Das Goldbergbau-Projekt Roșia Montană

Roșia Montană (deutsch Goldbach, ungarisch Verespatak) ist eine Gemeinde im Kreis Alba in Siebenbürgen, Rumänien.

Einwohner 2011: 2.656, Höhe 800 m, Fläche 41 km2, Bürgermeister Eugen Furdui, Die nächstgelegene größere Stadt Abrud (Großschlatten) ist 10 Kilometer westlich, die Kreishauptstadt Alba Iulia (Karlsburg) ca. 80 Kilometer.

Mit seinen 16 Dörfern und Weilern ist Roșia Montană Teil des historischen Motzenlandes.

Roșia Montană zählt zu den ältesten und bedeutendsten Gold-Lagerstätten Europas. Seit über 2000 Jahren wird hier Gold abgebaut.

Ein Projekt des kanadischen Konzerns Gabriel Resources beunruhigen derzeit die Bergwerksstadt und sorgen für weltweite Proteste: Für einen modernen Tagebau sollen zwei Talschaften in Krater verwandelt und rund 2.000 Menschen umgesiedelt werden.

Nachdem der Bergbaukonzern in der Amtszeit von Präsident Ion Iliescu von der rumänischen Regierung eine Konzession zum Betrieb eines Tagebaus in Roșia Montană erhalten hatte, wurde mit der Ablöse von Häusern und Grundstücken, sowie bereits mit Abrissarbeiten begonnen. Gegen dieses Projekt begann sich jedoch öffentlicher Widerstand zu regen, wegen der geplanten Verwendung von Natriumcyanid bei der Gewinnung des Goldes. Im Jahr 2000 hat es bei einem anderen Goldbergwerk im Norden des Landes, in dem dieselbe Fördertechnologie verwendet wurde, einen Dammbruch gegeben, der zu einer schweren Umweltkatastrophe führte (siehe: Baja-Mare-Dammbruch).

In Baia Mare (Frauenbach) in Rumänien ereignete sich am Abend des 30. Januar 2000 ein Dammbruch einer Absetzanlage, der eine schwere Umweltkatastrophe zur Folge hatte. Nach schweren Regenfällen brach am 30. Januar 2000 vermutlich gegen 23 Uhr in der Stadt Baia Mare in Nordwest-Rumänien der Damm einer Golderz-Aufbereitungsanlage. 100.000 m3, nach anderen Informationen mindestens 300.000 m3 mit Schwermetallen versetzte Natriumcyanidlauge überflutete das angrenzende Areal und gelangte über den Săsar-Bach und die Flüsse Lapuș und Someș (ungarisch Szamos) in die Theiß und in die Donau. Nach schweren Regenfällen brach am 30. Januar 2000 vermutlich gegen 23 Uhr in der Stadt Baia Mare in Nordwest-Rumänien der Damm einer Golderz-Aufbereitungsanlage. 100.000 m3, nach anderen Informationen mindestens 300.000 m3 mit Schwermetallen versetzte Natriumcyanidlauge überflutete das angrenzende Areal und gelangte über den Săsar-Bach und die Flüsse Lapuș und Someș (ungarisch Szamos) in die Theiß und in die Donau.

Die Anlage war zu 51 Prozent im Eigentum der australischen Unternehmens  urul/Esmeralda und zu 49 Prozent im Besitz der rumänischen Staatsfirma Remin.

Ein enormes Fischsterben war die Folge. Mehr als 1.400 Tonnen Fische verendeten. Es war die größte Umweltkatastrophe Osteuropas seit dem Reaktor-Unfall 1986 in Tschernobyl und hatte gravierende Folgen für die Umwelt in Rumänien. Die Existenzgrundlage einiger hundert Fischer entlang der Theiß in Ungarn wurde vernichtet. In einigen ungarischen Städten war die Trinkwasserversorgung für mehrere Tage unterbrochen. In Rumänien floss das Gift auch über Wassergräben in das am Damm gelegene Dorf Bozânta Mare und vergiftete Trinkwasser und Erdboden. Als Gegenmaßnahme wurde umgehend Natrium-hypo-chlorit zugesetzt, um die Zyanidverbindung zu toxisch unbedenklichen Salzen zu oxidieren.

Die Ursachen des Unfalls waren eine Mischung von Konstruktionsfehlern, mangelnder Kontrolle, ungenügendem Risikomanagement und extremen Wetterverhältnissen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ro%C8%99ia_Montan%C4%83

Der Bergbaukonzern Gabriel Resources

ist mit 80,46 % an dem umstrittenen Rosia Montana Gold-Projekt in Rumänien beteiligt. Die Seite des BergbauKonzerns: http://gabrielresources.com/site/RMGCManagement.aspx

Seit Juni 2010 ist Alfred Gusenbauer im Direktorium des kanadischen Bergbaukonzerns Gabriel Resources.

Zu seiner Person: Alfred Gusenbauer (* 8. Februar 1960 in St. Pölten, Niederösterreich) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker und war von Januar 2007 bis Dezember 2008 Bundeskanzler von Österreich. Von 2000 bis 2008 war er Bundesparteivorsitzender der SPÖ.

Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater (2009 für den Bankkonzern Hypo Group Alpe Adria) und Lobbyist, sowie in verschiedenen Positionen in der Bau-, Immobilien- und Finanzbranche tätig, u. a. als Aufsichtsratsvorsitzender der Strabag SE (Juli 2010).http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Gusenbauer#Berufliche_T.C3.A4tigkeit

Seit Sommer 2009 ist er in beratender Funktion als Osteuropa-Experte für die WAZ-Mediengruppe (u.a. Beteiligungen an den Tagesblättern Kronen Zeitung und Kurier) tätig.

Weiter sitzt Alfred Gusenbauer seit 17. September 2009 im Aufsichtsrat der SIGNA-RECAP Holding AG des österreichischen Immobilieninvestors René Benko.

Im Herbst 2009 übernahm Gusenbauer einen Posten als Europa-Direktor des chilenischen Investmentfonds Equitas European Funds (Immobilien, Informationstechnologie, Umwelttechnik und Agrarindustrie), einer Tochter der Fondsgesellschaft Equitas Capital SpA mit Sitz in Santiago de Chile.

Seit Kasachstan Anfang 2010 den OSZE-Vorsitz übernommen hat, berät Gusenbauer den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew.

Von November 2011 bis Jänner (Januar) 2012 hielt Alfred Gusenbauer als Gastprofessor mehrere Vorlesungen zum Thema „Die Realpolitik der EU-Institutionen im politikwissenschaftlichen Fokus“ an der Universität Innsbruck.

(zusammengestellt vom Arbeitskreis S21 ist überall)

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