Hamburgs Stuttgart 21 – Bahnhofsverlegung Altona

Zu Gast bei  der  396.Montagsdemo :

Michael Jung, Sprecher der Bürgerbewegung Prellbock-Altona ( siehe youtube – video ab 40)

Michael Jung:

„Die Deutsche Bahn und die Stadt Hamburg planen, den – inmitten eines lebendigen Stadtteils mit mehr als 250.000 Einwohnern im Schnittpunkt zweier belebter Fußgängerzonen gelegenen – Kopfbahnhof stillzulegen und ihn knapp zwei km nördlich in eine Einöde von Gewerbegebieten, Friedhöfen und Kleingartenanlagen zu verlagern.“ …..Rede in ganzer Länge nachzulesen bei

http://www.bei-abriss-aufstand.de

 

Beeindruckend seine Analyse der Hintergründe des Projekts und die Vorgehensweise der  Betreiber und der ihnen dienenden Politik und der Medien.

Deutliche Paralellen zu Stuttgart 21 sind überall zu entdecken, um hier nur einzelne zu nennen:

  •  Hamburg Altona ist ein Immobilienprojekt
  • Die Investoren teilweise dieselben, allen voran ECE,
  • Von Betreibern und Politik wird getrickst, gelogen, geheim gehalten
  • die Vorgehensweise der Betreiber ist immer gleich. In Hamburg zunächst: Falsche Behauptungen zum Nutzen des Projekts, Verschweigen durch die riegungsfreundlichen Medien,  Mißachtung der Argumente der Kritiker
  • die Interessen der Allgemeinheit werden in einem unvorstellbaren Ausmass ausser Acht gelassen
  • das Allgmeinwohl spielt keine Rolle, ausschliesslich die Profititeressen der beteiligten Betreiber

Die sich gleichende Vorgehensweise der Betreiber macht sie aber auch vorhersehbar. Wir können einschätzen, welche Schritte folgen werden. Wir bleiben in Verbindung.

Mittendrin bleiben  – Oben bleiben

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Nantes-Atlantique ist doch eine Alternative zu Notre Dame des Landes !

Anmerkung zum folgenden Brief aus Notre Dame des Landes, der uns eben erreichte:   Nantes Atlantique ist der existierende Flughafen in Nantes

 

Veröffentlicht am  24. November 2017 von Alain

Wenige Tage vor der Abgabe des [von der neuen Regierung in Auftrag gegebenen] Mediatorenberichts veröffentlichte das Bürgeratelier, das seit 2014 die Analysen des CéDpa [Übersetzung s.u.] über den [bestehenden Flughafen von] Nantes-Atlantique verfolgt hat, seine seit Juni im Rahmen der Mediation geleisteten Arbeiten:

Ausgehend von der Hypothese, dass der Flughafen von Nantes-Atlantique erhalten bleibt, wollten wir die Kapazitäten des gegenwärtigen Flughafens daraufhin überprüfen, wie weit sie den für NDDL geltenden Voraussagen entsprechen: Kann er im Jahre 2040 problemlos neun Millionen Passagiere aufnehmen, ohne die Lebensbedingungen der vom Fluglärm betroffenen Bewohner zu verschlechtern und ohne die Entwicklung des Ballungsgebietes zu verhindern, wie es die Abgeordneten wünschen?

Bei Vertiefung aller Themen – der Ausdehnung des Flughafens und der Neustrukturierung der Umgebung, der Flugbahnen, der Piste, der Folgen des Erhalts für den Städtebau, für die Finanzen und die Arbeitsplätze – können wir behaupten, dass der Umbau von Nantes Atlantique tatsächlich eine Alternative zum zerstörerischen Projekt von Notre-Dame-des-Landes ist.

Die Karten der Lärmzonen, die vom Büro Adecs Air Infra simuliert wurden, zeigen klar auf, dass der technische Fortschritt im Flugzeugbau die zahlenmäßige Erhöhung der Flugbewegungen ausgleichen wird, was nun auch  von der Generaldirektion der zivilen Luftfahrt anerkannt wurde. Zwischen der heutigen Lage und 2040 wird es keine Verschlechterung geben. Im Gegenteil, die Flächen, die für den Städtebau eingefroren waren, werden schon jetzt substantiell verringert. Wenn endlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um die direkt betroffenen Anwohner zu schützen (Nachtflugverbot zwischen 23 und 6 Uhr), kann der Flughafen von Nantes-Atlantique sehr wohl den Bedürfnissen der Fluggesellschaften und der Siedlungen entsprechen. Und wetten, dass ein Wink: „Wie wär’s mit `ner Reise nach Nantes?“ gut ankäme…?

