Schlechte Nachrichten aus San Sebastian

 

Brief von unseren Freunden:

„Gestern hatten wir eine Pressekonferenz, auf der wir angeklagt haben, dass die Behörden rasend schnell die Arbeiten vorantreiben, um
uns alle (vor den nächsten Lokalwahlen im Mai 2019) vor vollendete und nicht umkehrbare Tatsachen zu stellen.
Mittlerweile arbeiten sie gleichzeitig an vier Baustellen, eine an einer geplanten U-Bahnstation, wo allerdings noch nicht viel zu sehen ist. Und
an drei Angriffspunkten, wo sie in den Berg eindringen wollen, um Zufahrtsrampen zu dem eigentlichen U-Bahntunnel bauen wollen.
Die Aufnahme, die ich dir hier mitschicke, ist von gestern von der am weitesten fortgeschrittenen Baustelle. Sie wollen von hier aus eine 500 m2018KO APIRILA25 PRENTSAURREAN
lange Rampe bis zu dem geplanten Tunnel in den Berg treiben. Und alles natürlich, obwohl noch eine Gerichtsentscheidung über die Gültigkeit
des Umweltgutachtens von 2010 aussteht, als bereits ein U-Bahn Projekt – allerdings mit anderer Linienführung – geplant aber nie umgesetzt worden war.
Und trotz der Veröffentlichung einer Alternativstudie, die eindeutig belegt, dass die angeführten Argumente für des U-Bahnprojekt komplett falsch sind.
Die Frequenzen von 7,5 Minuten lassen sich problemlos mit wenig Geld durch Gleisverdopplung an eingleisigen Engpässen östlich und westlich von Donostia
erreichen. Und der jetzige Kopfbahnhof (den ihr gesehen habt), ermöglicht einen perfekten Zugang zum Stadtzentrum.
Für Mai haben wir etliche Aktionen geplant, um noch mal zu versuchen, die Bevölkerung wachzurütteln.

Über das europäische Forum erreichten uns ein Bericht –  hier  Ausschnitte

(übersetzt /www.deepl.com/

SATORRALAIA RUFT AM 2. JUNI ZU EINER DEMONSTRATION GEGEN DEN U-BAHN-Baubeginn IN DONOSTIA AUF:

Die Nachbarschaftsbewegung Satorralaia ruft am 2. Juni zu einer Demonstration gegen die Führung der Metro in Donostia auf, um mit der nötigen Kraft auf den Fortschritt der Arbeiten und den Ernst der gegenwärtigen Situation zu reagieren, in der die baskische Regierung versucht, das Projekt unumkehrbar zu machen, indem es die Stadt plündert. Der bevorstehende Start der unterirdischen Arbeiten der Metro mit einer ersten „Tunnelbohrmaschine“ auf der Höhe des Sportzentrums Pio Baroja zwingt uns, Alarm zu schlagen – von dieser „Angriffsrampe“ aus ist geplant, die Route unter der Concha und der Altstadt zu bohren, zeitgleich mit den Bauunternehmen wurden die Arbeitsbereiche auf die Plaza Bentaberri, Morlans, Calle Autonomía, Paseo de Errondo ausgedehnt und die Eingänge für einen weiteren Zugangsstollen zum Gelände an der Avenida de Zarautz ausgehoben.

………………

Aus all diesen Gründen appelliert Satorralaia an alle Menschen und gesellschaftlichen Gruppen, noch einmal die Antwort des Volkes gegen den Metro-Durchbruch in Donostia zu geben und zu fordern:

Die Arbeit soll eingestellt werden.  Die Haushaltsmittel für diese Arbeit sollen für die dringendsten Bedürfnisse der Gesellschaft bereitgestellt werden.  Ein partizipativer Informationsprozess und die Entscheidung der Bevölkerung über das für Donostia am besten geeignete öffentliche Verkehrssystem.“

 

NO HUB GAS, Demonstration in SULMONA / Italien

Brief aus Italien (sobald wir neue Infos bekommen, siehe hier auf diesem Blog)

Guten Tag, Freunde und Bekannte,

Wir senden Ihnen einen Aufruf an unsere sozialen Bewegungen für eine mögliche Beteiligung an der nationalen Demonstration gegen das aufgezwungene unnütze Großprojekt SNAM-Pipeline „Adriatic Network“ (Massafra-Minerbio-Pipeline und Kompressoranlage in Sulmona) und generell gegen die Umwandlung der Abruzzen in ein Bergbaugebiet und Italien in ein „Hub“ für den Import und Export von Gas.

