Kanal Istanbul – Verhaftung von Kritikern des Projekts

 

 

 Im Januar 2020 berichteten wir auf diesem Blog von einer Infoveranstaltung in Stuttgart zum Kanal Istanbul ( siehe diesen Blog: https://stuttgart21ueberall.wordpress.com/2020/02/06/kanal-istanbul-bericht-von-der-infoveranstaltung-in-stuttgart/

 

wir zitieren hieraus:

„Erdogan überzieht das Land mit unnützen Großprojekten, ohne die Bevölkerung zu fragen oder sich um Umweltprobleme zu scheren; wir in Stuttgart wissen u.a. vom „größten Flughafen der Welt“, vom Bosporus-Tunnel und vom politisch höchst brisanten Hasankeyf-Staudamm vor der irakischen Grenze und vielen anderen Staudämmen.

Der 45 km lange, 150 m breite und 25 m tiefe Istanbul-Kanal soll parallel zum Bosporus zwischen dem Schwarzmeer und dem Marmarameer verlaufen. Erdogans Leute behaupten, dass der Bosporus für die Schifffahrt in Zukunft nicht mehr ausreichen würde. Die Gegner zeigten dagegen auf, dass damit die Schifffahrtskontrolle in türkischer Hand liegt und die internationale Kontrolle umgangen wird.

Die Stadt Istanbul wird dadurch im Westen, also auf der europäischen Seite, grundlegend zerschnitten, denn der geplante Kanal geht mitten durch mehrere Vororte der Stadt. Auch Dünen, Wälder, Bäche und Weideflächen sollen weichen. Für Bauern und Fischer geht die Lebensgrundlage verloren. Die dort lebenden Menschen sollen umgesiedelt werden. Die Bevölkerung wurde nicht gefragt. Da der Kanal Meerwasser führt, sind die für Istanbul wichtigen Wasserreserven ernsthaft gefährdet. Das Projekt wird Gelder schlucken, die dringend für den Bedarf der Bevölkerung benötigt werden.

Der Widerstand der Istanbuler wird stärker; Wissenschaftler, Umweltschützer beteiligen sich; auch der Bürgermeister ist gegen das Projekt.“

eigenes Foto Der Verlauf des geplanten Kanals Bildmitte rechts

 

Verhaftung von Kritikern des Projekts

 

Erdogan verfolgt das Infrastruktur-Projekt ehrgeizig, es soll Erdogans Panamakanal werden. Schon im Wahlkampf 2018 warb er für „sein“ Projekt . Das Projekt soll nach jetzigen Schätzungen von Experten ca 14 Mrd Euro verschlingen. Mit einer langen Bauzeit und massiver Zerstörung ist zu rechnen.

Nun 2021 geht Erdogan gegen Gegner dieses Projektes vor. Anfang April wurden zehn ehemalige Militärs verhaftet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt

 

https://www.spiegel.de/politik/ausland/recep-tayyip-erdogan-tuerkei-nimmt-zehn-pensionierte-admirale-nach-kritik-am-kanal-istanbul-fest-a-166bdd33-6227-4fe9-92aa-94e12626d9be

https://www.sueddeutsche.de/politik/tuerkei-erdogan-kanal-am-bosporus-streit-1.5255496

 

 

 

Landschaftszerstörung in Frankreich durch den TELT – Tunnel

TELT – Tunnel Euralpin Lyon – Turin

Die Veränderungen und Zerstörungen von Natur und Landschaft, nur um einen neuen 57 km langen Tunnel für Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen, während die alte Bahnstrecke gut funktioniert und nur zu 30 % ausgelastet ist, zeigt dieser Film, gepostet auf youtube.

Hier die Über- und Unterschriften des Films auf deutsch:

Leben und handeln in der Region Maurienne ASS Moulin- Verein zur Rettung des Gebiets der Mühle

Im oberen Teil der Maurienne, in Villarodin Bourget, Gemeinde des Nationalparks la Vanoise,  auf dem Gelände der Mühle, am Ufer des Arc stellt TELT (die französisch-italienische Gesellschaft Tunnel Euralpin Lyon Turin) ihre monströse Umwelt-Schlagkraft unter Beweis.

