. 20161208_art_feux-dalerte-cabane-anti-gco-kolbsheim

„Etwa 50 Demonstranten trafen sich vor der Anti-GCO-Hütte von Kolbsheim, einem unserer symbolhaften Widerstandsorte. Mit dem Feuer der Fackeln markierten wir die Gefahr, die von dem Projekt der großen Westumfahrung Straßburg ausgeht: Zerstörung von 300 bi 350 ha Ackerland und Wäldern aus Gründen, die keineswegs dem Gemeinwohl dienen, wie man uns glauben machen will. Für uns bot sich hier auch die Gelegenheit, an einer koordinierten Bewegung mit Versammlungen an anderen Widerstandsorten in Frankreich und in Europa teilzunehmen: Stuttgart, Susatal (TGV Lyon-Turin) oder auch Nantes (Flughafen). Für uns war es auch ein Anlass, uns zu treffen und vor Ort unsere Entschlossenheit zu zeigen. Auch wenn archäologische Ausgrabungen und geotechnische Probebohrungen begonnen haben, geben wir nicht auf und schließen weitere Aktionen auf den Baustellen nicht aus. Unser nächstes Treffen ist am 18. Dezember; dort wird die Aktion 7-Hütten-Marsch eingeführt, mit einem anschließenden Mini-Weihnachtsmarkt mit Ständen, verschiedenen Beiträgen und Besichtigungen des Schlossparks von Kolbsheim.“31177827700_e9993451c6_n

Vom Susatal, der NoTAV-Bewegung in Italien mit dem französischen Partner in Lyon-Chambéry, wurde gleich eine ganze Welle von Veranstaltungen angekündigt. U.a. kam die Nachricht, sie wollten zwei Feuer, eines an einer Mahnwache im Tal und ein weiteres auf dem Berg anzünden.

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Aus Florenz erhielten wir folgende Pressemeldung (zusammengefasst):

no-tunneltav-logoDer 8.12. als internationaler Tag gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte wurde vom internationalen Forum gegen die Realisierung von großen Infrastrukturprojekten beschlossen.
Denn am 8.12. 2005 eroberten die Einwohner des Susatals mit friedlichen Mitteln Venaus zurück. Dort wollte man eine wesentliche Baustelle eines von vielen unnützen Großprojekten errichten: Die der Strecke Turin-Lyon. Die ganze Bevölkerung wehrte sich damals gegen die Plünderung der Staatskassen zugunsten von wenigen Profiteuren und die Zerstörung der Natur.
Im Laufe der Jahre haben sich die verschiedenen Gruppen vernetzt: In Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Spanien, Griechenland, Rumänien, Russland, Marokko, der Türkei und Italien. In diesen Ländern haben immer mehr Bürger erkannt, dass die Profitgier eine Gefahr für ihr Leben und ihre Umwelt bedeudet. Infolgedessen entstehen überall „Antikörper“, die die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle darstellen.
Der 8.12. geht uns alle an. Es ist der Tag, der unseren Willen ausdrückt, dass wir unseren Kindern eine bessere Zukunft sichern wollen.
Auch in der Toskana kämpfen Menschen, um die Umwelt und ein würdevolles Leben zu bewahren: Gegen giftige Müllverbrennungen, absurde Flughäfen, Tunnels, unterirdische Bahnhöfe, unnütze Autobahnen.

 

Post aus San Sebastian vom 26.12.2016

Liebe Stuttgarter,

manchmal dauert es bei uns ein bisschen länger, und wir schaffen auch nicht immer alles, was wir – oder zumindest einige von uns – wollen.

Zum 8.12. haben wir nix auf die Reihe gekriegt.

Im letzten Moment hatten wir erfahren, dass einige Projekte wie die gegen den Hochgeschwindigkeitszug TAV (auf Baskisch:AHT) eine Kundgebung in Bilbao geplant hatte – und dann auch (relativ klein) durchgeführt haben. In der Zeitung (nur in GARA) gab es ein Foto, das ich euch im Anhang mitschicke: artikel-in-der-zeitung-in-bilbao

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Wir selbst waren derweil kräfitg in den Vorbereitungen für ein satirisches Theater, das wir für den Santo Tomás-Tag (21.12., traditionell hier einer der wichtigsten Tage, weil früher an diesem Tag die Bauern von den Bergen oder entfernt gelegenen Höfen in die Stadt kamen, um ihre Produkte für den Winter zu verkaufen) geplant hatten.

Wir haben dazu ein riesiges Tor gebaut (Art Triumphbogen, ein mit bemalten Pappkartons verkleidetes Gerüstelement) mit der Aufschrift „Herzlich willkommen im Zentrum von Donostia – und das ohne U-Bahn!!!