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 21. April in Sulmona (AQ) statt.

 

Foto aus:

http://www.abruzzoweb.it/contenuti/no-hub-gas-ultima-chiamata-per-manifestazione-piu-di-300-realta-sabato-a-sulmona/655755-327/

Neuer Appell zur ZAD

siehe auch:

http://burestop.free.fr/spip/spip.php?article902

ZAD de NDDL : appel pour une vraie sortie de crise !

Avant la reprise du dialogue avec la préfète de Loire-Atlantique, des organisations nationales, associations, collectifs et personnalités, appellent fermement le gouvernement à permettre une sortie de crise à la ZAD de Notre-Dame-des-Landes, pour éviter un nouveau Sivens.

La tentative d’expulsion des habitant-es de la ZAD engagée la semaine dernière par le gouvernement s’est soldée par un échec cuisant et prévisible. La méthode forte employée, brutale et guerrière a blessé de nombreuses personnes, semé la révolte et relancé un conflit stérile. Nous répétons que la poursuite des expulsions serait dramatique et ferait risquer un nouveau Sivens.

L’afflux de soutien en un temps record sur ce territoire est le révélateur du profond attachement inter-générationnel à ce lieu devenu un symbole d’expérimentation et d’espoir, bien loin des caricatures grossières et hâtives que veulent en donner certains politiques et ministres.
Le gouvernement continue néanmoins de mettre le couteau sous la gorge aux habitants encore non expulsés, menace des espaces d’activités non encore détruits, en enjoignant les habitants à accepter avant le 23 avril 2018 un modèle de régularisation purement individuel, qui opérerait un tri inacceptable entre eux. Alors que sur la Zad, solidarité et dimension collective sont expérimentées chaque jour et sont un des piliers de projets de vie.
Une écoute honnête et réelle quant à cette dimension collective du projet porté pour l’avenir de la Zad est essentielle. Une place doit être laissée à ce titre à des activités qui ont un caractère agricole, mais aussi artisanales, culturelles, sociales, ainsi qu’à l’ensemble des habitats. C’est ce maillage d’activités qui fait la richesse de ce lieu, un espace rural vivant, un lieu expérimental à cultiver, une singularité à préserver.
Alors que le mouvement d’occupation a accepté un nouveau rendez-vous avec la Préfète le 18 avril, nous ne pouvons croire que le gouvernement s’enferme définitivement dans une logique martiale, en méprisant au passage le soutien large dont bénéficie l’expérience de la Zad, comme le week-end du 14-15 avril l’a largement montré, sans laisser une place réelle au dialogue.
Nous réaffirmons donc notre soutien au territoire de la ZAD et demandons au gouvernement d’agir pour une véritable sortie de crise par le haut :
    – En sortant de l’ultimatum du 23 avril pour permettre un dialogue de long terme en posant un calendrier aux échéances raisonnables et soutenables
    – En retirant le dispositif militaire pour permettre des discussions apaisées
    – En laissant la porte ouverte aux projets de prise en charge collective des terres de la ZAD par celles et ceux qui l’habitent.
Il s’agit aujourd’hui d’admettre, au niveau gouvernemental, que d’autres modèles de schémas sociétaux sont désirable et possibles, que des projets d’agriculture innovants sont à expérimenter et que la répression aveugle ne peut avoir de place dans une société équilibrée,  démocratique et affichant sa volonté d’aller de l’avant.
 Übersetzung Stuttgart21 ueberall

ZAD von NDDL : Aufruf zu einer wirklichen Lösung für die Krise !

Vor der Wiederaufnahme des Dialogs mit der Präfektin von Loir-Atlantique, rufen die nationalen Organisationen, Vereine, Initiativen und Persönlichkeiten die Regierung nachdrücklich auf, eine Lösung für die Krise auf der ZAD von Notre-Dame des Landes zu ermöglichen, um eine neue Situation wie in Sivens zu vermeiden.

Der Versuch der Regierung in der letzten Woche, die BewohnerInnen der ZAD zu vertreiben, war ein vorhersehbarer Misserfolg auf der ganzen Linie. Die Methode der Härte mit brutalen und kriegerischen Methoden hat zahlreiche Menschen verletzt, den Geist der Revolte gesät und einen ruhenden Konflikt wieder aufleben lassen. Wir wiederholen, dass eine Fortsetzung der Vertreibung dramatisch werden und die Gefahr eines neuen Sivens in sich tragen könnte.

