ganz aktuell – Brief aus Straßburg

Hallo Liebe Freunde,                  

Ich hab ein paar Neuichtkeiten aus dem (noch) schönen Elsass !

Heute morgen in Griesheim sur Souffel sind wieder gewaltlose Gegner die Maschienen blockierten von den Gendarmen brutal angregriffen worden.

Alsace Nature hat das video auf seiner facebook-page veröffentlicht.

https://www.facebook.com/AlsaceNature/videos/524851871347683/

https://www.facebook.com/AlsaceNature/?__tn__=%2CdkCH-R-R&eid=ARCfdOkn6SY6-osfMR0sLJho5R7cvGOpqaN9VebzXbm2LlwlHzZ_HXe8zTL9XIwCi5dJdDrzfrURDUHs&hc_ref=ARRqA_yJyKcI0TZwsfUjGFoLHSRkqpvz2jONboHHkhPZjL1AichmXfJKBYWuQn4Kkm4&fref=nf&hc_location=group

Am selben Moment in Straßburg hatte das „Tribunal administratif“ (Verwaltungsgericht) eine Audienz bezüglich der Genehmigungen der Arbeiten. Der öffentliche Referent (Rapporteur public dessen Ansichten sehr oft vom Gericht gefolgt werden) hat das Gericht nach der Annulierung dieser Genehmigungen gefragt. Das Urteil wird jedoch erst am 28/11 fallen.

https://www.dna.fr/actualite/2018/11/14/les-travaux-preparatoires-du-gco-en-sursis

Wird das Verwaltungsgericht die Genehmigungen und danach auch die angelaufenen Rodungen und Agholzungen für illegal anekennen ?

Das wäre für uns eine Belohnung.

Gestern wurden die Hungerstreiker im Europa-parlament von den Grünen abgeordneten empfangen. Auf dem Photo erkenne ich Eva Joly, José Bové, Karima Delli (Präsidentin des Verkehrsauschusses des Parlaments die mit Pfeffergas von Gendarment in Kolbsheim verletzt wurde). Vielleicht erkennt Ihr manche Deutsche Abgeordnete ? Die DNA-Zeitung hat keine Namen unter das Photo geschrieben.

https://c.dna.fr/environnement/2018/11/14/les-grevistes-de-la-faim-soutenus-par-des-deputes-europeens

Die Union der protestantischen Kirchen von Elsaß und von Lothringen (50 Pastoren) und der Protestantische Bund von Frankreich haben dem Präsident Macron geschrieben dass jeder Tag ein anderer Pfarrer während eines Tages fasten wird.

Alsace Nature haut auch folgenden offenen Brief an den Prefet geschickt (Der Prefet ist der Repräsantant des Staates und chef der Gendarment und Polizisten) in Straßburg geschickt : http://alncivi.fne-apne.net/civicrm/mailing/view?reset=1&id=1252

Am Freitag findet auf dem KleberPlatz wieder ein Solidaritätsfasten statt.
Am letzten Freitag war die Filmemacherin Marie-Monique Robin dabei (Monsanto, mit Gift und Genen, https://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Monique_Robin ) https://c.dna.fr/actualite/2018/11/09/collectif-gco-non-merci-une-quadruple-action-a-strasbourg-et-paris

Vor der Bank Crédit Agricole in Strasburg wurde am selben Moment demonstriert. https://www.facebook.com/Nongcoalsace67/videos/323860721737101/
In Paris haben am selben Tag Paris haben junge Aktivisten eine Aktion vor dem Sitz von VINCI AUTOROUTES (https://www.facebook.com/274575053192150/videos/724702264553493/) und dem Umweltministerium unternommen.

Wir wünschen Johannes Becker viel Erfolg in seiner Konferenz über die Bodennützung in der Pfalz. Wäre es möglich später einmal diese Konferenz bei uns im Elsass vorzustellen ?

Mit freundlichen Grüßen

Duttlenheim

Flensburg: Mächtige, 140 Jahre alte Bäume sollen für ein Parkhaus gefällt werden

140 Jahre alte Bäume müssen einem Parkhaus weichen. Sie denken diese Zeiten sind vorbei? Nicht in Flensburg. Verhindern Sie die Zerstörung eines Teils einer historischen Allee in einem artenreichen Biotop.

Am Hang zwischen der Schleswiger Straße und der Bahnhofstraße in Flensburg befindet sich ein Waldstück in dem es noch einen Teil der Valentiner Allee gibt. Diese wurde um 1880 geplanzt und verlief einst am (inzwischen zugeschütteten) grossen Mühlenteich entlang.

Eine Investorengruppe will dort nun im Zuge ihres Bauvorhabens einen Teil der Bäume fällen um ein Parkhaus in den Hang bauen zu lassen. Die Rodung könnte bereits ab dem 01.12.2018 erfolgen!