Im Theaterstück gab es dann 3 Hauptpersonen: der Bürgermeister (PNV), Vize (PSOE) und die neue baskische Ministerin für Transport und Wirtschaft (PNV). Ich hab dann mit Bürgermeistermaske den 200.000.000. Fahrgast begrüßt, der ohne U-Bahn glücklich ins Zentrum der Stadt gekommen war und ihm bzw. ihr eine entsprechende Schärpe umgehängt.

Mein Vize hat ihr dann ein Riesenscheck über 200.000.000 Donostias überreicht, dabei aber betont, dass das Geld auf jeden Fall für den Bau einer unterirdischen U-Bahn verbraten würde. Und die Ministerin hat schließlich auf die Mitbestimmung und Unterschriftensammlung geschissen und betont, dass ihnen dass alles scheißegal wäre …

Super war ein Zwischenfall, als eine ältere Frau aus Malaga das Mikrofon an sich gerissen und gerufen hat, dass wir das verhindern müssten. Donostia solle nicht so zerstört werden wir Malaga.

(Die Politiker/innen haben sich dann impovisierterweise beraten und ihr „Ehrenwort“ gegeben, dass sie ihre Worte berücksichtigen und keine U-Bahn bauen würden.)

Ich schick euch hier auch noch ein Foto mit, auf dem ihr fast unsere ganze (Rentner-)Ttruppe sehen könnt.

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Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr,

und dass die Gesteinsgutachten die Stuttgarter Bauherren zum Umdenken bewegen.
(Hier hat die Euphorie der Regierungspresse ziemlich nachgelassen – eigentlich wollten sie ja im Herbst 2016 an(ge)fangen (haben). Das Projekt liegt jetzt aber in Madrid bei der Küstenbehörde, die angeblich nicht so leichtfertig sind wie die hiesigen Ministerien, und wartet da auf den Genehmigungs- oder Ablehnungsbescheid, um die 300 m vom Strand zu untertunneln …)

 

 

 

  

 

 

Strasbourg 26. Okober – Im Europa-Parlament

 

mit Bannern und Widerstandsliedern zog eine mächtige Gruppe italienischer Aktivist*innen am 26.Oktober durch die Straßen von Strasbourg zum „maison des associacion“, wo sich das Netzwerk der Protestbewegungen gegen zerstörrische Großprojekte traf. (siehe unten Bilder)

An diesem Tag ging es um die Übergabe des Urteils des Tribunals der Völker an das Europaparlament. Das Tribunal hatte 2015 die staatlichen Institutionen aus Frankreich und Italien verurteilt, bei der Durchsetzung von Großprojekten nationales und internationales Recht verletzt zu haben.

z.B. wurden in Italien inzwischen 25 000 Strafurteile gegen Aktivist*innen der Bewegung Susatal verhängt und sechsstellige Schadensersatzforderungen an Einzelpersonen ausgesprochen. Derzeit sorgt der Fall von Nicoletta für Aufsehen, eine über 70 Jahre alte Mitstreiterin, die mit Hausarrest bestraft wurde.

130 Vertreter*innen von Bürgerbewegungen aus Frankreich, Italien, GB, Baskenland und eine 10köpfige Delegation aus  Stuttgart versammelten sich im Europapoarlament zur Übergabe des Urteils an den Vizepräsidenten. Es waren  die grün-linken Fraktionen, die uns empfingen, die etablierten Fraktionen versuchten unsere Aktion zu verhindern.

Höhepunkte der Aussprache im Parlament waren nicht nur die Übergabe, auch eine skypschaltung zu Nicoletta und eine Schweigeminute für den vor zwei Jahren bei Polizeimassnahmen während einer Protestaktion getöteten jungen Aktivisten Remis Fraise.

Rémi Foto: reporterre

Rémi
Foto: reporterre

Und trotzdem: die Protestbewegungen waren nicht zu übersehen und zeigten:

ihr müsst mit uns rechnen – ne lache rien – Oben bleiben

 

„I am ashamed of how badly we use public funds and of the fact that in Europe the fundamental rights of the populations are so clearly ignored”. Shockingly, this was the conclusion of one of the MEPs on the European Parliament’s Transport Committee. Yup, that’s the outfit that has defined the HS2 corridor, captured in the EC TEN-T plans.  strasbourg-hs2

Mit diesem statement beginnt ein Bericht über den Tag in Strasbourg im blog unserer englischen Mitstreiter*innen.

siehe dazu mehr unter:

http://stophs2.org/news/16296-european-parliament

Elefant-HS2

Eine Variante des Liedes „Blanche Hermine“ gegen die aufgezwungenen unnützen Großprojekte

In Notre-Dame des Landes ist eine neue Version des bekannten Liedes von der Wut über die Zerstörung der bretonischen Küste „La blanche hermine“ („Da sind sie ja, der weiße Hermelin, die Möwe und der Stechginster, nieder mit dem Öl und dem Beton!“ ) entstanden:

Wer es hören und die Dias sehen will, es ist zu finden bei https://youtube und dann: .com/watch?v=LG-JoVe-ltw

Alterenvies, non aux GPIIII: La variante de Guy Pean: «La blanche hermine » de Gilles Servat

La voilà la blanche hermine 
Vive la mouette et l’ajonc +
La voilà la blanche hermine
A bas pétrole et béton

D‘ Notre Dame à Lyon-Turin _
Et de Bure à Echillais
1000 bovins ou 1000 lapins
On est tous des vaches à lait
Tous ces ouvrages ambitieux
Doivent ramener le plein emploi +
Mensonges’et projets d’mafieux
Politiques sans foi , ni loi

Refrain:
Les voilà les Grands Projets
Inutiles et Imposés +
Les voilà les GPII
Pollution de notre vie
Tous ces ouvrages ambitieux
Doivent ramener le plein emploi _
Mensonges’et projets d’mafieux
Politiques sans foi , ni loi
Y’a même des grands projets bio
Ils nous prennent pour des idiots +
Ces GPI.. deviennent verts
Pour nourrir les actionnaires

Refrain
Y’a même des grands projets bio
Ils nous prennent pour des idiots _
Ces GPI deviennent verts
Pour nourrir les actionnaires
L’obsolescence programmée
L‘ crédit , la publicité +
Garantissent la destinée
De ces projets imposés

Refrain
L’obsolescence programmée
L‘ crédit , la publicité _
Garantissent la destinée
De ces projets imposés
Où allez vous jeunesse ‚ candide
De Sivens à Notre dame
Où allez vous jeunes’intrépides +
Voulant rallumer la flamme

Refrain
Où allez vous jeunesse candide
De Sivens à Notre dame
Où allez vous jeunes’intrépides _
Voulant rallumer la flamme
Ils veulent bétonner nos vies
Pour augmenter leurs profits +
Ces projets de l’ordre marchand
Polluent l’avenir d’nos enfants

Refrain
Ils veulent bétonner nos vies
Pour augmenter leurs profits _
Ces projets de l’ordre marchand
Polluent l’avenir d’nos enfants
Aux futures générations
Du béton comme horizon +
On les envoie dans le mur
Représailles de Mère nature

Refrain
Ces GPI Imposés
Imbéciles, Inadaptés _
Inhumains, Irresponsables
Inconscients, Inacceptables
Insoutenables et Inquiétants
Insalubres , Incohérents +
Inefficaces , Insolents
GPI ..à l’infini …..

Refrain
Aux futures générations
Du béton comme horizon _
On les envoie dans le mur
Représailles de Mère nature
On veut du silence , du temps
On veut vivre dans la lumière +
On veut aimer nos enfants
On veut cultiver nos terres

On veut du silence , du temps
On veut vivre dans la lumière +
On veut ..aimer….. nos enfants
On…. veut… cultiver…. nos….. terres
2016

Und hier auf Deutsch

Refrain:

Ja, der weiße Elefant,

das ist ein tückisches Geschenk,

er schad’t der Umwelt und dem Land

und wird auch Großprojekt genannt.

1)

Von Notre Dame bis Lyon-Turin

wer’n wir gemolken ausgesogen.

bei Milch und Fleisch von 1000 Kühen

ohne Sonne aufgezogen.

Da wird vom Glück in schnellen Zügen

von Vollbeschäftigung geschwätzt,

doch Politik und Mafia lügen:

Der Profit macht das Gesetz.

Refrain

2)

Alterungsschäden vorgeplant,

von Presse, Werbung und Kredit –

Für lange Haltbarkeit sind aufge-

zwung’ne Großprojekte nit.

S’gibt sogar Bio-Großprojekte –

Nein, ich bin doch kein Idiot:

Ich weiß: die grün verpackten Akten

sind nur für Aktionäre gut.

Refrain

3)

Sie wollen’s Leben betonieren

um Profit zu garantieren,

auf dass ihr Großprojekt floriert,

wenn die Welt auch explodiert.

So hätt’ die nächste Generation

als Horizont nur noch Beton

Man schickte sie ins Unglück nur –

S’wird die Vergeltung der Natur.

Refrain

4): Un, un, un

Ungezügelt, unerlaubt

Steuern,  saubere  Luft geraubt

unglaubwürdig,             ungeniert

unerwünscht,        doch ungerührt.

Diese Bauten sind unmenschlich

unverantwortlich  und  dumm

ungeeignet,        ungesund

stehen unsinnig herum

Refrain

5)

Doch von Sivens bis Notre Dame

die Jugend mutig vorne dran,

Ihr geht aufs Ganze, dass Ihrs schafft,

und die Flamme neu entfacht.