Der Zustrom in Rekordzeit von Unterstützern auf dieses Gelände zeigt deutlich die tiefe generationen-übergreifende Verbundenheit mit diesem Ort, der ein Symbol des Experimentieren und der Hoffnung geworden ist, ganz im Gegensatz zu den plumpen und übereilten Karikaturen, die gewisse Politiker und Minister von ihnen zeichnen wollen.

Die Regierung setzt den noch nicht vertriebenen Bewohnern das Messer an die Kehle, bedroht noch nicht zerstörte Handlungsräume und mahnt die Bewohner bis zum 23. April 2018 ein ganz individuelles Modell der Meldung zu akzeptieren, das unter ihnen eine unannehmbare Auslese erzeugen würde, während doch Solidarität und die kollektive Dimension Tag für Tag auf der ZAD erprobt werden und einer der Pfeiler der Lebensprojekte sind.

Ein wirklich offenes und ehrliches Ohr für diese kollektive Dimension des Projektes für die Zukunft der ZAD ist jetzt wesentlich. Dabei muss Platz für Aktivitäten von landwirtschaftlichem Charakter, aber auch mit handwerklichen, kulturellen, sozialen Seiten, und zwar für die Gesamtheit der Wohnräume, gelassen werden. Dieses Maschennetz von Aktivitäten macht den Reichtum dieses Ortes aus, schafft einen lebendigen ländlichen Raum, einen Ort des Experimentierens, die gepflegt, eine Besonderheit die erhalten werden soll. 

Nachdem die Besetzungsbewegung einem neuen Treffen mit der Präfektin für den 18. April zugestimmt hat, können wir nicht glauben, dass die Regierung sich definitiv in einer martialischen Logik verschließt und die breite Unterstützung für das Experiment der ZAD ignoriert, wie sie das am Wochenende vom 14.-15. April zu Genüge bewiesen hat, ohne dem Dialog einen realen Platz einzuräumen.

Wir versichern daher erneut unsere Unterstützung für das Gelände der ZAD und fordern die Regierung auf, so zu handeln, dass eine wirkliche Lösung der Krise von oben möglich wird:

  • Das Ultimatum vom April aufzugeben, um einen langfristigen Dialog zu ermöglichen und einen Kalender mit vernünftigen und möglichen Fristen zu setzen
  • Die militärischen Vorrichtungen zurückzuziehen, um wieder Diskussionen in beruhigter Atmosphäre führen zu können
  • Für Projekte mit kollektiver Verantwortung für die Ländereien der ZAD in der Hand derjenigen, die sie bewohnen .

 Heute geht um das Zugeständnis auf Regierungsebene, dass andere Modelle gesellschaftlicher Ordnung wünschenswert und möglich sind, dass innovative Landwirtschaftsprojekte experimentiert werden, und dass blinde Unterdrückung in einer ausgewogenen demokratischen Gesellschaft, die den Wunsch vorwärts zu gehen verbreitet, keinen Platz hat.

 

 

Solidaritätserklärung aus Stuttgart

 

Le mouvement des citoyens contre Stuttgart 21 est solidaire des amis de Notre-Dame- des Landes

Stop à l’évacuation et aux destructions,

protégeons des approches alternatives !

L’alliance d’action contre Stuttgart 21 est solidaire des ZADistes, des occupants de la zone prévue pour un aéroport à Notre-Dame-des-Landes/Bretagne. Le projet a été abandonné après de nombreuses années de débat et de confrontation; c’est un grand succès du mouvement citoyen – et une chance.

Au lieu de protéger les nombreux projets alternatifs écologiques, d’agriculture et de formes de vie alternatives, les militants sont actuellement expulsés par un déploiement massif de la police. Des institutions construites par les ZADistes, dont bon nombre d’habitants et de paysans qui ne se sont pas laissés chasser, sont progressivement détruites. Les confrontations se poursuivent. Les gens arrivent en soutien de toute la France et d’ailleurs.

Nous dénonçons la violence de la police contre ceux à qui nous devons, grâce à leur désobéissance civile, l’abandon d’un grand projet insensé.

Nous soutenons la résistance des occupants de la zone et nous signons aussi l’appel suivant qui circule : 

 

 

Bürgerbewegung gegen S21 solidarisch mit Freunden in Notre-Dame-des-Landes
Räumung und Zerstörungen stoppen,
alternative Ansätze schützen!