Der Bau der Lyon-Turin-Strecke eignet sich zwei Gebiete an den Ufern des Arc-Flusses an: die Mühle und die Tierces (drei zusammengehörende Landstücke).

Das Mühlengelände ist eine Schwemmland-Terrasse von 4 ha, durchzogen von einer Staustufe, die die Mühle versorgt…

Heute ist sie zerstört durch die Baustelle für die Lyon-Turin-Strecke.  

Das Mühlengelände ist eine wichtige offiziell mehrfach geschützte Zone als Ökotop zum Erhalt der Vögel (ZICO) und der Flora und Fauna (ZNIEFF).

Es ist eine Feuchtzone mit geschützten Arten wie die Blindschleiche und die Waldohreule.

Seit 20 Jahren setzt sich der Projektträger dafür ein, dieses Gelände zu denaturieren, um eine Plattform für die Baustelle zu errichten, die nicht überschwemmt werden kann.

Diese Gärten der Vorfahren mit dem fruchtbaren Schlick, mit dem sie seit Generationen anreichert wurden, enteignete der Staat für diesen großen europäischen Korridor und warf sie den Bulldozern zur Zerstörung vor, um einen Schutzwall gegen das Hochwasser zu schaffen.

Die Maschinen kommen sehr nah an den Rand des Flusses heran, heben im Hauptbett des Flusses einen Graben aus und verschmutzen das Grundwasser.

 Die Ufer-Vegetation begrenzt die Erosion, dieser Auwald ist jetzt geschwächt und wird mit dem nächsten Hochwasser weggeschwemmt werden.

Diese Feuchtzone ist ein natürliches Überschwemmungsgebiet für das Hochwasser. Oberhalb der Stadt Modane gelegen kann bisher dieses ganze Gebiet geflutet werden, wie aus den Plänen für Überschwemmungsgefahr deutlich wird.

Seit 1995 eignet sich die Baugesellschaft des Lyon-Turin das Hauptbett des Arc oberhalb von Modane an.

Die Anwohner sind beunruhigt über die Abschaffung der Zone auf dem Gelände der Mühle, die dem Fluss „zum Atmen“ dient, weil dies die Gefahren talabwärts erhöht.

Aber TELT verfolgt die „Kumulierung der Rekalibrierungen“ des Hauptflussbetts.

Die Arbeiten werden bereits durchgeführt, obwohl wir gegen die Baugenehmigung juristisch Einspruch erhoben haben.

Es wird eine Plattform geschaffen, um den Aushub aus dem Basistunnel dauerhaft auf der linken Seite des Arc im Naturschutzgebiet der Tierces abzuladen.

In ihrem ethischen Kodex verspricht TELT eine Kultur des Umweltschutzes zu fördern, aber zugleich erhält sie ihre umweltzerstörenden Pläne aufrecht, koste es, was es wolle.

Was muss nach dem Willen des Staates dringend gegenüber TELT verteidigt werden?

  • Die Überschwemmungsgebiete für Hochwasser erhalten
  • Das Wasserschutzgesetz anwenden
  • Die Vogel-,Flora- und Fauna-Schutzgebiete erhalten
  • Das Statut für die geschützen Arten achten
  • Die Integrität der Berglandschaft achten
  • Das Erbe und die überlieferte Berglandwirtschaft achten
  • Das Lebensumfeld jedes Einzelnen, der Bürgerinnen und Bürger, achten.

 

Auf italienischer Seite der TELT gibt es seit Jahren bis heute heftigen Widerstand im Valle de Susa. Das zauberhafte Susatal soll ebenfalls dem zerstörerischen Bauprojekt, der Hochgeschwindigkeits-Strecke TAV zum Opfer fallen. Über den Widerstand im Susatal, die No TAV – Bewegung wurde auf diesem Blog schon oft berichtet

Firma hinter Fracking-Terminal im kanadischen Goldboro versucht, Aktivisten einzuschüchtern!

Foto aus Change.org Petition

Bitte Protestbrief an die kanadische Regierung senden.

