Nicoletta Dosio

Nachrichten von Nicoletta Dosio                                                     

13. 11.

Oggi visita dei carabinieri. Non era per accompagnarmi in carcere, ma per verificare l’idoneità della mia casa a diventare per un anno la mia prigione e saggiare la disponibilità del mio compagno di vita a condividere la mia galera domiciliare.
Ho risposto che non ho chiesto misure alternative, quindi, ancora una volta, non sono disponibile ad essere la carceriera di me stessa: i domiciliari non li rispetterò.
Ma com’è che questa “giustizia” forte con i deboli e debole con i forti”, pronta a mandare in carcere un povero diavolo che sottrae ad un supermarket due scatolette di tonno, risoluta a randellare con i suoi tribunali ogni opposizione sociale (come sanno bene le donne e gli uomini del movimento NO TAV), cerca di evitare nei miei confronti un provvedimento che la sua stessa”legge” le imporrebbe?
Vedremo nei prossimi giorni. La partita a scacchi continua.

18. 11.

Ecco quanto notificatomi poco fa dai carabinieri.
La procura di Torino, fingendo di ignorare la mia decisione di non chiedere misure alternative alla carcerazione e facendo lo gnorri circa la mia dichiarata volontà di rifiutare ogni misura che mi renderebbe carceriera di me stessa e della mia famiglia, rimanda di propria iniziativa al magistrato di sorveglianza la sentenza se per me sarà carcere o “esecuzione presso il domicilio delle pene definitive”. Decisione singolare, che non ha precedenti presso il tribunale di Torino.
Ah Ponzio Pilato! La scelta di non scegliere ha lastricato la storia di iniquità e di viltà.
Queste condanne definitive non sono che la tappa finale di un‘ ingiustizia portata avanti (e non solo nei miei confronti) attraverso tre gradi di giudizio.
No, non sarò la carceriera di me stessa. Proseguo tranquilla per la mia strada, perché so di non essere sola e sono consapevole che, contro l’ingiustizia del potere, la resistenza è un dovere.

Übersetzung AK Stuttgart 21 überall

13. 11.

Heute Besuch der Carabinieri. Es ging nicht darum, mich ins Gefängnis zu begleiten, sondern die Eignung meines Hauses zu überprüfen, für ein Jahr mein Gefängnis zu werden und die Bereitschaft meines Lebenspartners zu testen, mein Heimgefängnis zu teilen.

Ich antwortete, dass ich keine alternativen Maßnahmen gefordert habe, so dass ich wieder einmal nicht als mein eigener Gefangener zur Verfügung stehe: Ich werde das Haus nicht respektieren.

Aber wie kommt es, dass diese „Gerechtigkeit“, die stark ist mit den Schwachen und schwach mit den Starken“, bereit, einen armen Teufel ins Gefängnis zu schicken, der zwei Dosen Thunfisch aus einem Supermarkt nimmt, entschlossen, mit seinen Gerichten jede soziale Opposition (wie sie die Frauen und Männer der Bewegung NO TAV gut kennen) zu schlagen, versucht, gegen mich eine Maßnahme zu vermeiden, die ihr eigenes „Gesetz“ vorschreiben würde?

Wir werden in den nächsten Tagen sehen. Das Schachspiel geht weiter.

18. 11.

Das haben mir die Carabinieri vorhin mitgeteilt.

Die Staatsanwaltschaft Turin, die vorgibt, meine Entscheidung zu ignorieren, keine alternativen Maßnahmen zur Inhaftierung zu verlangen, und die Gnorri über meine erklärte Bereitschaft, jede Maßnahme abzulehnen, die mich zu einem Gefangenen von mir und meiner Familie machen würde, schickt von sich aus die Strafe an den Aufsichtsrichter zurück, wenn es für mich eine Inhaftierung oder „Vollstreckung am Wohnsitz der Schlussverurteilungen“ sein wird. Eine einmalige Entscheidung, die vor dem Turiner Gericht keinen Präzedenzfall hat.

Ah Pontius Pilatus! Die Entscheidung, sich nicht zu entscheiden, hat die Geschichte von Ungerechtigkeit und Feigheit geprägt.

