Bayonne 6. internationales Forum – forumgpii – Abschlusserklärung

39 Bürger- Protest-Bewegungen gegen unnütze und aufgezwungene Megaprojekte versammelten sich zum 6.Forum in Bayonne vom 15.Juli bis zum 17.Juli 2016.

zu den motivierenden, angeregten Diskussionsrunden und den aufmunternden Ergebnissen, demnächst mehr in diesem Blog.

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Hier die Abschlusserklärung:

http://forum-gpii.com/fr/

  1. Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte

Seit der Charta von Hendaye im Januar 2010 haben sich die Beziehungen zwischen den Gruppen im Kampf gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte verstärkt und auf neue Bewegungen ausgedehnt. Seit 2011 wurde für den Austausch und gemeinsames Vorgehen jedes Jahr ein Forum als Treffpunkt organisiert.

Auch auf dem 6. internationale Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte (UIMP, GPII) vom 15. bis 17. Juli 2016 in Bayonne konnten wieder ähnliche und besondere Erfahrungen des Widerstands ausgetauscht und die Verbindungen und die Solidarität untereinander verstärkt werden.

Dieses Jahr war das Forum besonders geprägt vom Pariser Klimagipfel COP 21 und der Dringlichkeit, die Klimaerwärmung aufzuhalten, aber auch von der demokratischen Krise, der Verhärtung sozialer Konflikte und der dramatischen Lage der Flüchtlinge.

Mit Konferenzen, Workshops und Diskussionen, die sich abwechselten, gab das Forum Gelegenheit unsere Praxis und unsere Aktionen zu diskutieren, um den Zusammenhalt unseres Widerstands zu stärken und um auf einen Umschwung zu einer ökologischen und demokratischen Gesellschaft hin zu wirken. Einige Aktivisten bereicherten das Programm mit Musik und mit Sketchen zur Problematik der aufgezwungenen unnützen Großprojekte.

Nach der erneuten Vorstellung der vertretenen Gruppen setzten die verschiedenen Konferenzen und Ateliers den Schwerpunkt auf:

  • die Bedeutung der Bewegung gegen die aufgezwungenen und unnützen Großprojekte für den Erhalt der Umwelt und des Klimas
  • den Begriff des Gemeinwohls
  • Gemeinsamkeit und Wegkreuzungen des Widerstands
  • die Erpressung mit dem Arbeitsplätzen
  • gewaltfreie Aktionen
  • die fehlende Konsequenz nach der COP 21
  • den perfiden Handel mit der so genannten Kompensation umweltschädlicher Übeltaten
  • die Begriffe Legalität (als Deckmantel für verstärkte Repression und Missachtung von Demokratie) und Legitimität (für die Enthüllung von Lügen und mafiösen Methoden sowie für den zunehmenden Protest und Widerstand und neue demokratische Aktionsformen).

Wir wollen wird zu verschiedenen Terminen unsere Einheit im Widerstand demonstrieren, insbesondere:

  • am 8. Oktober 2016, dem Widerstandstag in Notre Dame des Landes
  • am Mittwoch, den 26. Oktober 2016 in Straßburg bei der Übergabe des Rechtsspruchs durch das Permanente Tribunal der Völker an die europäischen Institutionen und das Europaparlament (mit Verurteilung der EU, Frankreichs und Italiens wegen Missachtung der grundlegenden Bürgerrechte bei zahlreichen Großprojekten).
  • am gemeinsamen Aktionstag Mitte Dezember gegen die aufgezwungenen unnützen Großprojekte, an dem, entsprechend dem Logo der weißen Elefanten, jede Gruppe eine dezentrale Aktion vor Ort organisiert (Demonstration, öffentliche Versammlung, Diskussion, Flugblätter).

Auf dem nächsten Forum werden wir unsere Solidarität erneut bekräftigen, und in der Zwischenzeit wollen wir uns gemeinsam an zentralen Demonstrationen beteiligen.

Schließlich bekunden wir hiermit erneut unsere Unterstützung für den Widerstand gegen das unterirdische Atommüll-Lager in Bure und für die internationalen Bewegungen, die besonders schlimmer Unterdrückung ausgesetzt sind.

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