Das Fracking-Projekt an der Kanadischen Ostküste ist seit Jahren geplant.

Eine endgültige Entscheidung zur Investition wurde, trotz wortgewaltiger Ankündigungen des Investors

Pieridae Energy Limited

verschoben, offensichtlich aufgrund der wackligen Finanzierungslage.

Hilfen zur Finanzierung durch den Kanadischen Staat sind bereits bekannt geworden.

Es scheinen weiter zusätzlich Anfragen an den Deutschen Staat zur Absicherung von Finanzkrediten bekannt geworden zu sein.

Gegen die Veröffentlichung der Finanzierungsanfragen will der Investor vorgehen, indem er Drohungen an Kanadische und Deutsche Aktivisten sendet.

Brandschutz bei Stuttgart 21

 

Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

Bahn erschwindelt BrandschutzGenehmigungen

Für Stuttgart 21 wurden Kaltereignisse als Brandereignisse ausgegeben

Durch eingehende Analyse der Unterlagen zur S21-Brandschutzplanung der Deutschen Bahn hat das „Aktionsbündnis gegen S21“ aufgedeckt, dass die Bahn jahrelang Behörden, parlamentarische Gremien und Gerichte getäuscht hat: Die angeblichen Simulationen eines Brandereignisses und der anschließenden Rettung der Fahrgäste aus S21-Tunnels basieren lediglich auf „kalten“ Störfällen, bei denen kein Feuer und keinerlei giftiger Rauch vorkommen.

Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D. und einer der Juristen des Aktionsbündnisses: „Jahrelang hatte die Bahn lediglich ‚Handrechnungen‘ als Nachweis dafür vorgelegt, dass 1.757 Menschen – so viel fasst ein Doppelstockzug – innerhalb von 15 Minuten aus einem brennenden Zug im Tunnel gerettet werden könnten. Sie behauptete, Computersimulationen hätten ihre Handrechnungen bestätigt, obwohl sie tatsächlich weder damals noch später über solche Simulationen verfügte. Und das Verkehrsminister Andreas Scheuer unterstellte Eisenbahnbundesamt hat auf dieser untauglichen Grundlage Genehmigungen erteilt.“

Erst jetzt räumt die Bahn – in die Enge getrieben – ein, dass es sich bei einem Bericht der beauftragten Schweizer Firma Gruner AG nur um Simulationen für die Evakuierung bei einem Kaltereignis handelt. Da es bis heute für die Räumung von Zügen kein spezielles Simulationsprogramm gibt, wurden übrigens die Verhältnisse auf einem Schiff zugrunde gelegt. In der Mobilität eingeschränkte Menschen wurden überhaupt nicht berücksichtigt, was die Bahn jetzt ebenfalls eingestehen musste.

Zwischenzeitlich haben reale Zugbrände und praktische Rettungsübungen mehrfach weit längere Evakuierungszeiten gezeigt als die von der Bahn behaupteten. Insbesondere bleibt aber die Gefahr unberücksichtigt, dass sich die tödlichen Rauchgase im Tunnel schneller ausbreiten als die Menschen fliehen können. Bezeichnend ist auch, dass die S21-Tunnel in puncto Sicherheit noch nicht einmal dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Im Gegensatz etwa zum Eurotunnel aus den 1980-er-Jahren und der zurzeit geplanten zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München fehlt die nötige „dritte Röhre“, um Feuerwehr und Rettungsdienste unverzüglich zur Brandstelle gelangen zu lassen. Bei S 21 müssen die Einsatzkräfte durch die Gegenröhre einfahren – allerdings erst, wenn dort alle Züge ausgefahren und die Leitungen geerdet sind.

Trotz Kenntnis dieser Umstände entziehen sich Regierungspräsidium, Stuttgarter Feuerwehr und oberster Katastrophenschützer des Landes, Innenminister Thomas Strobl ihrer Verantwortung und zeigen sich bislang nicht gesprächsbereit. Das Aktionsbündnis fordert deshalb einen Baustopp, bis existenzielle Probleme wie der Brandschutz gelöst sind. Ein Weiterwursteln wie bisher birgt die Gefahr einer Bauruine: Nach vielen weiteren Jahren und Milliardenausgaben könnte dem Projekt die Inbetriebnahme-Genehmigung verweigert werden. Zumindest aber sind massive Kapazitätsverluste zu erwarten, wenn aus Sicherheitsgründen weit weniger Züge als vorgesehen die Tunnel werden befahren können.

