CHILE — BREAKING NEWS — Regierung gesteht Fehler ein – Spontane Freudenfeste – Megaprojekt doch noch gestoppt ! — CHINA — Eisenbahnminister wegen Korruption im Gefängnis !

 Es ist also doch möglich – Happy End in Chile !

NZZ 11. Juni 2014, 10:33

“Umweltschützer waren gegen die Pläne seit Jahren Sturm gelaufen. Für das Staudammprojekt sollten 5900 Hektaren weitgehend unbesiedeltes Land geflutet werden. Um den Strom in den Norden des Landes zu transportieren, hätte zudem eine 2000 Kilometer lange Hochspannungsleitung gebaut werden müssen.Der Staudammgegner Patricio Rodrigo vom Rat zum Schutz Patagoniens sagte am Dienstag, das Aus für das Projekt sei «ein Erfolg der Bürger des Landes, die sich dafür eingesetzt haben, eine Landschaft zu schützen».,,

LINK:

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/riesiges-staudammprojekt-in-patagonien-gestoppt-1.18319554

zur Vorgeschichte ein Bericht der LATEINAMERIKANACHRICHTEN

Kristin Schwierz
Ausgabe: Nummer 444 – Juni 2011

Menschenmeer gegen Staudämme

In Chile gehen die Massenproteste gegen den Bau des Mega-Staudammprojekts „HidroAysén“ weiter

Am 9. Mai beschloss eine von der chilenischen Regierung beauftragte regionale Umweltkommission mit großer Mehrheit den Bau des Megaprojekts „HidroAysén“ in dem südlichen Gebiet Patagonien. Während die rechte Regierung unter Präsident Sebastian Piñera das Staudammprojekt als alternativlos darstellt, spricht sich die große Mehrheit der ChilenInnen dagegen aus. Seit dem Beschluss entwickelt sich eine Massenbewegung neuer Qualität in Chile, die der Repression trotzt.

Am Abend des 13. Mai wurde die Alameda – die Hauptverkehrsader Santiagos – von einem Menschenmeer geflutet, wie man es in Chiles Hauptstadt lange nicht mehr erlebt hatte: Die Zahlen schwanken zwischen 30.000 und 50.000 DemonstrantInnen, die an diesem Abend auf die Straße gingen. „Patagonia sin Represas“ („Patagonien ohne Staudämme“) schallte es zehntausendfach wieder und wieder durch das Stadtzentrum. Die Stimmung ist kämpferisch und ausgelassen, sie wird getragen von dem Gefühl, eine Bewegung zu sein, einig zu sein in dem Willen, das größte Staudammprojekt aller Zeiten in Chile zu stoppen. Doch nach nicht einmal einem Kilometer macht der chilenische Staat – repräsentiert durch ein gewaltiges Polizeiaufgebot – allzu deutlich seinen Willen klar: Die Bewegung zu stoppen.
Es gibt kein Durchkommen mehr, die Straße wird dicht gemacht. Wasserwerfer werden eingesetzt und nach 20 Minuten wird die friedliche Menge mit massivem Einsatz von Tränengas auseinander getrieben. Später sammelt sich die Demo vor dem Regierungsgebäude wieder. Die Aktivistin Charlotte Mathivet berichtet von einer „wahren Schlacht“: „Carabineros mit Guanacos, Zorillos, Pferden und Hunden und der Gipfel: Helikopter, die aus niedriger Höhe Gas auf uns herunter schossen.“ Sie erzählt weiter von gewalttätigen Übergriffen der Polizei auf flüchtende DemonstrantInnen und von Gas in U-Bahn-Stationen. Guanacos – spuckende Kameltiere – werden in Chile ironisch die Wasserwerfer genannt, Zorillos die Fahrzeuge, aus denen Gas geschossen wird. Über 60 Verhaftete und etliche Verletzte allein in Santiago waren das Resultat des Abends.
Und dies war nicht die erste Demo gegen HidroAysén, die gewaltsam aufgelöst wurde: Am Abend nach der Abstimmung der Umweltkommission demonstrierten landesweit tausende Menschen, in Santiago fast 10.000. Und am folgenden Tag gingen die Proteste weiter. Die GegnerInnen ließen sich von dem massiven Polizeieinsatz mit Wasserwerfern und Gas nicht einschüchtern: „Während der ganzen Woche stieg die Zahl der DemonstrantInnen an. Das ist sehr wichtig in einem Land, das über Dekaden in Angst vor dem Militär und der Polizei gelebt hat. Eine Angst, die die Rückkehr zur Demokratie überdauerte. Aber auch in Apathie durch den steigenden Individualismus und einer kritiklosen Kultur,“ so Charlotte.
Was Anfang Mai in der Region Aysén beschlossen wurde, ist nicht weniger als der faktische Verkauf eines Teils des Gebiets Patagonien an zwei Energie-Monopolisten: die spanische Endesa und das chilenische Unternehmen Colbún, die bereits jetzt fast Dreiviertel der Energie in Chile erzeugen……

