Brief aus Straßburg

– Unsere Hungerstreikenden hörten am 30. Tag (Dienstag, 20. November) auf zu fasten. Diese Entscheidung wurde sowohl von ihnen selbst getroffen, als auch von den Ärzten, die die Entwicklung ihrer Gesundheit mit großer Sorgfalt verfolgt haben, und auch von einigen Mitgliedern des Vorstands unseres Kollektivs. Diese Unterbrechung zeigt auch die Gleichgültigkeit der lokalen Pro-GCO-Politiker und des Präsidenten der Republik selbst, der vor zwei Wochen einen falschen Abgesandten geschickt hat, als wir alle zu Füßen der Gandhi-Statue versammelt waren.

– Auf der rechtlichen Seite: Das Projekt erlitt einen ersten großen Rückschlag, als das Verwaltungsgericht Straßburg vor rund zwei Monaten die Baugenehmigung für das Kolbsheimer Viadukt (Vinci) annullierte. Sanef steht nun vor den gleichen Schwierigkeiten nach der gestrigen Aussetzung am Freitag, den 23. November, was die Anbindung des neuen Bauwerks an die bestehende Autobahn (Nordkreuzung) betrifft. Das GCO ist außer Kontrolle.

https://www.rue89strasbourg.com/refere-travaux-echangeur-nord-vendenheim-145130?

– Mehrere konstituierte Gremien haben Erklärungen gegen den GCO unterzeichnet: 100 Ärzte des Straßburger Respiratoriums, 220 gewählte Vertreter aller Seiten (Bürgermeister, Abgeordnete, Gemeinderäte), 70 Abgeordnete, Senatoren und Europaabgeordnete, ein Manifest von 50 Pasteurs d’Alsace, das vom Präsidenten der UEPAL, Christian Albecker, bestätigt wurde.
Und auch eine Maifeste, die von 70 Akademikern unterschrieben (siehe Anhang) und an diesem Samstag in „Le Monde“ veröffentlicht wurde.

– Nicolas Hulots Interview im politischen Programm zu Frankreich2 am Donnerstagabend ergab, dass er die Hände nicht frei hatte: Er beschrieb den GCO höflich als „ökologische Dummheit“…. erinnerte aber daran, dass lokale Mandatsträger für das Projekt waren.
Unsere Kommunikation wird diesen Nagel aufreißen müssen: Herrmann, Ries, Bierry, Rottner und einige andere werden die direkte Verantwortung für die Gesundheits- und Umweltfolgen tragen, wenn das GCO gebaut wird.

– Am 1. Januar 2021 soll ein „Collectivité Européenne Alsace“ gegründet werden. Es ist offensichtlich eine Täuschung, die darauf abzielt, das überdimensionale Ego einiger weniger Mandatsträger zu befriedigen, die einen Weg finden, um herumgeschubst zu werden, indem sie das Interesse an Themen, die ihrer Bevölkerung näher sind, vermeiden.
Aber es werden bereits Stimmen laut, die darauf hinweisen, dass Verbindungen mit der deutschen Autobahn nützlich wären, und vielleicht sogar nützlicher als die Straßburger Umgehungsstraße. Brigitte Klinkert bekräftigte zum Beispiel: – dass es keine Verbindungen von der A35 zur A5 gibt, dass es aber unmöglich ist, über den Verkehr im Elsass nachzudenken, ohne die andere Seite des Rheins zu berücksichtigen, und dass diese Verbindungen möglich sind.
Ein kleines Missverständnis in der Pro-Gco-Gruppe würde uns gut tun…..

