Euro-alpiner Eisenbahntunnel Lyon-Turin / TELT: Kommunikation auf Kosten der Steuerzahler, aber die LKWs bleiben auf der Straße

Aus der Erklärung vom 21. Juni 2017:

Kommunikation auf Kosten der Steuerzahler ?

TELT hat eine neue teure Kommunikationskampagne gestartet, um das seit über 20 Jahren von allen hohen Verwaltungsstellen als unnütz bewertete Projekt des zweiten Tunnels unter dem Mont Cenis von Frankreich ins Susatal nach Italien unumkehrbar zu machen.
Die Kosten dieser Kommunikationskampagnen auf dem Rücken der Steuerzahler sind kolossal, während in Frankreich Mittel für Obdachlose fehlen und die öffentlichen Verkehrsmittel immer schlechter werden. Für Werbungskosten werden Millionen ausgegeben.  

Da findet sich kein Geld für die Verladung der Waren auf die Züge, die problemlos durch den bestehenden zu wenig ausgelasteten Tunnel fahren könnten, und die LKWs verpesten weiterhin die Alpen.

(…) Ob es um die europäische Finanzierung oder den französischen Anteil geht, ist einerlei: natürlich zahlen die Steuerzahler sowohl das Finanzloch als auch die ständigen Kommunikationskampagnen zur Rechtfertigung von etwas, das gar nicht zu rechtfertigen  ist.

Aber das ist die Höhe: Wie noch in Turin vom Generaldirektor von TELT persönlich verkündet, werden die Risiken und das Projekt erst von der öffentlichen Hand getragen und anschließend als Geschenk an einen privaten Nutzer vergeben.

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Kontakt (auf französisch): Coordination des Opposants au projet „Lyon-Turin“:

Daniel IBANEZ 06 07 74 10 17 contact@lyonturin.eu / Jean-Paul RICHARD 06 15 72 57 19 jepari111@gmail.com, http://lyonturin.eu/

(Übersetzung und Anpassung: Stuttgart 21 ist überall)

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Venedig  23. – 24. September 2917:  Aufruf an europäische Bewegungen für Gebietsverteidigung, für Umweltgerechtigkeit und Demokratie

Venedig 23. – 24. September 2917: Aufruf an europäische Bewegungen für Gebietsverteidigung, für Umweltgerechtigkeit und Demokratie

Über 1000 Jahre lang war Venedig das Symbol für eine Stadt des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur, deren Magie aus der ungewöhnlichen gegenseitigen  Durchdringung von Kunst und Natur, Stein und Wasser, Stadt und Lagune entspringt und in ihr lebt. Dieses zerbrechliche Gleichgewicht ist durch die Industrie des Massentourismus ernsthaft bedroht, und die Mega-Kreuzfahrtschiffe sind einer ihrer schlimmsten Aspekte: sie sind für dieses Unesco-Welterbe überdimensionale Umweltverschmutzer, eine Gefahr für die Sicherheit der Stadt. Es sind schwimmende Symbole der Arroganz multinationaler Gesellschaften und der Korruption einer politischen Klasse, die sich zum Sklaven der Verteidigung privaten Profits zum Schaden des Gemeinguts macht.

Aber Venedig lebt, und zwar ganz anders, als es die Kreuzfahrtgesellschaften, der Transportminister Delrio, die Hafenbehörden und Bürgermeister Brugnaro gerne hätten. Dank des Komitees „No Grandi Navi“ – „Keine großen Schiffe“ kämpft die Stadt seit vielen Jahren gegen die Durchfahrt dieser Monster in der Lagune, mit besonderer Betonung auf ‚in der Lagune’ – gegen die Vorstellungen von neuen Kanalgrabungen in der Lagune (vergleichbar mit dem Bau einer Autobahn in einem Naturschutzgebiet!)

Das institutionelle Chaos ist absolut total! In den letzten Jahren wurden verschiedene Projekte vorgestellt, gegen die das Komitee mit allen möglichen Mitteln opponiert hat; all diese Projekte wurden von der VIA Commission (Bewertung der Umwelt-Auswirkungen) verworfen. Trotzdem bestehen der Transportminister, die Hafenbehörde und der Bürgermeister auf der Präsentierung zweier Projekte – absurder zerstörerischer Ideen, die zum Ziel haben, die Mega-Kreuzfahrtschiffe in der Lagune zu erhalten: Das Vittorio Emanuele Canal Projekt will die Mega-Kreuzer innerhalb der Stadt ankommen lassen und sieht vor, einen alten Kanal von 1925, der vor über 30 Jahren aufgegeben wurde, in doppelter Breite und Tiefe auszuheben, und darüber hinaus das Projekt neue Kaimauern für die Kreuzfahrtschiffe im Industriegelände von Porto Marghera zu errichten. Dann gibt es noch die Idee, beide beschriebenen Projekte miteinander zu vermischen.

