Erfolg im Widerstand gegen das Atom-Endlager in BURE/Frankreich

14.8.16: Im Wald Lejuc ist die von der ANDRA illegal errichtete Mauer gefallen!

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Diese Mauer hat die ANDRA im Wald der Gemeinde Mandres-en-Barrois errichtet, um ihr geplantes Atom-Endlager und das dazugehörige unterirdische Labor zu schützen. Die Mauer wurde ohne vorige Einholung einer Baugenehmigung nach einer ebenso illegalen Rodung des Waldes errichtet. In diesem Wald sollen Bohrungen für die zukünftigen Belüftungsschächte durchgeführt werden, die später die – radioaktiven – Abgase aus den Tunneln nach draußen leiten sollen.

Ein Gerichtsbeschluss vom 1. August schreibt der ANDRA vor, in den kommenden sechs Monaten  nachträglich die Genehmigungen für die illegal im Wald ausgeführten Bauarbeiten für CIGÉO einzuholen (was in diesem Zeitraum nicht möglich ist). Andernfalls muss die ANDRA den Wald wieder in den vorigen Zustand zurückversetzen. Da die ANDRA sich jedoch taub stellt, sind am Sonntag, dem 14. August, mehrere Hundert Menschen zusammengekommen, um dies selbst zu tun.

Ein Demonstrationszug mit fast 500 Menschen verschiedenen Alters und aus allen Richtungen verließ das Dorf Mandres-en-Barrois in Richtung Wald Lejuc. Die Bereitschaftspolizei und die Security-Männer der ANDRA hatten den Wald am Tag zuvor verlassen; Die vom privaten Sicherheitsdienst der ANDRA ausgeübte Gewalt bei der letzten Demonstration hatte ihr offenbar einen zu schlechten Ruf eingebracht.

Im Wald angekommen, machten sich die DemonstrantInnen sofort auf unterschiedlichste Art und Weise in festlicher Stimmung an die Wiederinstandsetzung: die einen pflanzten Bäume und Setzlinge, während sich andere mit der durch die ANDRA illegal errichteten Mauer beschäftigten: Mehrere hundert Meter der illegal errichteten Mauer wurden niedergerissen,  andere Mauerstücke bemalt. Im Anschluss versammelten sich die AktivistInnen zu einem gemeinsamen Picknick auf dem Gelände.

Dieser Volksaufstand ist eine gesunde und legitime Reaktion auf die Walze der ANDRA, die zu allem bereit ist, um CIGÉO durchzusetzen (Einsatz von stark bewaffnetem Sicherheitsdienst, Mißachtung der Gesetze, Mißachtung der Gerichtsentscheidungen). Mehrere hundert DemonstrantInnen konnten das Ausmaß der Schäden am Wald feststellen: Kahlschlag im Hochwald junger Bäume und im Mittelwald. Einiges lässt vermuten, dass die ANDRA auch nach Erlass des Baustopps durch das Gericht am 1. August noch die Rodungen fortgesetzt hat. Nun muss der Wald weiter verteidigt werden.

 

Bilder, Infos und Texte (teilweise zusammengefasst) aus: Blog eichhörnchen.fr

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