 

dazu sehenswerte Dokumentation in Report Mainz

von Hermann G.Abmayr und Gottlob Schober, SWR

https://www.ardmediathek.de/video/report-mainz/mangelnder-brandschutz-bei-stuttgart-21/das-erste/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0MzY3NTQ/

 

Neue Nachrichten von der ZAD de la Colline

ein weiterer Brief aus der Schweiz:

Liebe StuttgarterInnen

Endlich ein positiver Bericht:

Jetzt sind nur noch „Grelinette“ (zu Deutsch Gartengabel) und „Écureuil“ (Eichhörnchen) übrig.

Die zwei sind die letzten von anfangs 150 Umweltaktivisten auf dem Areal.

Am Dienstag sind sie auf einen Baum geklettert:

ausgestattet mit Schlafsack, Hängematte und Seilen.

Das Duo hat sich häuslich eingerichtet, gar eine Art Toilette konstruiert.

In rund 30 Metern Höhe hängen sie in einer Astgabel, legen sich abwechselnd schlafen, singen, basteln, versuchen, die Polizei zu nerven, die vergeblich versucht, die Aktivisten vom Baum zu holen.

„Die können halt nicht so gut klettern“, sagt Écureuil zu BLICK.

Ansonsten seien die Polizisten nett.

„Sie verpflegen uns mit Aprikosen und Mandeln“, sagt sie.

Zusammen mit Reis und Oliven sei das genug, um nicht zu verhungern.

„Wir kämpfen bis zum Schluss, aber wir hoffen für die Natur, dass es keinen Schluss gibt.“ Ein weiterer Aktivist stieg entkräftet hinunter. „Den Gefallen machen wir ihnen nicht“, sagt Écureuil.

„Wenn wir gehen, ist auch die Hoffnung verloren.“ LUISA ITA , FABIAN VOGT.

Jetzt weiss ich, warum es so warm ist.

So stelle ich mir gewaltfreien Protest vor!

Evakuierung der ZAD de la Colline

Wir haben folgenden Brief aus der Schweiz bekommen von Karl Friedrich

Die Waadtländer Polizei hat zu Ostern ein Ei verlegt:

Petarden, Tränengas, Festnahmen  Polizei stürmt Klimaprotest-Hügel in Eclépens VD.

LUISA ITA. Es war ein ungleicher Kampf auf dem Hügel Mormont bei Eclépens VD.

Schon seit Oktober hielten rund 150 Umweltschützer das Gebiet mit einem Camp besetzt, aus Protest gegen die geplante Ausweitung eines Steinbruchs durch die Zementfirma Holcim. Bis am Dienstag.

Kurz nach Mittag stürmt eine Hundertschaft Polizisten in Kampfmontur das Camp der Protestierenden.

Die wehren sich, so gut es geht  und schaffen es immer wieder, die Polizei am Vorrücken zu hindern.

Die Aktivisten haben die Stürmung bereits erwartet.

Am Morgen bekommen sie von den Beamten ein Ultimatum: 30 Minuten, um das Camp zu verlassen.

Die Besetzer lassen sich darauf aber nicht ein im Gegenteil.

„Einige werden sich der Räumung aktiv widersetzen“, sagt einer der Klimaaktivisten am Vormittag zu BLICK.

Tatsächlich ergreifen die Besetzer Abwehrmassnahmen:

Die Zufahrtsstrasse wird mit selbst getöpferten Osterhasen und anderen Figuren blockiert, manche Klimaschützer haben sich mit Tennisschlägern bewaffnet, andere haben sich hoch in den Bäumen angekettet.

Auch mit Feuerwerk und fliegenden Dachziegeln und brennenden Barrikaden wird versucht, die Polizisten aus dem Camp zu vertreiben.