CéDpa und Bürgeratelier

NB : die Karte des Lärmvergleichs finden Sie auf der Webseite des CéDpa und des Bürgerateliers

ACIPA (interkommunale Bürgervereinigung der vom Flughafenprojekt von Notre-Dame-des-Landes betroffenen Bevölkerung)

Postadresse:  ACIPA, BP 5  Notre-Dame-des-Landes 44130  France

CéDpa – Collectif d’élus  Doutant de la pertinence de l’Aéroport de Notre-Dame-des-Landes [Kollektiv der Abgeordneten gewählter Volksvertretungen, das die Stichhaltigkeit des Flughafenprojekts von Notre-Dame-des-Landes in Zweifel stellt]
Mairie, 44130 Notre-Dame-des-Landes

Belgrad – Stuttgart 21 auf dem Balkan

An den Ufern der Save soll ein neues Luxusviertel für Reiche entstehen. 30 Jahre Bauzeit sind eingeplant. Baufirmen und Investoren kommen aus Dubai.

Der Bürgermeister spricht von Chancen für die Infrastruktur und Wirtschaftsentwicklung.

Die Kritiker jedoch sehen einen Ausverkauf einer Stadt. Dem Bürgermeister u.a. werden kriminelle Machenschaften und Korruption vorgeworfen. Eine öffentliche Einlassung seiner Ehefrau legt den Verdacht nahe.

Die Bevölkerung von Belgrad ist wachgerüttelt und protestiert:

Hier die Geschichte zum Nachlesen:

http://www.mdr.de/heute-im-osten/ostblogger/belgrad-protest-gegen-waterfront-100.html

 

Zukunftsvision der neue city der Superreichen

 

so sieht es imm im Moment aus. Weitere Bilder der Riesenbaustelle im o.g. Bericht.

 

 

 

Klimakonferenz in Bonn – Demonstration am Samstag 11.Nov 2017

Rede von Volker Lösch zu Stuttgart 21

 

 
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!
Wir sind Aktivistinnen und Aktivisten, die seit über 10 Jahren gegen Deutschlands teuerstes,
sinnlosestes und dümmstes Infrastrukturprojekt kämpfen. „Stuttgart21“ ist eine skandalös
korrupte Gelddruckmaschine für die Bau-und Immobilienwirtschaft.
Mit unzähligen seriösen Gutachten und Untersuchungen beweisen wir seit Jahren, dass es sich bei
„S21“ um einen Rückbau handelt und dass mit Milliarden von Steuergeldern in Stuttgart ein
Bahnhof entstehen soll, der weniger leisten würde als der jetzige Kopfbahnhof.
Aber alle
Fakten, die mehrfach zum Abbruch des Bauprojekts hätten führen müssen, werden
von der Mehrheit der politischen Parteien ignoriert. Sie legitimieren ihre „S21“-Politik immer wieder
mit einer Volksabstimmung, deren inhaltliche Grundlagen inzwischen alle entfallen sind. Jeder in
Stuttgart weiss, dass es bei „S21“ immer um Baugrundstücke und schnellen Profit ging und nie um
einen fortschrittlichen Bahnhof. Alle wissen, dass der Schienenrückbau nicht im Interesse der
Menschen, sondern allein wegen der Auto- und Immobilienlobby stattfinden soll.
Und dennoch wird weitergebaut. Die nächste Kostenexplosion auf vermutlich 10 Milliarden Euro
und der nächste Zeitverzug auf vermutlich 2026 werden in der Dezembersitzung des Aufsichtsrats
der Deutschen Bahn zugegeben werden. Das Projekt ist de facto schon lange gescheitert, es ist
aber noch nicht beendet. Und deswegen kämpfen wir auch im achten Jahr mit inzwischen fast 400
Montagsdemos in Folge und vielen Großdemos und Initiativen weiter, juristisch und aktivistisch –
und wir werden nicht aufhören zu protestieren, bis diesem neoliberalen Spuk ein Ende bereitet
wird!
Das große Durchhaltevermögen dieser Bewegung ergibt sich auch daraus, dass wir sehr früh
erkannt haben, dass es in Stuttgart um mehr als nur einen Bahnhof geht. Der Slogan „Das Prinzip
S21 ist überall“ beschreibt anschaulich, dass „S21“ für viele sinnlose Großprojekte steht.
Großprojekte, die ohne Anhörung der Bevölkerung geplant und auf den Weg gebracht werden.
Großprojekte, die dann juristisch kaum zu stoppen sind.
Großprojekte, die für einen rücksichtslosen und rein expansiven Wachstumsbegriff stehen.
Großprojekte, die monopolistische Marktmächte etablieren.
Großprojekte, deren Bau mit Lärm und Gestank zur Dauerbelastung werden.
Großprojekte, die für die Allgemeinheit die Lebensqualität mindern.
Großprojekte, die die Steuerzahler mit Staatsgarantien finanzieren und
die dann wenigen viel Geld und vielen nichts bringen.
Großprojekte, die die Städte an Investoren ausverkaufen.
Großprojekte, die urbane Räume in Konsumghettos verwandeln.
Großprojekte, die Städte zu gated communities für Besserverdienende und Reiche machen.
Großprojekte, die Arme und Schwache ausgrenzen und verdrängen.
Großprojekte, die der Umwelt und dem Klima nachhaltig schaden.
Großprojekte, die den Klimawandel beschleunigen!
Und in dieser brutalen Form der scheinbar alternativlosen, profitgetriebenen Ökonomie ist auch
„Stuttgart21“ ein Synonym für einen
beträchtlichen Klimaskandal.
……………….
weiterlesen unter
Ein herzlicher Gruß aus Stuttgart an die Welt:
Kohle bleibt unten, Bahnhof bleibt oben. Wir werden OBEN BLEIBEN!

