Presseerklärung aus Rosia Montana zum 4. Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte

Februar 2014

Wir freuen uns, Ihnen das vierte Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte anzukündigen. Nach dem Susa-Tal in Italien 2011, Notre Dame des Landes in Frankreich 2012 und Stuttgart 2013 findet das Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte in diesem Jahr zwischen dem 8. und 11. Mai 2014 im rumänischen Roşia Montană statt.

Das Roşia Montană Projekt ist kein Verkehrsinfrastrukturprojekt wie die meisten anderen Großprojekte, zu denen die Foren bisher stattfanden. Der rumänische Ort ist bedroht durch das größte Projekt für einen auf dem Einsatz von Zyanid basierenden Gold-Bergbau in Europa durch die kanadische Firma Gabriel Resources, auf Kosten der Menschen, ihres Lebens, der Gemeinden und der Umwelt.

Wie alle anderen Mega-Projekte wird die Goldmine in Roşia Montană von dem Unternehmen und der rumänischen Regierung als Instrument für Wachstum und Arbeitsplätze präsentiert. Es wird vorangetrieben mit Korruption, illegalen Exhumierungen, Lügen, Betrug, Einschüchterung und Repression.

Doch eine starke lokale, nationale und internationale Bewegung kämpft seit dem Jahr 2000 gegen die Errichtung der Goldmine. Diese Initiative entwickelte sich zur größten sozialen und ökologischen Bewegung gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik der rumänischen Regierung. Ebenso wächst die Bewegung gegen Fracking.

Eine der jüngsten Besorgnisse der Bewegung gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte ist der Entwurf für die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (THIP) zwischen den USA und der EU. Eine Unterschrift unter dieses Abkommen ebnet den Weg insbesondere für  einen verantwortungslosen Goldbergbau nordamerikanischer Unternehmen.

Die Gruppen und Initiativen, die gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte aktiv sind, geben auf dem 4. Forum die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, zur Erläuterung der politischen und ökonomischen Mittel, mit denen diese Projekte durchgesetzt werden, zum voneinander Lernen. Weiterhin wird das Forum mit den teilnehmenden Gruppen über Methoden des Widerstandes berichten und über alternative Perspektiven zu den Großprojekten nachdenken. Gruppen und Initiativen aus Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Slowakei, Spanien, Türkei, Ukraine, Großbritannien und Rumänien werden vertreten sein.

Die Medienvertreter sind herzlich zu diesem Forum eingeladen. Das Forum macht es sich zur Aufgabe aufzuzeigen, wie gut die sozialen und ökologischen Bewegungen im Kampf gegen Verantwortungslosigkeit und Korruption organisiert und vernetzt sind.

Detaillierte Informationen über das Programm des Forums finden Sie in Kürze hier:  www.rosiamontana.org/fauimp4