 

Bonjour à toutes et à tous,
– Nos grévistes de la faim ont cessé leur jeûne au 30ème jour (mardi 20 novembre). Cette décision a été prise à la fois par eux mêmes, mais aussi par les médecins qui ont suivi l’évolution de leur santé avec beaucoup de soin, et encore par quelques membres du Bureau de notre Collectif. Cette interruption met aussi en lumière l’indifférence des politiques locaux pro-GCO et du Pdt de la République lui-même, qui avait envoyé une émissaire bidon il y a quinze jours, lorsque nous étions tous rassemblés aux pieds de la statue de Gandhi.
– Sur le plan juridique : Le projet avait essuyé un premier revers de taille lorsque le Tribunal Administratif de Strasbourg a annulé le permis de construire du viaduc de Kolbsheim (Vinci) il y a environ deux mois. Sanef se retrouve aujourd’hui dans les mêmes difficultés après le référé suspension d’hier, vendredi 23 novembre, concernant le raccordement du nouvel ouvrage à l’autoroute existante (échangeur nord). Le GCO n’a plus ni queue ni tête.
………………………..

Übersetzung Ak Stuttgart21ueberall Foto: https://gcononmerci.org/

 

Ein Gruß aus Florenz an die Demonstrationen der TAV-Befürworter

 am vergangenen 10.11. hat in Turin eine Großdemo (nach den Organisatoren 30.000 Teilnehmer) der Tav-Befürworter stattgefunden

Unter link unten das Plakat, das von einem berühmten Comiczeichner gemacht wurde:https://torino.repubblica.it/cronaca/2018/11/18/foto/la_mole_e_i_no_tav_il_manifesto_di_zerocalcare_per_il_corteo_dell_8_dicembre-211988118/1/?ref=RHRS-BH-I0-C6-P5-S2.3-T1#1),

Hierzu ein satirischer Brief der NO TAV  und des internationalen Forums der Protestbewegungen gegen unnütze aufgezwungene Großprojekte GPII:

Un contributo da Firenze al movimento Sì TAV di Torino

Altri 28 “sì” dalle cronache dei cantieri TAV in Toscana!

Sfileranno virtualmente domani alla marcia dei “40.000” nel capoluogo piemontese anche i volontari dell’Associazione Idra di Firenze. Forti dell’esperienza dei cantieri TAV in Mugello, sopra e sotto l’Appennino, a Sesto Fiorentino e a Firenze, accanto alle bandiere “Sì TAV” isseranno cartelli e striscioni con gli slogan che riassumono i “valori” ambientali, sociali ed economici di cui sono costellate le cronache della Grande Opera in Toscana:

“Sì al dissesto idrogeologico!”
“Sì allo svuotamento delle falde acquifere!”
“Sì a sorgenti, pozzi e torrenti prosciugati!”
“Sì ad allagamenti e subsidenze a carico degli edifici impattati dagli scavi!”
“Sì a sfornellamenti, crolli, frane e squilibri sui versanti collinari e mont…

Der gesamte Text, übersetzt von unserem AK:

Ein Beitrag aus Florenz an die Bewegung Ja zur TAV von Turin:

Noch 28 „ja“ aus den Tagesereignissen der Baustellen TAV in der Toskana!

Morgen werden auch die Ehrenamtlichen vom Verein Idra aus Florenz an dem Marsch der „40.000“ in Turin teilnehmen. Aus der Erfahrung der TAV-Baustellen im Mugello, über und unter dem Appennin, in Sesto Fiorentino und in Florenz ausgehend, neben den Fahnen „Sì TAV“ werden sie Banner und Poster mit den Parolen hoch halten, die die sozialen, wirtschaftlichen und Umweltschutz-Werte zusammenfassen, von denen die Chroniken des Großprojektes in der Toskana übersät sind:

Ja zur Zerstörung des hydrogeologischen Gleichgewichts
Ja zur Entleerung der Grundwasserreserven
Ja zur Austrocknung von Wasserquellen, Brunnen und Bächen
Ja zu den Überschwemmungen und den Bodenabsenkungen zu Lasten der von Grabungen betroffenen Gebäude
Ja zu Einstürzen und Ungleichgewichten an den Flanken der Hügel und Berge                                                 Ja zur Ja zum Verlust der Wassertrinkbarkeit und -qualität
Ja zur Zubetonierung der Berge
Ja zur Landschafts- und Umweltzerstörung in den von der EU-Gesetzgebung geschützten Berggebieten
Ja zur zusätzlichen Asphaltierung für die Baustellen
Ja zu den freizügigen Deponien von umweltschädlichen inerten Materialien
Ja zum Verleugnen von Gutachten über Umweltverträglichkeit
Ja zu den Verfahrensumwegen für die Genehmigungen
Ja zu den freien Änderungen der Planfeststellung und zu den Kostensteigerungen
Ja zur fehlenden Information und Transparenz
Ja zu den „smart“ Projekten, die den inkompetenten Bürgern aufgezwungen werden
Ja zum Angriff auf die Gesundheit der Gemeinden
Ja zur Gefährdung der lokalen Wirtschaften, der landwirtschaftlichen Tätigkeiten und Aufzucht wertvoller Tierarten
Ja zum konzentrischen Überfall auf die Steuer“kutsche“
Ja zur Schwächung des öffentlichen Kontrollapparates
Ja zur natürlichen Verbindung von Kontrollierer und Kontrolliertem
Ja zu den erfundenen Transportnutzen
Ja zu öffentlichen Megainvestitionen im Austausch für Mikrobeschäftigungswachstum
Ja zum Verfall des Territoriums und zu immer mehr Betonierung
Ja zur Luxuspolitik, ihrem Vorrang vor Sicherheit und Instandhaltung
Ja zum Märchen des BIP-Wachstums ohne Fortschritt
Ja zu den beispielhaften Arbeitsverträgen
Ja zur ausgewiesenen Qualität der Arbeitsbedingungen, der Sicherheit in den Baustellen sowie der Lebens- und Wohnbedingungen in den Basislagern der Beschäftigten
Ja zur Bestrafung der Pendler, deren Verkehrsmittel gegenüber den Superzügen zurückstehen müssen.

Veranstaltung zum Tag gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte in San Sebastian

Veranstaltung zum Tag gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte in San Sebastian

28.11.2018

Hallo, Zur Info über die Aktivitäten zum 8. Dezember gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte:

Ich sende Euch das Plakat über den Diskussionsabend am 7. Dezember in Durango (südliches Baskenland) „Entscheiden wir über die Infrastrukturen unseres Landesunter den Arbeitern“, organisiert von der unabhängigen baskischen Gewerkschaft LAB. Teilnehmer: Verschiedene Vereinigungen und Bewegungen gegen die Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke, die elektrische Unterwasserleitung durch den Golf von Biskaya, den Staudamm von Barron, eine Müllverbrennungsanlage, die Metro von San Sebastian, den Steinbruch von Aldatz (Navarra)

Gruß und bis zum nächsten Mal

Mikel Alvarez Forcado (aus San Sebastian)

Und hier die Originalnachricht auf Französisch:

Bonjour! Pour info sur les activités du 8 décembre contre les GPII: Je vous envoie l‘ affiche du débat organisé de 7 décembre a Durango (Pays Basque Sud) par le syndicat LAB sous le titre „Décidons entre les travailleurs les infrastructures de notre pays“. Participants: diverses associations et mouvements contre la LGV, Interconnection électrique du Golfe de Biscaye, Barrage de Barron, incinérateur, Metro de Donostia,  carrière de Aldatz (Navarre).

Salut et a la prochaine.

Mikel (de Donostia)

 

Petition: NO TAV, die richtige Art Ja zum Fortschritt zu sagen

Hier kann man über Facebook den folgenden Aufruf unterschreiben: http://chng.it/47xZDHqd

No TAV, die richtige Art Ja zum Fortschritt zu sagen

Seit fast dreißig Jahren wird über die Frage der Hochgeschwindigkeitsbahn Turin-Lyon diskutiert, ein Projekt, das (nur auf dem Papier) Entwicklungs-, Arbeits- und Umweltvorteile verspricht. Hier einige wichtige Punkte für das Nein zu dieser Debatte:

VERKEHR TURIN-LYON

Man muss sagen, dass die TAV-Strecke eine Verdoppelung der Infrastruktur bedeuten würde, da es bereits eine Bahnstrecke (mit mehreren durchgeführten Modernisierungs-maßnahmen) gibt, die vom TGV genutzt wird und zusammen mit zwei National-straßen und der Autobahn Turin-Bardonecchia die Verbindungen von Turin zur französischen Grenze gewährleistet. Ursprünglich wurde erwartet, dass es auf der aktuellen Strecke einen Anstieg des Passagieraufkommens gäbe, wobei suggeriert wurde, dass sich die Zahl ihrer Nutzer verzehnfache; der Personenverkehr ist jedoch bis jetzt konstant geblieben. Zur Rechtfertigung wurde behauptet, es bestünde Nachfrage im Güterverkehr, aber auch hier gilt das Gegenteil: Es gab insgesamt einen Rückgang (-17,7% im Zeitraum 1997-2016), sowohl im Straßen- als auch im Schienenverkehr. Im gleichen Zeitraum betrug das Wachstum entlang der Nord-Süd-Achse (auf der Schweizer Gotthard-Verbindung) +30%. Die Kapazität der Züge, die heute das Susatal durchqueren, ist nur zu einem Fünftel ausgeschöpft, und bei einem bereits gesättigten Markt kann höchstens mit stark übertriebenem Optimismus  eine ganz andere Entwicklung für die kommenden Jahre vorausgesagt werden. Dies zeigt auch der prozentuale Rückgang der Exporte unseres Landes nach Frankreich (laut offiziellen Daten des Wirtschaftsministeriums (24,68% im Zeitraum 2015-18). Der Rückgang ist sogar stärker als bei den Schwellenländern (wie China), die die eigentlichen strategischen Zukunftsmärkte sind und deren Gewicht in der Handels-bilanz mit der Zeit zunehmen dürfte.

KOSTEN

Der ursprüngliche Plan sah Kosten von rund 25 Milliarden Euro vor, ohne zu berücksichtigen, dass die Endkosten bei Großprojekten im Allgemeinen deutlich höher sind als geplant. Nach Erkenntnis der bisher falschen Einschätzung des Verkehrs auf der Strecke Italien-Frankreich wurde beschlossen, das Projekt in einer low-cost-Version zu bauen: Der 57 km lange Basistunnel durch den Mont-Cenis hindurch (35% davon werden von Italien bezahlt, der Rest wird von Frankreich und der EU mitfinanziert) wird in Phasen vorangetrieben, um die Strecke entsprechend dem „realen“ (und nie verifizierten) Verkehrswachstum zu fertigzustellen und somit die Ausgaben zeitlich zu verschieben. Aber den Staatskassen werden trotzdem die finanziellen Mittel vorenthalten, die in andere Infrastrukturen investiert werden könnten, sowohl dort, wo sie ganz fehlen (vor allem in Süditalien, aber auch in vielen Teilen des Nordens) als auch dort, wo die Qualität mangelhaft ist (siehe kürzlich das Viadukt von Polcevera in Genua). Letztlich ist  bei Rücknahme des bilateralen Abkommens zwischen Italien und Frankreichgar keine Sanktion vorgesehen, da darüber gar keine Klausel unterzeichnet wurde. Bislang befindet sich die TAV-Strecke noch in einem frühen Stadium: Fertiggestellt wurde nur der geognostische Tunnel, der für die geologisch-ökologische Überwachung notwendig ist.

ARBEIT

Die Beschäftigung ist ein wunder Punkt in Italien: Wir stehen in Europa an vorletzter Stelle. Großprojekte sind von Natur aus kapitalintensiv, d.h. sie erfordern hohe Investitionen und wenig und zeitlich begrenzte Arbeit pro investierte Milliarde. Der TAV würde nicht den nötigen Beschäftigungs-Impuls geben. Mehr Arbeitsplätze würden durch mehr Investitionen in die Erhaltung des Bodens, Energieeffizienz oder IT geschaffen, um nur einige der Sektoren zu nennen, deren Beschäftigungsbedarf ständig wächst.