 

Unnützes, sinnloses, aufgezwungenes Bahnprojekt in München

Wie mit dem Tunnelwahnsinn in Stuttgart plant die DB ein absurdes Bahnprojekt in München, obwohl es sinnvolle Alternativen gibt.

Die Initiatoren einer  S-Bahn-Alternative haben eine Petition lanciert und rufen zur Teilnahme an der Verhandlung vo dem Verwaltungsgerichtshof auf. Hier der  Aufruf aus München:

 

Liebe UnterstützerInnen der Petition »S-Bahn-Ausbau JETZT“:

Für die von uns gemeinsam angestrebten Klagen gibt der Verwaltungsgerichtshof (VGH) folgende Termine für die mündliche Verhandlung bekannt:
Donnerstag, den 16. November sowie Freitag, den 17. November 2017, jeweils am Vormittag ab 9:30 Uhr.
 

Sollte weiterer Verhandlungsbedarf über diese zwei Tage hinaus bestehen, wird das Gericht mit den Beteiligten die Fortsetzung am Endes des zweiten Verhandlungstages abstimmen.

Die Verhandlung ist öffentlich

im großen Sitzungsaal des Verwaltungsgerichtes (VG) München in der Bayerstraße 30, nahe Hauptbahnhof, S-Bahn, U4, U5, Tram 16
Wir würden uns freuen, wenn Sie den Termin mit uns gemeinsam wahrnehmen und uns unterstützen.
 

Verein der Bürgerinitiative Haidhausen S-Bahn-Ausbau
www.s-bahn-ausbau.de     

Aber in München treibt die Deutsche Bahn ihr sinnloses, umweltfeindliches und sündhaft teures Projekt „2. Stammstrecke mit Tunnel“ weiter, obwohl das Projekt ein vernünftiges öffentliches Verkehrssystem in Bayern mindestens 20 Jahre verhindern würde.  Erst nach 10 bis 12 Jahren Bauzeit und daraus resultierender Umweltvergiftung (Abgas, Staub, Zerstörung von funktionierenden Einrichtungen und wertvollen Grünanlagen) würde die Region München eigentlich sogar eine Verschlechterung der Verkehrssituation mit noch schlechteren Emissionenwerten erreicht haben. 

 

Jedoch ein Ringsystem, wie bereits teils geplant, auf vorhandenenen Gleisen und DB-Grundstücken und ohne Tunnel würde das Problem sofort entlasten und langfristig mit relativ geringfügigen Ausbauten gut lösen.  Sogar Finanzmittel für den Ausbau der regionalen Strecken würden freigesetzt!  Jedoch Bundesregierung, Bayerische Staatsregierung, Münchner Stadtrat-Großkoalition und OB wollen weiter rücksichtlos in die Finanz-, Verkehrs- und Umweltkatastrophe steuern! 

 

Fehlplanung und Fahrlässigkeit bei D-Bahn-Projeken, zwei weitere Beispiele:

–Die Tunnel-Planung und -Arbeiten der Bahn für die neue Rheintalstrecke Baden-BadenRastatt ist schiefgegangen, dass nun die Hauptschlagader des deutschen und internationalen Personen- und Güter-Bahnverkehrs voll auf unbestimmte Zeit gesperrt werden muss.  Alle sonstigen Anrainerländer, von den Niederlanden bis Süditalien, sind fertig mit Ihren Verbindungen.  Mehrkosten des D-Bahn-Projekts unbekannt. 

–Dazu das Projekt „Stuttgart 21„: Nach Verkehrsexperten könnte der geplante sinnlose Tunnelbahnhof (mit nur acht Gleisen) pro Stunde maximal 32 Züge bewältigen, viel weniger als der jetzige Kopfbahnhof, obwohl die jetzigen Kosten immer steigen. Das jetzige Projekt führe zu mehr Autofahrten im Straßennetz des Großraums Stuttgart.  Bei sofortigem Ausstieg könnten noch 4,6 Millionen Tonnen an Treibhausgasen eingespart werden.“