Beide Projekte würden das Ausheben von über sechs Millionen Kubikmetern schmutzigen und verschmutzenden Schlamms erfordern, ganz zu schweigen von dem Risiko von Chemikalien-Unfällen bei der Durchfahrt der Mega-Kreuzer in Zonen, die durch zivile Verteidigungspläne und die Seveso-Richtlinien geschützt  sind (das Industriegebiet Port Marghera). Beide Projekte greifen sehr negativ in die Aktivitäten von Produktion und Handelshafen in Porto Marghera und im Malamocco-Marghera-Kanal ein. Beide Projekte wurden in der Vergangenheit schon vorgestellt und von einer riesigen Welle ablehnender Expertisen und Meinungen von Technikern verschiedener Agenturen und Institutionen hinweggespült. Beide Projekte würden sich auch in Zukunft zerstörerisch auf das sehr empfindliche Lagunen-Ökosystem auswirken.

Das ‘No Grandi Navi’-Komitee wird sich einer solchen Schandtat, die nun schon zum x-ten Male angezettelt wurde,  mit all seiner Kraft entgegenstellen und wie immer fordern: Mega-Kreuzfahrtschiffe raus aus der Lagune!

Unsere Lagune wurde schon in ein anderes unnützes und zerstörerisches öffentliches Projekt hineingezogen, das einen endlosen Strudel von Bestechung, Provisionen und Korruption schuf: das MOSE-System!

Venedig ist natürlich einzigartig, aber zugleich ist die Stadt ein globales Symbol. Wir möchten, dass unsere Stadt zwei Tage lang zum Klangkörper für den ganzen Widerstand in Italien und in Europa wird, der zur Verteidigung von Territorien, für Umwelt-Gerechtigkeit und für demokratische Entscheidungen ausgefochten wird. Sicher gibt es unnütze und schädliche Projekte, aber es gibt auch wunderbare Beispiele des Widerstands: gegen Hochgeschwindigkeitsstrecken, gegen den Bau von Flughäfen, gegen Bohrungen und Projekte der Ölindustrie, gegen die Verschmutzung von Boden, Luft und Wasser, gegen die Zubetonierung des Bodens, gegen die spekulative Ausnutzung von Erdbeben und anderen Naturkatastrophen, gegen die Kohleförderung und die Bergwerksindustrie und viele andere. Dieser Kampf ist real und steht auch für ein Entwicklungsmodell, das Klimagerechtigkeit respektiert, für eine andere Gesellschaftsidee, die auf der Achtung der Wünsche der Anwohner des jeweiligen Gebiets beruht und nicht auf der Befriedigung der Gier derer, die für Profit oder politische Gegenleistungen nur auf Ausbeutung und Zerstörung aus sind.

Am 18. Juni 2017 haben wir eine ehrenamtlich organisierte Volksabstimmung durchgeführt und in nur neun Stunden die Beteiligung von über 18.105 Menschen erreicht, ein Erfolg, der für sich selbst spricht. Er wurde von nationalen und internationalen Medien als Beispiel von direkter Graswurzel-Demokratie aufgegriffen! 17.847 Menschen stimmten für die Verbannung der Megakreuzfahrtschiffe aus der Lagune und für das Verbot neuer Grabungen in der Lagune.

Am 23. und 24. September erwarten wir Euch daher in Venedig, wir wollen Euch treffen, mit Euch sprechen und eine gemeinsame Strategie zu agieren und zu reagieren entwickeln, denn von hier aus wird ein neuer europäischer Zyklus des Widerstands beginnen.

PROGRAMM

23. September 17.00 – 20.00 Saal San Leonardo, Cannaregio 1584 Workshop und Vollversammlung:

‘Verteidigung von Territorien, Umweltgerechtigkeit, Demokratie’

24. September 15.00 – 21.00

 

Giudecca Canal und Kanalufer

 

Aktionstag!  Blockade!

Wir blockieren die Mega-Kreuzfahrtschiffe und fordern Umweltgerechtigkeit für alle Territorien in Europa.