LINK:

http://www.lateinamerikanachrichten.de/index.php?/artikel/4110.html

auch Spiegel online berichtet:

LINK:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/chile-stoppt-mega-staudamm-in-patagonien-a-974440.html

Patagonien: Chiles Regierung stoppt Mega-Staudammprojekt

 

Aysen-Region in Chile: Regierung verbietet Staudamm-Projekt

Unglaubliche Nachrichten – ABER – LIEBER SPÄT ALS NIE

unbedingt das Video sehen – es ist kaum zu fassen !

Ergänzung am 3. Juli 2014

Was uns jetzt erst bekannt wurde:

Chinesischer Eisenbahnminister landete durch Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekt im Gefängnis!

Parallelen zu Stuttgart 21 … ???

Ein uns soeben erst bekanntgewordener TAZ- Artikel von

Jutta Lietsch – taz.eins-Redakteurin

Hochgeschwindigkeitszüge in China

Cool. Toll. Nur für Bosse

Mit neuen Bahnstrecken will China das ärmere Hinterland an die reiche Küste anschließen. Doch der „Zug der Harmonie“ ist nichts für Arme.

Der Hochgeschwindigkeitszug nach Schanghai gehört zu den großen Bauprojekten, die China in die moderne Zeit katapultieren und das ärmere Hinterland enger mit dem industrialisierten Küstenregionen verbinden sollen – neben dutzenden neuer Flughäfen und einem gewaltigen Netz ebenso neuer Autobahnen.

Im April 2008 hatten die Eisenbahner mit dem Bau der neuen Trasse begonnen. Über 100.000 Arbeiter verlegten Gleise, zogen Kabel, bauten Zäune. Nun braust der Zug ruhig – mal auf Betonstelzen, mal auf aufgeschütteten Trassen – durch vier Provinzen Richtung Süden.

Die Premiere der Peking-Schanghai-Route pünktlich zum 90. Geburtstag der Kommunistischen Partei am 1. Juli war in Peking als Symbol wirtschaftlicher Stärke und Zukunftsdenkens gefeiert worden – und hat in der Öffentlichkeit zugleich ungewohnt scharfe Debatten über die hohen Baukosten von rund 23,7 Milliarden Euro und das intransparente Geschäftsgebaren der Behörden ausgelöst.

Denn der in China als Vater der Hochgeschwindigkeitsbahn bekannte frühere Eisenbahnminister Liu Zhijun sitzt seit Februar wegen Korruption in U-Haft. Er hatte sich vehement dafür eingesetzt, in seiner Heimat ein besonders schnelles Bahnnetz zu entwickeln, das sich hinter den japanischen, französischen oder deutschen Vorbildern nicht zu verstecken braucht. „

Alles lesen in der TAZ

LINK

http://www.taz.de/!74685/

NTD – China Land, Kultur und Nachrichten :

,,Chinas massives Hochgeschwindigkeits-Schienennetz gilt als unsicher und unprofitabel. Die Betreiber werden als korrupt bezeichnet.

Der Chef des chinesischen Eisenbahnministeriums, Liu Zhijun, war verantwortlich für den Bau des Schienennetzes, das 13.000 km durch China führt. Die Kosten dazu beliefen sich Berichten zufolge auf 280 Milliarden Euro.

Liu wurde im Februar gefeuert und befindet sich derzeit im Gefängnis. Gegen ihn wird ermittelt, wegen, Zitat, „schwerer Disziplinarverstöße“. Während seiner siebenjährigen Zeit als Chef habe er ein privates Vermögen von 85 Milliarden Euro erschwindelt….“

 

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