Diese letzten Urteile sind nur die letzte Stufe einer Ungerechtigkeit, die (und nicht nur gegen mich) durch drei Ebenen des Urteils vollzogen wird.

Nein, ich werde nicht mein eigener Gefangener sein. Ich fahre leise weiter auf meinem Weg, denn ich weiß, dass ich nicht allein bin, und ich weiß, dass Widerstand gegen die Ungerechtigkeit der Macht eine Pflicht ist.

 

Foto aus:

https://torino.corriere.it/cronaca/19_novembre_19/niente-carcere-nicoletta-dosio-decidera-magistrato-sorveglianza-dd8a7820-0a9f-11ea-8154-aec48996c720.shtml

 

 

Montagsdemo Stuttgart 9.12.2019

 

 

Die Montagsdemo würdigte den

internationalen Tag gegen Großprojekte und

das von den Ingenieure 22 gerichtlich erstrittene Recht

auf Einsicht in die Planungsunterlagen der Bahn zum Brandschutz

 

siehe hier (youtube video: Dämon Strand)

Reden von

Elsbeth Sureau

und

Hans Heydemann

Sänger:

Gerd Schinkel

internationaler Tag gegen Großprojekte – 8.Dezember 2019 in Stuttgart

mit Tanz im Auto-Tunnel und Sperrung einer Hauptverkehrsstrasse

wurde in Stuttgart der internationale Tag gegen Großprojekte begangen

unter dem Motto:

 

– für einen würdigen Fußverkehr
– für Radfahren für Alle
– für einen kostenlosen ÖPNV
– S21 stoppen

 

Eine Gruppe von Frauen aus Südamerika machte mit einem flash mop auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

 

 

hier einige Fotos ( AK Stuttgart 21 ueberall)

 

Die Hochgeschwindikeits-Stecke Lyon-Turin ist ein Klimaverbrechen

Das Presisio des internationalen Forums schreibt uns zum internationalen Tag gegen Großprojekte:

 KLIMAVERBRECHEN : Lyon – Turin

In der Pariser COP-Vereinbarung von 2015 wurde festgelegt, dass sich die Unterzeichnerstaaten verpflichten, die globalen Emissionen ab 2020 zu reduzieren, um den globalen Temperaturanstieg der Erde bis 2100 um 2°C einzudämmen.

Jede Strategie, die auf eine sofortige Senkung des Energieverbrauchs abzielt (wie die energetische Sanierung von Gebäuden und die Installation von Systemen zur Erzeugung erneuerbarer Energien), ist Großprojekten wie dem Turin-Lyon vorzuziehen, die bereits in der Bauphase große Mengen an CO2 ausstoßen.

Es ist nicht immer und a priori wahr, dass eine Eisenbahn zu einem geringeren CO2-Ausstoß einer Straße führt: Sie hängt von den Emissionen während ihres gesamten Lebenszyklus, d.h. während der Bauphase, vom Zeitpunkt der Rückkehr und von den Bedingungen des Betriebs, der Instandhaltung und des möglichen Rückbaus ab.

Für den 115 km langen Turin-Lyon-Basiseisenbahntunnel, der aus zwei Röhren mit je 57,5 km Länge besteht, wurde von den Antragstellern keine zertifizierte CO2-Bilanzstudie erstellt, die zeigt, dass das Projekt die klimaschädlichen Emissionen, die durch den Warentransport auf dieser neuen Strecke entstehen, wirksam reduzieren kann, wie sie behaupten.

Die Größe des Basistunnelstandortes (Gesamtausbruch von 42 Mio. m3 Material), die hohe Leistung der Züge sowie der Energieverbrauch für die Kühlung und Belüftung des Basistunnels zwischen Italien und Frankreich während des Betriebs (ca. 190 GWh/Jahr, entspricht dem Bedarf von ca. 70.000 Familien) würden eine zukünftige Einsparung von Treibhausgasen zunichte machen.

Dieses Ziel kann bereits heute durch die Nutzung der bestehenden zweigleisigen Strecke durch den Fréjus-Tunnel erreicht werden.

 

 

L’Accordo della COP del 2015 di Parigi ha stabilito che per ottenere il contenimento dell’aumento di temperatura globale della Terra entro 2°C al 2100 i Paesi firmatari si impegnano a ridurre le emissioni globali a partire dal 2020.