Es ist also Eile geboten um dieses Szenario zu verhindern!

Deshalb fordern wir von der Flensburger Bürgermeisterin, dem Stadtpräsidenten, der Stadtverwaltung und der Politik:

  • Die bestehende Bauplanung nicht zu genehmigen und eine neue Planung zu erwirken, die den Wald unberührt lässt.
  • Dass die Planung grundsätzlich und insbesondere im öffentlichen Interesse geprüft und dokumentiert wird. Zu den öffentlichen Aspekten zählen wir hier ausdrücklich auch ökologische Aspekte nach zukunftsorientierten Maßstäben!

Wir appellieren ebenfalls dringend an die Investoren, die bestehende Planung zu überdenken. Auch mit Hinblick darauf, dass das Verkehrsministerium im Zuge ihrer Zielvereinbarung „Deutschland-Takt-Konzept“ (Umsetzung bis 2030) mit der Deutschen Bahn eine Verlegung des Bahnhofes an einen anderen Standort nahelegt.

Wie die Investoren als auch die Stadtverwaltung begrüßen wir die Aufwertung des Bahnhofsviertels. Die Zerstörung eines unwiederbringlichen Kulturdenkmals und Biotops zugunsten eines Parkhauses steht für uns im direkten Gegensatz dazu. Zumal das Bauvorhaben durch Veränderung der Hangstatik mehrere denkmalgeschützte Gebäude an der Schleswiger Straße gefährdet.

Der erhaltene Teil der Valentiner Allee fällt unserer Meinung nach definitiv unter das Landesdenkmalschutzgesetz und der geplante Eingriff wäre demzufolge unzulässig!

Der Erhalt von Naturflächen, insbesondere solche mit über 100 Jahre alten Bäumen, ist Grundlage für ein gesundes und lebendiges Stadtviertel. Wir denken sogar, diese sind für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder unverzichtbar.

Wir befürchten einen schwerwiegenden Entschluss zum Nutzen kurzfristiger Vorteile für … Wen?

Roald Christesen
Hanna Kalkutschke

Bitte helfen Sie mit, diesen Baumfrevel zu verhindern und unterzeichnen Sie die Petition:

https://www.change.org/p/140-jahre-alte-flensburger-brauchen-unsere-hilfe/psf/promote_or_share?source_location=petition_show

Herzlichen Dank !

mehr Güterverkehr auf die Schiene

Übersetzung AK Stuttgart21ueberall   Foto: amis de la terre

Wiederaufnahme des Schienengüterverkehrs zwischen Calais und Turin – Die Regierung ist noch weit vom Ziel entfernt.

6. November 2018 – Die Regierung gab heute bekannt, dass die Güterbahnstrecke zwischen Calais und Turin wieder genutzt werden soll. Ein sehr gutes Signal für die „Amis de la Terre“ („Freunde der Erde“, http://www.amisdelaterre.org/) in Frankreich, aber das reicht nicht.

Im Jahr 2013 verpflichtete sich die Regierung, bis 2020 auf vier Schienenautobahnen umgerechnet 500.000 Lkw/Jahr von der Straße zu bringen. Seitdem der Güterbahnverkehr seinen Niedergang fortgesetzt hat, sind das leere Worte. Die „Amis de la Terre“ in  Frankreich begrüßen heute den Wunsch der Regierung, diesen Trend umzukehren, fordern aber Maßnahmen, die den gesetzten Zielen und den Gesundheits- und Klimaherausforderungen entsprechen.

Nach Angaben der Regierung ist das Ziel dieser neuen Linie, jährlich umgerechnet 40.000 Lkw von der Straße zu nehmen. Für Daniel Ibanez, Sprecher von  „Amis de la Terre“ für den Güterbahnverkehr, geht die Rechnung nicht auf: „Allein auf dem Abschnitt Ambérieu – Turin könnte mit der vorhandenen Infrastruktur eine Million Lastwagen von der Straße genommen werden. Dieser Abschnitt ist einer der strategisch wichtigsten zur Verringerung der Luftverschmutzung in den Alpentälern, da können wir uns nicht mehr mit minimalistischen Maßnahmen zufriedengeben.“

Die Wiederaufnahme des Abschnitts Ambérieu – Turin ist eine unverzichtbare Maßnahme, um die Transportfirmen bei der Abkehr vom LKW-Verkehr zu unterstützen: „Heute sind die Transportunternehmen dazu bereit, weil der Güterbahnverkehr über die Alpen billiger ist als der LKW-Verkehr. Das nächste Mobilitäts-Richtliniengesetz muss die Verpflichtung eines alternativen Schienenverkehrsdienstes enthalten, mit Genehmigungen, die der bestehenden Schienenkapazität entsprechen“, schloss Daniel   Ibanez.