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Venedig, den 15. Juli 2017

COMITATO NO GRANDI NAVI    LAGUNA BENE COMUNE (Die Lagune ist Gemeingut)

(Übersetzt aus dem Englischen von S 21 ist überall)

Presseerklärung nach dem 17. Sommertreffen der Flughafengegner von Notre Dame des Landes

Presseerklärung nach dem 17. Sommertreffen der Flughafengegner von Notre Dame des Landes

„Ungebremste Mobilisierung zum 17. Sommer-Festival der Flughafen-Gegner

In ihrer Presseerklärung vom 12.7.2017 erklärt die ACIPA:

Das von der Koordinierung der Flughafenprojektgegner am 8. und 9. Juli 2017 organisierte 17. Sommer-Treffen war ein wichtiges Fest der Mobilisierung, auf dem alle Teilnehmer neue kämpferische Energie „aufladen“ konnten.

Trotz der verhältnismäßig ruhigen Lage seit der Ernennung der „Schlichter“ für die Flughafenfrage und trotz der Aufschiebung eventuell drohender Zwangsräumungen der Bauern und Bewohner scheuten etwa 20 000 Menschen nicht den Weg, um an den Foren, Diskussionen, Konzerten und anderen Fest-Höhepunkten teilzunehmen. Durch das Motto dieses Jahres, ein Motto der globalen Vision „De nos terres à la Terre“ – etwa zu übersetzen durch „Von unseren Feldern zur ganzen Erde“ (la terre bedeutet sowohl der Boden wie auch das Gebiet und die Erde), wurde die Verteidigung der Äcker und der Kampf gegen die Klimaerwärmung tiefer verankert. Das „Feld der Totems“ wird auf dem Boden von Notre Dame des Landes und im Gedächtnis der Teilnehmer für immer seine Spuren hinterlassen.

Der Ehrengast, das Collectif Pour le Triangle de Gonesse (Kollektiv für das Gonesse-Dreieck im Großraum von Paris) konnte seinen Widerstand gegen das Wahnsinnsprojekt, den Bau der „Europa-City, vorstellen, sich Kraft und Ideen holen und Verbindungen schaffen, um seine Aktionen zur Rettung der letzten fruchtbaren Äcker in der Region von Paris zu retten.

Das Fest wurde bereichert durch die Filmemacherin Marie-Monique Robin, Musiker mit genialem Improvisationstalent und Tänzer.

Das beeindruckende Angebot von 115 Teilnehmern an Diskussionen, Filmen und Theaterstücken stellte auch die Verbindung zu anderen sozialen, gesellschaftlichen und Umweltkämpfen her und wurde sehr gut angenommen.

Sänger und Musiker gaben durch Musik und Tanz dem Fest wunderbare Kraft und Energie.

Das Steigenlassen von Solarballons und Drachen konnten stattfinden, aber die „Besetzung des Himmels“ am Samstagabend musste wegen der Trockenheit leider abgesagt werden.

Zwei Aktionen außerhalb des Geländes waren ebenfalls gut besucht: die beiden Aufführungen des „Alptraum für den Präfekten“ in Fay de Bretagne und der schöne Spaziergang auf der ZAD zu Fuß oder im Viehtransporter am frühen Sonntagmorgen (mit 250 Teilnehmern).

Die Verköstigung durch Gastronomen und freiwillige Helfer war vielseitig und schmackhaft.

Die ACIPA bedankt sich bei den ca. 1000 Helfern aus ganz Frankreich, ohne die das Fest nicht stattfinden könnte, und betont, dass sie weiterhin aktiv bleiben: Der Flughafen in Notre-Dame des Landes wird nicht gebaut.

 

München: „Bezahlbare Bahn statt Tunnelwahn!“

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Am 20.02.2017 um 19:11 schrieb Aktionsbündnis K21 via WeAct:

Liebe UnterstützerInnen der Petition »Stuttgart 21? – Bessere Bahn durch „Umstieg 21“!«

Ich habe erneut eine Bitte an Sie: Unterstützen Sie bitte die Petition gegen die „Zweite Stammstrecke“ für die S-Bahn München:
https://weact.campact.de/petitions/s-bahn-und-offentlicher-verkehrsmittel-ausbau-in-munchen-und-bayern

Vielleicht fragen Sie, warum: Was hat das denn mit „Stuttgart 21“ und dem Konzept „Umstieg 21“ zu tun?

Weil die „Zweite Stammstrecke“ ein „Schwester-Projekt“ von S21 ist. Da wie dort verschwendet die Bahn riesige Summen, die dadurch bundesweit bei wirklich nützlichen Verkehrs-Projekten fehlen. Da wir dort geht es darum, dass wir die verkehrte Politik der Bahn anklagen. Wir erhöhen den Druck auf die Bahn auch in Sachen „Umstieg 21“, wenn wir uns auch gegen dieses Projekt wenden.