Gegen Mittag übertölpelt die Polizei die Besetzer mit einem Trick.

Sie kommt nicht von vorne über die grosse Wiese hinein, sondern verschafft sich von der Seite her Zutritt.

Im Camp angekommen, beginnen die Beamten dann sofort damit, Barrikaden zu zersägen und wegzuschaffen.

Am Abend zieht die Kantonspolizei Waadt in einer Medienkonferenz in La Sarraz VD ein Zwischenfazit und spricht von „heftigem Widerstand“ der Klimaaktivisten.

Beim Einsatz seien bisher keine Demonstranten verletzt worden, ein Polizist musste jedoch leichte Blessuren behandeln lassen.

Bis um 17.30 Uhr seien insgesamt 29 Aktivisten festgenommen und identifiziert worden  davon wurden aber 17 wieder freigelassen, 13 davon werden der Justizbehörde gemeldet.

12 weitere müssen in Polizeigewahrsam bleiben.

Die Polizei wirft den Aktivisten beispielsweise das Nichtbefolgen einer gerichtlichen Anordnung und in geringerem Masse auch Gewalt gegen Beamte vor.

Bei Redaktionsschluss war die Räumung noch nicht abgeschlossen.

Einige der Protestierenden haben sich hoch in den Baumkronen verschanzt, die Bergung durch die Polizei könnte sich deshalb noch eine Weile hinziehen.

So oder so ist mit der Polizeiaktion die umstrittene Steinbruch-Erweiterung noch nicht in trockenen Tüchern.

Die Unterstützung für die Umweltschützer hatte sich in den Tagen vor dem Polizei-Sturm vervielfacht.

Am Freitag demonstrierten in Lausanne VD mehr als 1000 Personen für das Anliegen der Aktivisten. Auch Politiker sind im Widerstand:

Im Grossen Rat wurde eine Motion eingereicht.

Zudem wurde ein offener Brief, der von fast 130 Mandatsträgern unterzeichnet wurde, an die Waadtländer Regierung geschickt.

Holcim erhielt 2016 vom Kanton die Bewilligung, den Steinbruch zu erweitern.

Die Firma baut seit 1953 am Mormont Stein ab und betreibt vor Ort eine Zementfabrik.

«Nobelpreisträger an vorderster Front.» Die Umweltaktivisten vom Hügel Mormont haben einen prominenten Unterstützer:

den Waadtländer Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet (78).

Er zeigte sich laut Medienberichten bereits am Vormittag vor Ort und sprach sich für eine gewaltfreie Räumung des Camps aus.

Während die Polizei mit der Räumung begann, traf sich der Professor unweit des Geschehens mit dem Direktor von Holcim und der Grünen-Staatsrätin Béatrice Métraux (65).

Dubochet hat sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich mit der Klimajugend solidarisiert.

Bereits im Sommer 2019 war er mit Klima-Ikone Greta Thunberg (18) auf der Bühne.

Der Forscher sitzt für die SP im Stadtparlament von Morges VD, ist Mitglied des Initiativkomitees der Gletscher-Initiative und Mitglied von Klima-Grosseltern Schweiz.- Michael Sahli

Solidaritätsadresse an die ZAD de la Colline

Wir sind solidarisch mit den Besetzern auf dem Mormont.

Im Widerstand gegen Stuttgart21 haben auch bei uns von 2010 bis 2012 Baumbesetzer von Robin Wood 280 Bäume in unserem Stadtpark verteidigt, weil wir unseren sehr gut funktionierenden Kopfbahnhof nicht gegen einen unnützen, kleineren, dauerhaft umweltschädlichen und gefährlichen Tiefbahnhof mit 60 km Tunneln unter der Stadt eintauschen wollen. Wenn bei Euch alle Warnungen vor der weiteren Umwelt- und Klimakiller-Produktion in den Wind geschlagen werden, seid Ihr moralisch im Recht und in der Pflicht, den Hügel gegen das Vorgehen der Polizei im Namen der profitgierigen Drahtzieher der Steinbruchfirma zu verteidigen; die Gesetzeshüter werden hier gegen die gemeinsame Zukunft der Menschen und und der Natur eingesetzt. Lasst nicht locker! Wir verbreiten Euren Widerstand bei uns und wünschen Euch Erfolg!  Wir in Stuttgart sagen weiterhin nein zum Tiefbahnhof und „Oben bleiben“. Nein zu weiteren Steinbrüchen am Mormont, Sagt auch Ihr „Oben bleiben“!

