Grußwort des Arbeitskreises „Stuttgart 21 ist überall“ an die Demonstration in Nantes vom 22.2.14

Liebe Demonstrantinnen und Demonstranten, die gegen den Steuern schluckenden, überflüssigen und für Mensch und Natur schädlichen Großflughafen in Notre Dame des Landes aufstehen, liebe Mitstreiter gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte in Frankreich und anderswo!

Wir, die wir gegen den Umwelt und Klima schädigenden und Menschen verachtenden Tiefbahnhof Stuttgart 21 aufstehen, grüßen Euch herzlich und wünschen Euch vollen Erfolg! Wir bedauern, dass wir so weit weg sind, wir sind bei Euch mit unserem Herzen, unserer Empörung und unseren Wünschen.

Wir stellen fest, dass Ihr nach wie vor entschlossen und widerstandsbereit seid, und das erfüllt uns mit Stolz. Ihr habt mit der Phase des „Dialogs“ ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir, aber Ihr ward durch die Stuttgarter „Schlichtung“ vorgewarnt: Was uns von oben vorgesetzt wird, soll uns verunsichern und spalten. Die großen Politiker stehen im Sold der Multiunternehmen und ihrer Banken und Börsenspekulanten. Damals wurde bei uns der Ruf „Lügenpack“ laut, der seitdem nicht mehr verstummt.

Ihr behaltet die Sache selbst in der Hand, um das Mega-Flughafen-Projekt zu verhindern. Eure Parole ist: „Wir lassen sie nicht tun und lassen, was sie wollen! Die Bauarbeiten werden nicht beginnen!“ Es macht Mut Euren Widerstand zu verfolgen. Wir erleben, wie Ihr basisorganisiert arbeitet, weiterhin aufklärt und breiteste Unterstützung aus dem ganzen Land organisiert.

Wie Ihr wisst, schreiten bei uns in Stuttgart die Arbeiten für den aufgezwungenen unnützen Tiefbahnhof S 21 bereits fort, aber der Widerstand gibt trotzdem keineswegs auf. Es wird immer greifbarer, was das Großprojekt bedeutet, da wegen der Tunnelbohrungen bereits die ersten Häuser Risse bekommen. Seid versichert: Wir legen weiter die vorprogrammierten Riesenprobleme offen, so dass die Betreiber kalte Füße bekommen. Nachdem wir seit 4 Jahren montags meist vor dem Bahnhof demonstrieren und uns informieren, zurzeit mit 1.000 bis 2.000 Leuten wöchentlich, und regelmäßig Baustellen blockieren, wird jetzt durch die Medien und die großen Parteien mit manipulativen Argumenten wie „kommunistisch gesteuert“ massiv Spaltung betrieben. Wir verteidigen unser Demonstrations- und Versammlungsrecht.

In Rosia Montana in Rumänien, wo die Menschen mit viel Erfolg gegen das Menschen verachtende, Wasser vergiftende und Landschaft zerstörende Goldabbauprojekt kämpfen, wird vom 8. bis 11. Mai das nächste Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte stattfinden. Dort werden wir uns gegenseitig den Rücken stärken und unsere weitere Zusammenarbeit beraten.

Bleibt einig und standhaft. Gemeinsam werden wir eine international unüberhörbare Kraft gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte. Schließen wir uns zusammen! On ne lâche rien!

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