In München ist bei der Planung eines neuen S-Bahn-Tunnels genau das gleiche Muster zu erkennen wie beim Projekt S21 (ein möglichst teures Projekt wird mit dem Argument der Verkehrsverbesserung durchgesetzt, obwohl es tatsächlich eine Verschlechterung darstellt und lediglich den Baufirmen Nutzen bringt).
Offensichtlich ist die deutsche Bahn-Politik fast durchgehend nicht an gutem Bahnverkehr orientiert, sondern lediglich an lukrativen Investitionen, v.a. in öffentlich geförderte Großbaumaßnahmen. Das ist bei diesem Münchner Projekt genau das Gleiche wie bei S21.

Wer eine „bessere Bahn durch Umstieg 21“ fordert, hat deshalb allen Grund, von der Bahn grundsätzlich zu fordern:
Macht endlich eine Verkehrs-Planung, die sich an den realen Verkehrs-Bedürfnissen orientiert – in Stuttgart und überall!

Informieren Sie sich auf der Seite www.tunnelaktion.de, was bei der „Zweiten Stammstrecke“ in München an Aberwitzigem geplant ist. Und wie sich der Widerstand – ebenfalls sehr konstruktiv – dagegen regt. Sie werden staunen.

Wenn Sie den Protest gegen das Münchner Projekt „Zweite Stammstrecke“ mit unterstützen wollen, unterzeichnen Sie bitte die Petition auf der Seite:

Ich würde mich freuen.

Herzlich grüßt für das Aktionsbündnis gegen S21,

Martin Poguntke

6.2.17: Montagsdemo und Treffen mit Gegnern unnützer Großprojekte in Italien

6.2.17: Montagsdemo und Treffen mit Gegnern unnützer Großprojekte in Italien

6. Februar 2017, 18 Uhr: Montagsdemo gegen Stuttgart 21 auf dem Schlossplatz, mit Berichten von

Tiziano Cardosi aus Florenz, vom Widerstand gegen die Untertunnelung der Stadt, dem TunnelTAV, und

Susanna Kuby aus Venedig, von Hochseekreuzfahrtschiffen in der Lagune und dem Sturmflutsperrwerk M.O.S.E in Venedig

Um 19.30 Uhr, nach der Montagsdemo laden wir ein zum Gespräch mit ihnen über „ihre“ unnützen Großprojekte. Ort: Welthaus, Globales Klassenzimmer, Charlottenplatz 17 (Planie).

Der Parkschützer-AK „Stuttgart 21 ist überall“

Soziale, ökologische und ökonomische Hochschulstudie in Spanien: TGV durch das Baskenland nicht sinnvoll

Interdisziplinäre Analyse von spanischen Hochschulen:

Transdisziplinäre Forschung über das Hochgeschwindigkeitsmodell: Das Projekt der neuen Eisenbahnlinie durch das Baskenland.

Zusammenfassung

Nach 10 Jahren Arbeiten am Projekt und nach mehr als 20 Jahren seit seinem Entwurf scheint das Projekt des Hochgeschwindigkeitszuges durch das Baskenland, allgemein bekannt als „Y vasca“, sich nur langsam zu bewegen, belastet durch einen knappen Haushalt und die wachsenden Zweifel über seinen sozialen Nutzen. Diese Arbeit zeigt aus transdisziplinärer Perspektive, dass die Argumente, die die Konstruktion dieser Infrastruktur (soziale Rentabilität, Rechtlichkeit, Nachhaltigkeit und Modernität) rechtfertigen, im Lichte der bestehenden internationalen empirischen Nachweise unhaltbar sind.

Weitergehend sollen für eine offene Debatte um den sozialen Nutzen des größten Investitionsprojektes der autonomen Region des Baskenlandes, das letztendlich ca. 10 Milliarden Euros kosten wird, Argumente zur Beurteilung vorgestellt werden. Die Arbeit stellt zudem Analyse-Elemente vor, die über die baskische Realität hinaus weisen und die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Modells der Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien und in Europa hinterfragen.

lan_koadernoa_71Der Text auf Spanisch und das Inhaltsverzeichnis dieser Arbeit, die in der Ausgabe 71 der Cuadernos de Hegoa auf Spanisch erschienen ist, befinden sich auf der Internetseite http://publ.hegoa.efaber.net/publications/355.