UMWELT

Die Befürworter des TAV begründen seine Umweltvorteile mit der Reduzierung des Straßenverkehrs und der damit verbundenen CO2-Emissionen. Gerade weil der Zug ein nicht so vielseitiges Verkehrsmittel ist, würde der Verkehrsfluss der LKWs, anstatt bei der Öffnung ins Susatal flüssiger zu werden, sich zugleich entlang der städtischen Knotenpunkte verdichten und dabei sicherlich den Verkehr und die Umweltverschmutzung gerade in den am dichtesten besiedelten Zonen erhöhen. Dazu würde es dann notwendig, teure städtische Logistik einzusetzen. Während des Tunnelbaus wird die Umwelt hart mitgenommen durch die LKWs mit großen Mengen Eisen und Kupfer, durch den Aushub (mit nachgewiesener Konzentration von Uran und Asbest in verschiedenen Gebieten des Susa-Tals), durch Kühlvorrichtungen, Zementierung und andere die Umwelt beträchtlich verschmutzende Maßnahmen: Man erwartet, dass der tatsächliche CO2-Anstieg über allzulange Zeit hinweg im Gegensatz zum IPCC-Bericht steht, denn dieser fordert, dass der Anstieg der globalen Temperatur bis 2040 nicht über 1,5° beträgt und die globale Erwärmung schon heute gebremst werden muss. Selbst wenn man zugeben würde, dass der TAV einen gewissen ökologischen Nutzen bringt, würde der Ausgleich für die Emissionen beim Bau sicher erst später als 2040 erfolgen. Zudem erscheint uns der komplexe hydrogeologische Aspekt mit dem Schutz der wasserführenden Schichten, die sowohl für die lokale Bevölkerung als auch hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Ökosystem wichtig sind, wenig einbezogen.

POLITISCH UNANGEMESSEN

Wenn die Unzulänglichkeit des Frejus-Tunnels der Grund und die Rechtfertigung des TAV wäre, müsste ein Plan aufgestellt werden, um die Sicherheit auch aller anderen Tunnel auf italienischem Gebiet zu gewährleisten (was zutage trat bei dem Fall, der auf der Strecke Florenz-Bologna in einem längeren und belebteren Abschnitt des Frejus aufbrach). Bezüglich der strategischen Bedeutung wäre zu sagen, dass der Korridor 5 von Kiew nach Lissabon, so wie er konzipiert wurde, nicht mehr zur Debatte steht: Slowenien und Ungarn neigen nicht zum Hochgeschwindigkeitszug nach Italien, und für Turin ist er nicht sehr interessant, da es bereits einen TAV nach Mailand gibt, und Portugal sagte 2012 offiziell Nein zum TAV, obwohl es wenige Monate zuvor die Krise  überwunden hatte. Und Italien? In der postindustriellen Phase umfasst unsere Produktivität hauptsächlich Waren mit hoher Wertschöpfung. Der Schienenverkehr ist dagegen eine effektivere Investition für die Länder mit starkem Wachstum im Stahlsektor. Nach konkreten Erwartungen besteht das Risiko darin, dass Züge weiterhin halbleer fahren, was höhere Kosten pro Transportgut und höhere Emissionen mit sich bringt. Schließlich gib es den Zeitfaktor: Um diesen wirtschaftlich zu reduzieren, würde es ausreichen, ihn nur entlang der städtischen Knotenpunkte zu optimieren (was mit demTAV nicht machbar wäre), die technisch moderneren TGV-Züge zu beantragen und die bestehenden Strecken effizienter zu machen.

Appello per l’8 Dicembre 2018 9a Giornata Internazionale contro le Grandi Opere Inutili e Imposte e per la Difesa del Pianeta

Aufruf zum 8. Dezember 2018, dem 9. Internationalen Tag gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte und für die Verteidigung des Planeten.

Am 8. Dezember 2018 gibt es einen Zusammenschluss zum 9. Internationalen Tag gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte und für die Verteidigung des Planeten, mit einer breiten Mobilisierung gegen mehr oder weniger „große“, unnütze, schädliche und verheerende Projekte, die von Lobbys auferlegt wurden, deren einziger Zweck der Gewinn ist, zum Nachteil der öffentlichen Gesundheit, des ökologischen Gleichgewichts und der Demokratie.

