Am 17. bis 19. Juli 2015 zum 5. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte in Friaul / Italien!

Mega-Projects-1-Kopie-No GOII Bagnaria Arsa

Das 5. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte findet in Bagnaria Arsa in Friaul (Venetien, Italien) statt. Seit 2011 bieten diese Foren AktivistInnen aus verschiedenen Ländern Europas und darüber hinaus die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und über die Hintergründe solcher Projekte zu diskutieren. Aus der Bewegung gegen Stuttgart 21 waren wir mit anderen von Anfang an dabei.

Der Erfahrungsaustausch hat uns gezeigt, dass dieser Austausch für den Widerstand wichtig ist, weil bei verschiedenen Großprojekten sehr ähnliche Mechanismen am Werk sind: Es geht nirgends um Nutzen für die große Masse der Bevölkerung. Hinter diesen Planungen steckt aber auch viel mehr als schlecht informierte PolitikerInnen, die sich ein Denkmal errichten wollen. Es geht bei Projekten wie Stuttgart 21 um massive Profitinteressen.

Die internationale Vernetzung begann Anfang 2010 mit dem Zusammenschluss von Initiativen gegen Hochgeschwindigkeitszüge aus Frankreich, Spanien und Italien im baskischen Hendaye. Als in den folgenden Monaten der Widerstand gegen Stuttgart 21 zu einer international beachteten Massenbewegung anschwoll, entstanden Kontakte zu uns. Das erste Forum fand im August 2011 statt, organisiert von der NoTAV-Bewegung im italienischen Susatal gegen die überflüssige Hochgeschwindigkeitsstrecke durch die Alpen von Turin nach Lyon. Die folgenden Foren wurden ausgerichtet vom Widerstand gegen den unsinnigen Flughafen-Neubau in Notre-Dame-des-Landes (Juli 2012), von uns gegen Stuttgart 21 (Juli 2013) und vom Widerstand gegen den massiven hochgiftigen Goldbergbau im rumänischen Rosia Montana (Mai 2014).

Jedes Forum hatte seine Besonderheiten. Beim dritten Forum legten wir großen Wert auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge von Großprojekten. Nachdem die ersten drei Foren von Bewegungen gegen Verkehrsinfrastruktur-Großprojekte dominiert waren, beteiligten sich beim vierten Forum auch Bewegungen gegen Bergbau-Großprojekte und gegen Fracking.

Das fünfte Forum wird jetzt wieder von Gegnern eines Hochgeschwindigkeits-Zugprojektes, aber auch gegen Offshore-Rückvergasung in der Adria organisiert, von No Tav Bagnaria und Controlatav di Porto-gruaro. Als drei Schwerpunkte sind geplant: Nutzung und Missbrauch von Ressourcen, Korruption und Mafia – Infiltrierung in Großprojekte, Demokratie und Recht auf Widerstand. Der Arbeitskreis „Stuttgart 21 ist überall“ will auf dem Forum eine Veranstaltung zum Thema Repression gegen Protestbewegungen in Europa organisieren.

Die Website für das Forum http://www.notavfvg.altervista.org/index.php/5d-forum-uimp.html ist noch im Aufbau.  Dort werden Angaben zu Anreise, Unterkunft und Aufenthalt in der Umgebung sowie die Informationen zum Programm der drei Tage veröffentlicht.

Für alle Interessierten organisieren wir ein

Vorbereitungstreffen am 23. Juni um 18.30 im Parkschützerbüro.

Der Arbeitskreis „Stuttgart 21 ist überall“ trifft sich dienstags in den geraden Wochen um 18.30 Uhr im Parkschützer-Büro, Urbanstr. 49A.

Aus Bagnaria Arsa /Friaul erhielten wir folgenden Text:

No Tav Bagnaria Wir sind ein kleines Komitee, das seitüber 9 Jahren gegen den Bau des TAV (Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke) in unserem Gebiet kämpft.

Wir sind von zwei TEN-T-Korridoren betroffen, dem Korridor 1 vom Baltikum bis zur Adria und dem Korridor 3 vom Mittelmeer bei Algeciras bis an die ukrainische Grenze.

Wir haben keine eklatanten Aktionen gestartet und keine größeren Kundgebungen veranstaltet, unsere Haupttätigkeit besteht darin, die Bürger und die örtlichen, regionalen und nationalen Stellen zu informieren. Die Desinformation durch die Medien lullt die Menschen ein und hält sie in dem Glauben, dass diese Megaprojekte Arbeit, Fortschritt und Wohlstand brächten. Deshalb halten wir Bürgerversammlungen ab und laden Experten ein, um das Gegenteil zu belegen.

Wir haben uns bereit erklärt, das 5. Forum auszurichten, um auch andere Bürgerinitiativen vorzustellen, die in unserer und benachbarten Regionen aktiv sind.

Die größten Probleme bereiten neben dem TAV in Friaul-Julisch-Venetien, in Venetien und in Trentino-Südtirol

  • der Bau der Offshore-Rückvergasungsanlagen im Golf von Triest,
  • die Wasserprivatisierung in den Bergen und in der Ebene,
  • der Bau von Überlandleitungen,
  • der Bau der Autobahn Orte – Venedig,
  • der Bau der Flutschutzwehr MOSE und
  • die Durchfahrt der Kreuzfahrtschiffe in Venedig.

Mit diesem Forum wollen wir das Treffen verschiedener Gruppen, den Erfahrungsaustausch untereinander und die Suche nach neuen Strategien ermöglichen, aber auch die Leute anhand unseres Beispiels ermuntern, sich stärker für das gemeinsame Wohl einzusetzen.

                               Schließt euch uns an!                                        

http://www.notavfvg.altervista.org/index.php/5d-forum-uimp.html

Bitte unbedingt anmelden bitte auf

http://www.notavfvg.altervista.org/

Auf Italienisch siehe die Links der italienischen Bewegung:

www.notavtorino.org
www.notav.info
www.notav.eu
www.autistici.org/spintadalbass