 

http://archives.lesechos.fr/archives/cercle/2013/09/08/cercle_79340.htm

Brief aus San Sebastian

Die Berichte von unseren Freunden aus San Sebastian erinnern an das Vorgehen der Betreiber und Bauherren in Stuttgart.

„Wir sind jetzt plötzlich auch in der Phase, wo es vielleicht das Wichtigste ist, zu zeigen, dass wir weiter da sind, um zu stören und aufzuklären. Mit Ausdauer . Die Bauarbeiten gehen im Riesentempo voran und die Beschwerden über die Begleitfolgen, die bei uns eingehen, häufen sich. Das geht momentan von direkten Gesundheitsschäden durch permanenten Kompressorbetrieb vor dem Fenster bis zu monatelanger Schlaflosigkeit wegen 24stündigem Tunnelbohren. Nur in einem einzigen Fall haben die Institutionen nach wochenlangem Hin- und Herschieben dann doch noch reagiert: ein Studentenwohnheim, das von Nonnen betrieben wird. Nachdem eine Zeitung über den Fall berichtet hat, lenkten die Behörden ein und beschränkten den Baubetrieb (nur in dem Bereich) auf 12 Stunden.
Ansonsten sind wir auch dabei, die ganzen Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Sicherheitsbedingungen bei den Arbeiten (die war ja eigentlich verhindern wollten) zu analysieren und an die Öffentlichkeit zu bringen. Neben der kompletten Absurdität und Unnützlichkeit des ganzen Projekts, das trotz aller Ermüdung wegen der dauernden Wiederholung immer wieder herausgestellt werden muss. Die Regierung hat (sicherlich im Wissen um die Ablehnung ihres Projekts) eine Riesenwerbekampagne in Presse, Rundfunk und auf Plakattafeln in Gang gesetzt (kost ja nüscht), die sich vor allem an die Leute aus dem Umland richtet und vor Lügen nur so strotzt. Da haben wir’s dann schwer mit unseren kleinen Plakaten und Aufklebern dagegen.
Wir versuchen gerade, neue Bündnispartner – wie z.B. die Gewerkschaften – zu gewinnen. Und wollen dann auch den beginnenden Kommunalwahlkampf (Im Mai 2019 sind Wahlen) benutzen, um die Parteien mit konkreten Forderungen hinsichtlich U-Bahn, Verkehrskonzept und Mitbestimmung zu konfrontieren und die Bevölkerung zu mobilisieren … oder zumindest dazu zu bewegen, nicht wieder die gleichen zu wählen.

Im Sommer waren wir übrigens noch bei einer guten Umweltmobilisierung der „Alternatiba„, die auf Fahrrädern 6.000 km zurückgelegt hatten, um gegen die internationale Klimapolitik zu demonstrieren (mitorganisiert u.a. von Bizi aus Bayonne):
DAS SYSTEM VERÄNDERN – NICHT DAS KLIMA!!!!

https://www.eitb.eus/es/noticias/sociedad/detalle/5948906/cadena-humana-protesta-inicio-obras-metro-san-sebastian-/

 

Turin No TAV-City

 

LE RESISTENZE NEI TERRITORI RILANCIANO IL BEL PAESE E DIFENDONO IL PIANETA

 

Turin Stadt No TAV (am 29.10. hat der Gemeinderat in Turin mehrheitlich gefordert, dass die Regierung die TAV stoppt und Turin zu No-TAV-Gemeinde erklärt,

Wovon wir reden

Die Bewegung No TAV fordert das Recht aller italienischen Bürger auf Investitionen der öffentlichen Ressourcen in Projekte, die dem grundlegenden Merkmal vom öffentlichen Nutzen entsprechen und das garantieren.

Die Bewegung No TAV nimmt ohne zu zögern Stellung zugunsten einer Entscheidung, die sie schon immer gefordert hat:

Das NEIN der Verwaltung und einer ganzen Stadt, die dieser Verwaltung ihr Vertrauen gegeben hat, an die neue Bahnlinie Torino-Lione

Weil durch die entschlossene Opposition gegen die Mammutprojekte (GOII) im Verbund Aller in Italien sowie in Europa und in der Welt die Territorien und die Bürger, die sie bewohnen, verteidigt werden.

Helft mit den Fehmarnbelt-Tunnel zu verhindern

https://www.change.org/p/hilf-mit-und-rette-unsere-ostsee/u/23522074?cs_tk=AW3WqUdCvOXhA70d31sAqaf0q0-nOaEBztHxDViBgw%3D%3D&utm_campaign=c4f20667b2a74168b8d322368f7bb33f&utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_term=cs

 

Foto: robin wood

spektakuläre Aktion 2017

Robin-Wood-Aktivisten seilen sich von der Fehmarnsundbrücke ab.