Die Einheit der Kämpfe wurde durch ein Gedankengut aufgebaut, das sich in den letzten zwei Monaten mit den Treffen von Nova Siri, Venedig, Florenz, Melendugno, Rom und Venaus entwickelt hat und in Neapel fortgesetzt wird, um zu einem großen nationalen Ereignis zu gelangen.

Viele Verbände und Bewegungen, die sich in ihrer Region engagieren, teilten den Aufruf „JA – Ich liebe die Erde“, eine nationale Kampagne zu organisieren, die mit dem UN-Klimagipfel der COP 24 zusammenfällt, der vom 3. bis 14. Dezember in Kattowitz, Polen, stattfinden wird, um zu versuchen, die Erderwärmung unter 1,5 ° C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten.

Es ist bekannt, dass sich das Klima bereits heute in einer extremen Krise befindet, und der jüngste IPCC-Bericht (IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change) zeigt, dass die Emissionen sofort reduziert werden müssen, sonst werden wir bereits im Jahr 2040 die Sicherheitsschwelle von 1,5°C überschritten haben.

Die extremen klimatischen Ereignisse in diesen Wochen erbringen durch die Verwüstung Italiens vom Norden bis zum Süden auch für die Skeptiker den Beweis für die Klimaveränderungen, die seit Jahren verschiedene Gegenden der Erde heimsuchen, mit enormen Folgen: Wüstenbildung, Hungersnot, exponentielle Zunahme der Luftverschmutzung und Migration.

Seit 2010 wird von der Bewegung No TAV der 8. Dezember als Internationaler Tag gegen unnütze aufgezwungene Großprojekte vorgeschlagen. Dieses Jahr wird dieses Datum auch zum Tag der Verteidigung des Planeten.

Anlässlich des 8. Dezember 2018 haben wir alle die Verantwortung, eine den Inhalten und Botschaften des Programms angemessene Mobilisierung zu organisieren, in dem Bewusstsein, gleichzeitig mit den anderen Bewegungen zu handeln, die in verschiedenen Regionen auf der Grundlage ähnlicher Plattformen und Ziele kämpfen, für die Achtung und den Schutz der Gesundheit und der Regionen, für mehr Demokratie, sowie für einen klaren Durchbruch bei den Energieentscheidungen, die auf die Wende von fossilen zu erneuerbaren Energien und die Eindämmung der produzierten Energiemenge bei wirksamster Energienutzung  bauen und nach einem weit verbreiteten dezentralisierten und Modell unte Beteiligung der Gesellschaft handeln wollen.

Ein Kurswechsel ist erforderlich im Hinblick auf ein Energie- und Produktionsparadigma, für das Recht auf Klima und Klimagerechtigkeit, zur Förderung von Kooperation und von sozialem Zusammenleben.

Wir fordern das Recht auf öffentliches Wasser, eine neue nationale Energiestrategie, die ohne die Interessen der Lobbys neu verfasst wird und die in der Lage ist, die Mystifizierung der zentralen Gaslieferung und die Lösung für die nuklearen Abfälle zugunsten sozialer Zwecke zu überwinden, zum Wohl und für die Sicherheit der Regionen, für die wirtschaftliche Umwandlung der Investitionen, die für große unnütze und schädliche Projekte und Militärausgaben vorgesehen sind, und für die nukleare Abrüstung.

Auf dem gesamten Staatsgebiet, wo die Initiative der sozialen Oppositionsbewegungen gegen die aufgezwungenen unnützen Großprojekte tiefer verwurzelt ist, werden Momente des Kampfes und Denkanstöße  organisiert, um das Anwachsen der verheerenden klimaschädlichen Emissionen zum Stillstand zu bringen.

Dieser Appell ist eine Einladung an die Bevölkerung, an den Aktionen teilzunehmen, die am 8. Dezember 2018 auf vielen Plätzen Italiens von Dutzenden von Verbänden in der Überzeugung organisiert werden, dass „der regionale Widerstand das schöne Land und die Zukunft der Erde verteidigt und stärkt.”