 

 

Erdrutsch in San Sebastian

Brief aus San Sebastian

 

Was ist passiert?
Ein zukünftiger U-Bahn Ausgang ist im Stadtteil Antiguo in der Avenida de Zarautz geplant, die auf einer Seite mit alten Werkswohnungen bebaut ist, die unter Denkmalschutz stehen. Hinter einem Teil dieser Wohnhäuser befindet sich ein Berghang, der von einer über 100 Jahre alten Mauer gegen die Häuser geschützt wird.
In der Nacht vom 18.11. ist ein Teil dieses Hangs abgerutscht und hat dabei die Mauer und die Gasleitung  zerstört. Drei Familien mussten in Hotels evakuiert werden, und der Rest der Strasse war zwei Wochen lang ohne Gas, Warmwasser und Heizung. (Das Sozialamt hat diesen Familien einen Bon zur kostenlosen Nutzung der Duschen im gegenüberliegenden Schwimmbad ausgestellt …)
Die Oppostionsparteien EH Bildu und Podemos haben im Rathaus eine öffentliche Erklärung des Bürgermeisters gefordert, bei der wir und eine betroffene Mieterin der Avenida Zarautz anwesend waren.
Allerdings hat der Bürgermeister keine Erklärung abgegeben sondern der Mieterin, die von EH Bildu eingeladen worden war, das Wort verboten.
Die Betreibergesellschaft ETS, die im Auftrag der Baskischen Regierung handelt, erklärte dagegen vom ersten Moment an, das der Erdrutsch nichts mit den Bauarbeiten zu tun hätte sondern auf die Regenfälle der letzten Wochen zurückzuführen sei.
Dieser These hat sich inzwischen auch der Bürgermeister angeschlossen, obwohl er auf Drängen der Mieter noch ein technisches Gutachten angefordert hat.
Wir haben am darauffolgenden Wochenende zu einer Kundgebung vor der Kathedrale aufgerufen, zu der trotz Hundewetter rund 100 Personen erschienen sind.
Immerhin, sagen einige.
Viel zu wenig, andere.
Ich häng euch noch ein paar Fotos an.
Liebe Grüsse
und viel Spass beim Tanzen ( gemeint ist: beim Tanz im Tunnel in Stuttgart, siehe Blog weiter unten)

Fehmarnbelt-Tunnel: 2020 Gerichtsentscheid zur Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung erwartet

Die Kosten für den Tunnel explodieren schon vor Baubeginn,

die Prognbosen zum Fahrgastaufkommen gehen stetig bergab.

Die Belastung für das Klima durch den Bau des Tunnels werden nicht berücksichtigt.

 

siehe hier Publikation der Bürgerbewegung Beltretter

 

Ostsee-Tunnel: 2020 wird das Jahr der Entscheidung

Zum Tanz im Tunnel – Gruβwort aus Donostia

 

Queridos amigos y amigas de Stuttgart:

Wie wir sehen, seid ihr immer noch mit Energie und Freude dabei,  Stuttgart21 in die Suppe zu spucken. Gerne würden wir mit euch am Elefantentag auf der B 21 tanzen. Aber leider haben wir hier in Donostia-San Sebastián noch alle Hände voll zu tun, um die Folgen des absurden Groβprojekts in unserer Kleinstadt zumindest zu dämpfen.

Gerade hat es am Rand der Metro-Baustelle einen kleinen Erdrutsch gegeben, der die Evakuierung von drei Familien und die Lahmlegung der Gasversorgung in der Straβe zur Folge hatte. Aufgrund des Regens, sagen die Politiker und ihre Presse. Einen kleinen Teilerfolg hatten wir aber auch: Die Staatsanwaltschaft hat eine Klage gegen die unzureichenden  Sicherheitsmaβnahmen bei der Bauplanung angenommen. Erarbeiten konnten wir die Klageschrift auf der Grundlage einer Stellungnahme von Hans Heydemann. Dafür noch mal ganz vielen Dank an Hans und euch. Das ist gelebte internationale Solidarität, wie wir sie brauchen.

Viel Spaβ beim Tanzen
und oben bleiben, immer.

Satorralaia