Wir wollen unsre Kinder lieben

Wir woll’n Licht und Zeit dazu

Wir woll’n unsre Erde pfleg’n

Wir woll’n die Dinge tun in Ruh.

Refrain

Wir wollen Dinge tun in Ruh

Wir woll’n Licht und Zeit dazu

Wir woll’n unsre Kinder lieben

Wir woll’n      unsre     Erde         pflegen.


 

Grußadresse an das Festival in Notre Dames des Landes

Stuttgart, le 6 octobre 2010d7869417-2ff6-4cdf-819e-d38e962c1265

Chers amis du « Grand Ouest »,

Nous du mouvement contre Stuttgart 21, vous souhaitons que votre manifestation du 8 octobre soit couronnée de succès, qu’elle soit large, puissante et efficace ! Que cet aéroport superflu et démesuré ne soit jamais construit ! Que l’on ne chasse jamais les anciens et nouveaux habitants de la ZAD ! Votre œuvre commune du nouvel hangar sera votre témoin de l’esprit de solidarité et d’entraide qui s’est créé dans vos actions, qui persiste et se répand ! Que le chant de vos bâtons puisse devenir un chant de gaieté et de paix !

Nous sommes pleins d’admiration et de respect devant votre courage et votre résistance, parce que vous ne luttez pas seulement contre le méga-aéroport, malgré toutes les répressions brutales et perfides des autorités de l’État auxquelles vous êtes exposées. Mais vous avez lancé de nouveaux projets, dans l’agriculture et l’élevage, dans la création, et aussi pour la vie commune. Nous avons présenté à Stuttgart votre film sur la ZAD, sur votre résistance, votre joie de vivre et votre esprit solidaire ; il a trouvé un écho très positif. C’est cela qui montre le chemin pour l’avenir, et non pas les grands projets destructeurs.

À Stuttgart, où la gare souterraine avec ses 60 km de nouveaux tunnels est maintenant officiellement en construction, nos ingénieurs de la résistance contre ce projet ont développé de nouveaux plans : des plans pour bifurquer vers la transformation de ce chantier gigantesque en un projet positif pour les gens et pour l’environnement, en conservant la gare existante qui fonctionne très bien, et en économisant ainsi 6 milliards d’euros qu’ils sont en train de gaspiller malgré nous.

Nous pensons à vous tous, à votre manifestation et à votre lutte, et vous envoyons nos salutations solidaires – informez-nous sur tout ce qui se passe.

On lâche rien ! Oben bleiben !

Elefant-Notre-Dame

Liebe Freunde,

wir in Stuttgart von der Bewegung gegen Stuttgart21 wünschen euch für eure Großdemonstration „Que résonnent les chants de nos bâtons“ – „Lasst die Lieder unserer Stöcke erklingen“ am 8. Oktober  viel Erfolg! Möge sie breit, kraft- und wirkungsvoll sein. Auf dass der überflüssige und überdimensionierte Flughafen nie gebaut werde! Auf dass die alten und neuen Bewohner der ZAD niemals vertrieben werden! Euer gemeinsames Werk der neuen Lagerhalle wird vom Geist Eurer Solidarität und gegenseitigen Hilfe zeugen, der in Euren Aktionen entstanden ist, weiter lebt und sich verbreitet. Auf dass der Gesang Eurer Stöcke in Zukunft von Freude und im Frieden klingen kann!

Große Bewunderung und Respekt haben wir für euch und euren Widerstand, weil ihr in NDDL nicht einfach ’nur‘ gegen den Großflughafen kämpft, trotz der oft brutalen bzw perfiden Repressionen, denen ihr immer wieder von Seiten der Staatsgewalt ausgesetzt seid. Sondern ihr habt darüberhinaus neue Projekte ins Leben gerufen wie in der Landwirtschaft, in der Kultur, ja sogar neue Formen des Zusammenlebens ausprobiert. Wir haben mit sehr positiver Resonanz euren Film über euren Widerstand und euer Leben gezeigt. Das sind Projekte, die in die Zukunft weisen, nicht die zerstörerischen Großprojekte.

Auch in Stuttgart, wo der Bau des Tiefbahnhofs mit seinen 60 km neuer Tunnel jetzt offiziell begonnen ist, haben jetzt Ingenieure aus dem Widerstand neue Pläne entwickelt, wie man aus dieser angefangenen Riesenbaustelle in ein viel besseres und für die Menschen positives Projekt umsteigen und den alten funktionierenden Bahnhof erhalten kann. Und dabei 6 Milliarden € einspart, die sie gerade gegen unseren Willen verschleudern.
Wir denken an Euch alle und schicken euch sehr solidarische Grüße – informiert uns über alles.

ON LACHE RIEN  und OBEN BLEIBEN!

Margarita im Namen der Gruppe Stuttgart21 ist überall