Brief aus Notre-Dame des Landes zum 8. Dezember

 

Unsere Freunde aus Notre-Dame des Landes schreiben:

„Die Gruppe gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte von Notre Dame des Landes ist jetzt Teil der neuen Vereinigung « Notre Dame des Landes, Poursuivre ensemble » – „Notre Dame des Landes – Wir machen zusammen weiter“–, deren Arbeit darin besteht, die vor der Zubetonierung gerettete Landschaft und die Menschen, die durch Nutzung des Bodens diese Rettung ermöglicht haben, zu verteidigen.

-Wir bereiten gegenwärtig den nächsten Internationalen Tag gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte am 8. Dezember vor.

Angesichts der Dringlichkeit, die ökologische Wende zu begleiten, ist vorgesehen, dass dieser Tag sich um die COP 24 dreht, wie es unsere italienischen und deutschen Freunde vorhaben.

Die ZAD von Notre Dame es Landes entspricht genau den für diese Wende notwendigen Werten: Sparsamkeit, Solidarität, Langzeitinvestition… und wir müssen alles tun, damit die ZAD-Grundstücke nicht morgen dem Produktivismus, dem Erwerb durch die Raffgierigen (d.h. die Bauern, die ihre Äcker an Vinci verkauft und sich allgemein vergrößert haben) oder auch der industriellen Landwirtschaft geopfert, sondern im Gegenteil für eine bäuerliche und die Umwelt achtende Landwirtschaft von menschlichem Ausmaß frei gegeben werden.“

Brief aus Stuttgart an unsere Freunde von “ NO TAV“ im Susatal

Liebe Freunde vom Susatal,
Herzliche Grüße von der Arbeitsgruppe „Stuttgart 21 ist überall“ und der Bewegung gegen den Bau des schädlichen und gefährlichen Tiefbahnhofs in der Stadt Stuttgart.

Wir sind wir Ihr der Meinung, dass die aufgezwungenen unnützen Großprojekte im Gegensatz stehen zu den folgenlosen Versprechen der Großmächte, tatsächliche Anstrengungen zu unternehmen, um die Erderwärmung zu vermindern. Wir wünschen Euch, dass Eure Aktionen konsequent bleiben und dass der Geist für die gemeinsame Sache einzustehen sich in Italien und überall verbreitet. Wir werden von Euren Aktionen am 8. Dezember auf unserer Rede bei der Montagsdemonstration am 10. Dezember in Stuttgart berichten und bitten Euch, uns über das Netzwerk Informationen und Fotos dafür zu zuzusenden.
Solidarische Grüsse aus Stuttgart

 

Cari amici della Valle di Susa,
Saluti dal gruppo di lavoro ‚Stuttgart 21 e ovunque“‚ e il movimento contro la costruzione della dannosa e pericolosa stazione della metropolitana nella citta Stoccarda.

Siamo d’accordo con lei sul fatto che i progetti inutili su larga scala sono in contrasto con le promesse inconcludenti delle maggiori potenze a compiere sforzi concreti per ridurre il riscaldamento globale. Vi auguriamo che le vostre azioni rimangano coerenti e che lo spirito della causa comune prevalga in Italia e ovunque. Segnaleremo le vostre azioni l’8 dicembre al nostro discorso al Dimostrazione del lunedì del 10 dicembre a Stoccarda e vi chiederemo di inviarci informazioni e foto tramite la rete.
Saluti solidali da Stoccarda

 

Chers amis de Valsusa,
Vous avez les meilleures salutations du groupe „Stuttgart 21 est partout“ qui fait partie du mouvement contre la construction de cette gare souterraine nuisible et dangereuse dans la ville de Stuttgart Nous considérons comme vous que ces grands projets inutiles et imposés sont contraires aux promesses sans conséquences des grandes puissances de faire des efforts pour réellement diminuer le réchauffement de la terre. Que vos actions restent conséquentes et que cet esprit de la cause commune se répande dans toute l’Italie et partout. Nous parlerons de vos actions du 8 décembre lors de notre discours à la manifestation hebdomadaire du 10 décembre  à Stuttgart, et nous vous demandons de nous envoyer par le réseau des forums contre les GPII des informations et des photos de vos actions pour cela.
Stuttgart