 

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 solidarisiert sich mit den ZADisten, den Besetzern des
Areals in Notre-Dame-des-Landes/Bretagne, auf dem ein Flughafen gebaut werden sollte. Das
Projekt wurde nach vielen Jahren der Auseinandersetzung abgesagt. Ein großer Erfolg der
Bürgerbewegung – und eine Chance.
Statt die vielen alternativen Projekte des Umweltschutzes, der Landwirtschaft und alternativer
Lebensformen zu schützen, werden die AktivistInnen derzeit mit einem massiven
Polizeiaufgebot vertrieben. Einrichtungen, die die ZADisten, darunter viele Einwohner und
Bauern, die sich nicht haben vertreiben lassen, errichtet hatten, werden Zug um Zug zerstört.
Die Auseinandersetzungen dauern an. Aus ganz Frankreich und darüber hinaus reisen
UnterstützerInnen an.
Wir verurteilen die Polizeigewalt gegen die, deren zivilem Ungehorsam es zu verdanken ist,
dass ein unsinniges Großprojekt nicht gebaut wird. Wir unterstützen den Widerstand der
Platzbesetzer.

Wir unterzeichnen auch den zirkulierenden Aufruf:

Stopp der Evakuierung der ZAD! Sofort, bevor es zu spät ist!

Die Organisationen und Vereine, die den aufgezwungenen Großprojekten die für den Erhalt
der Umwelt gefährlich und schädlich sind, entgegentreten, sind empört und verurteilen das
gegenwärtig stattfindende Vorgehen der Regierung auf dem Gelände der ZAD von Notre
Dame des Landes.
Sie fordern diese groß angelegte militärische Operation zu stoppen, die blind und
summarisch all die dort eingeführten oder in der Erprobung befindlichen Projekte
alternativen Lebens zerstört, die zuvor gegebene Zusagen gegenüber zahlreichen
BesetzerInnen mit Füßen tritt, und die eine sehr riskante Spirale der Spannungen und einen
daraus resultierenden verzweifelten und aussichtslosen Prozess provoziert.
Der Staat trägt die volle Verantwortung für die schon angekündigten Verletzten, sowohl unter
den Bewohnern der ZAD als auch unter den Ordnungskräften. Wir erinnern uns an das
Drama von Sivens und die darauf folgenden Versammlungen im Rahmen der Kommission
Richard, wo wir beteiligt waren– war das vergeblich? Mit der Knebelung der Presse erreicht
dieses Vorgehen eine neue Stufe, die niemanden gleichgültig lässt und eine große
Beunruhigung hervorruft.
Die gegenwärtige Mehrheit der Politiker muss mit ihrer Verachtung, Stigmatisierung und
Zerstörung des Wunsches nach neuen ökonomischen, landwirtschaftlichen, kulturellen,
solidarischen und gesellschaftlichen Modellen aufhören. Es sind Wünsche eines Teils der
heutigen Jugend, die allein berechtigt ist, ihre Zukunft aufzubauen. Das Signal, das heute mit
der Evakuierung der ZAD von Notre Dame des Landes an die „Welt von morgen“ gegeben
wird, ist unwürdig für ein Land, das sich noch als demokratisch bezeichnet.
Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, Donizettistraße 8 B · 70195 Stuttgart info@kopfbahnhof-21.de, http://www.kopfbahnhof-21.de, http://www.umstieg-21.de
Daher appellieren wir an die zuständigen Ministerien, sich zu besinnen, eine sofortige Pause
bei der Zerstörung auf dem Gelände einzulegen und den Dialog wieder aufzunehmen. Sonst
werden die Aufrufe zur Mobilisierung und zur Unterstützung in alle Richtungen in den
kommenden Stunden verstärkt werden.

Unterzeichner:
Agir pour l’Environnement
Coordination Cigeo-BURE Stop (Asodedra, Burestop 55, Bure Zone Libre, Cedra 52, Eodra,
Habitants vigilants de Gondrecourt-le-Château, MNE, Fédération MIRABEL Lorraine
environnement et des opposantes et opposants à la poubelle nucléaire) (en attente
confirmation pour certains)
Collectif pour le Triangle de Gonesse
France Nature environnement Grand Est
France Nature Environnement (en attente confirmation)
Réseau Sortir du nucléaire (en attente confirmation)
Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21