Italienischer Aufruf zu einer neuen nationalen Versammlung der Komitees und Bewegungen gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte und für Umweltgerechtigkeit

Italienischer Aufruf zu einer neuen nationalen Versammlung der Komitees und Bewegungen gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte und für Umweltgerechtigkeit

Für alle zur Info. Der Text in Anführungszeichen ist eine nach unseren Möglichkeiten korrigierte deepl-Übersetzung. Wir erhielten ihn am 13. Januar vom Netzwerk der europäischen Foren unter dem Titel: Appello per una nuova assemblea nazionale dei comitati e dei movimenti contro le grandi opere inutili e imposte, per la giustizia ambientale.

Nach den Versammlungen in Venedig und im Susatal und an anderen Orten gab es viele Treffen. Am 8. Dezember gingen die Menschen in Turin, Padua, Melendugno, Niscemi, Florenz, Sulmona, Venosa, Trebisacce und anderswo gegen die GPII auf die Straße.  Am 23. März soll ein großes Ereignis in Rom stattfinden. Zur Mobilisierung gibt es ein Treffen am 26. Januar in der Universität La Sapienzia für alle Initiativen, Vereine und Einzelpersonen, die mitmachen wollen.

Außer in der Kostenfrage von Valsusa, wo man noch zögert, hat die neue italienische Regierung bei den unnützen Großprojekten den Rückwärtsgang eingelegt: beim TGV Terzo Valico vom Susatal/Piemont zum Ligurischen Meer, den TAP (transadriatischen Pipelines), bei den großen Kreuzfahrtschiffen und dem Sturmflutsperrwerk MOSE von Venedig, bei der Freigabe des Stahlwerkverkaufs ILVA von Tarent auf dem internationalen Markt, bei den Genehmigungen zur Suche nach Kohlenwasserstoffen im Ionischen Meer, in der Adria, in Sizilien, und gegenüber der Gefahr der Gewährung zahlreicher Onshore-Konzessionen, bei MUOS (Mobile User Objective System – das Satelliten-Kommunikationssystem der US Navy) in Sizilien.

Jetzt müssen Konzepte entwickelt werden, was das Land wirklich braucht.  Der jüngste IPCC-Bericht zeigt, dass die Emissionen sofort reduziert werden müssen, sonst wird schon bis 2040 die Sicherheitsschwelle von 1,5°C überschritten.

Es geht um die Klimakrise, die mit dem aktuellen Entwicklungsmodell verbunden ist. Die COPs scheitern an der Umsetzung durch die Regierung (die COP 24 fand vor wenigen Monaten in Kattowitz, Polen statt). Nur eine große Bewegung kann den Kurs dieser sich von Jahr zu Jahr verschärfenden Klimakatastrophe ändern.

Es kann und muss viel getan werden!
Nur durch den sofortigen Verzicht auf Kohle, Verbrennungsanlagen,…; nur durch die drastische Reduzierung des Einsatzes fossiler Brennstoffe und von Gas (das auch klimaschädlich ist), nur wenn wir konsequent und entschlossen auf die Alternative eines von unten selbst verwalteten Energiemodells setzen und es praktizieren – im Gegensatz zu dem zentralisierten und dem marktwirtschaftlichen Modellen, indem wir nutzlose und schädliche Infrastrukturprojekte aufgeben und diejenigen Interventionen finanzieren, aus denen wir unmittelbare Vorteile ziehen können (hydrogeologische und seismische Sicherheit der Gebiete, Energieumwandlung, Umweltbildung und Forschung), können wir endlich damit beginnen, dem Kampf gegen klimaschädliche Auswirkungen Vorrang einzuräumen und aufhören, Gesundheit und Arbeit gegeneinander auszuspielen, wie in Taranto geschehen.

Es ist dringend geboten, in Bezug auf das derzeitige Energie- und Produktionsparadigma einen Kurswechsel durchzusetzen für das Recht auf Klima und Klimagerechtigkeit, die Förderung der Zusammenarbeit und der wissenschaftlichen Entwicklung im Dienste und zur Bewertung des Nutzens.

Das Recht auf Wasser als öffentliches Gut, eine nationale Energiestrategie, die neu geschrieben werden muss ohne die Berücksichtigung der Lobbies, die Erarbeitung einer Lösung für den Atommüll, die Reduzierung der Militärausgaben und die nukleare Abrüstung sind dringend zu gewährleisten.

Diese wesentliche ökologische Wende muss unserer Ansicht nach bezahlt werden von den Kapitalgebern, den großen Finanzkonzernen, den Eliten, die die Krise in den letzten Jahren genutzt haben, um reich zu werden, indem sie den Menschen und Gebieten nur das Rezept für Sparmaßnahmen vorsetzen und die Massen ablenken durch einen Krieg unter den Armen, die sie gegeneinander aufbringen, und indem sie Falschinformationen liefern.

Zusammen mit dem NEIN wird unsere Aktion in der Lage sein, zu vermitteln, dass angesichts des kapitalistischen Modells, das Koexistenz und Ökosystem zerstört, dringend ein gesellschaftlicher Wandel  ansteht.

Wir sind uns bewusst, dass bisher keine Regierung, geschweige denn die amtierende, gezeigt hat, dass sie die Voraussetzungen dafür hat, das zu erreichen, was wir wollen und benötigen, um das Überleben auf der Erde zu ermöglichen.

Angesichts der realen Notsituationen sind die Machthaber entschlossen, das Feuer des Rassismus, Sexismus und Autoritarismus zu schüren und mit ständiger Medien-Manipulation neue Formen der Entsolidarisierung und des Obskurantismus zu nähren.

Wir werden darüber diskutieren, wie wir eine Bewegung aufbauen und einen ‚offenen‘ öffentlichen Raum schaffen, den viele von uns suchen, um die Gesellschaft zu verändern, … um gemeinsam über unsere Zukunft zu entscheiden, um einen Weg der Umweltgerechtigkeit einzuschlagen, der nicht mehr warten kann.

Die Demonstration in Rom am 23. März 2019 wird ein sehr wichtiger Schritt in diese Richtung sein. Lasst ihn uns zusammen vorbereiten!

Neues aus Venedig

Übersandt vom Forum der europäischen Protestbewegungen gegen unnütze, aufgezwungene Großprojekte:

ein neues, interessantes Video von Massimo Marco Rossi von der D.N.A. Rinascimenti Group.

Über die Umweltverwüstung durch das Megaprojekt MOSE, Große Schiffe, Pedemontana veneta, etc. etc…..

siehe auch: https://youtu.be/_H9XggEzMos

„NATÜRLICHE SYSTEME, DIE MIT GEWALT VERLETZT WURDEN; HABEN REBELLIERT“.

Wir ketten uns an die Ostsee

 

Protestaktion gegen die angekündigte Genehmigung des Megaprojekts auf deutscher Seite:

siehe unter

https://www.change.org/p/hilf-mit-und-rette-unsere-ostsee/u/23804217?cs_tk=Acod-BL2vOXhA8_LKFwAHuWCc8VARRYIDr6_aEIzFw%3D%3D&utm_campaign=3d54e60c283a4a78b436db6407bb5c02&utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_term=cs

Die Baugenehmigung für den Fehmarnbelt-Tunnel, so wurde die letzten Tage vor der Jahreswende in den Leitmedien berichtet, sei vom zuständigen Verkehrsministerium erteilt wurden.

Diese Meldung ist falsch!

Richtig ist, dass die Genehmigung noch nicht vorliegt.