 

 

MANIFESTO FÜR EINEN STOPP DER METRO IN DONOSTIA – San Sebastian

aktueller Brief aus San Sebastian

Der Bau der Metro stellt bis heute in Donostia eines der größten Probleme dar, die die Stadt betreffen. Zusätzlich zu den schwerwiegenden Vorkommnissen im Untergrund und Kostenüberschreitungen, die bei den Bürgern Besorgnis und Empörung ausgelöst haben, gibt es nun im neuen Bauprojekt für den Abschnitt Miraconcha-Easo wirklich alarmierende Warnungen bezüglich der Risiken, die mit der Ausführung dieses Projektes verbunden sind. Wir sind der Meinung, dass diese Situation ein unwiderlegbarer Beweis für den großen Irrtum des Metrotunnels ist. Wir rufen daher zur Mobilisierung der öffentlichen Meinung auf, um den Stopp des Projekts zu fordern und verlangen von der baskischen Regierung die Aussetzung der neuen Bau-Vergabe und der Wiederaufnahme der geplanten Arbeiten unter der Stadt von La Concha bis Plaza Easo.

Wir akzeptieren nicht, dass das Metro-Projekt unerbittlich dazu verdammt ist fertiggestellt zu werden. Umso mehr, wenn die von der baskischen Regierung ausgeschriebene Vergabe selbst davor warnt, dass

„wir es mit einem Abschnitt mit sehr ungünstigen geotechnischen Bedingungen zu tun haben“

und dies

bedeutet, dass die Ausführung des Tunnels Oberflächen-Instabilitäten in Hunderten von Metern Entfernung verursachen könnte, die die Stabilität der Gebäude beeinträchtigen könnten, auch sehr weit von der Trasse entfernt“.

Außerdem hat der Küstendienst die Umweltprobleme, die durch die Arbeiten in La Concha entstanden sind, bescheinigt und verlangt, dass

„die Tunnelarbeiten, die einen negativen Einfluss auf die physische Realität des Strandes haben, stillgelegt werden, bis eine vollständige Studie der Route im maritim-terrestrischen öffentlichen Bereich durchgeführt wird“.

Es ist nicht hinnehmbar, dass solche Risiken und negativen Auswirkungen von der baskischen Regierung und der Stadtverwaltung vor der Bürgerschaft verschwiegen werden.

Folglich stellen wir fest, dass es heute eine Reihe von Gründen gibt, die zwingender denn je sind, diesem sinnlosen Infrastrukturprojekt Einhalt zu gebieten. Wir fordern daher die baskische Regierung auf, die Auftragsvergabe und die Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Abschnitt Miraconcha-Easo aufgrund der hohen Kostenüberschreitungen, der Umweltbelastung und der äußerst gravierenden Risiken bei der Ausführung auszusetzen.

Die Metro wurde weithin in Frage gestellt, nicht nur wegen der schwerwiegenden Fehler, die begangen wurden, und dem Fehlen wesentlicher technischer Studien, sondern auch, weil ein großer Teil der Bevölkerung dieses Makroprojekt für eine absolut unnötige wirtschaftliche Verschwendung hält.

Das Projekt wurde von der baskischen Regierung mit Druck und ohne jegliche Bürgerbeteiligung gefördert.

Mit dem Projekt einher gehen falsche Weichenstellungen für den öffentlichen Verkehr. Es werden Fahrplan-Ausdünnung und Kürzungen der Serviceleistungen vorgeschlagen. Der Autoverkehr wird nicht reduziert.

Offensichtlich wird mit dem Projekt das Profitinteresse und städtebauliche Interessen verfolgt.

Zum einen fällt der zentrale Hauptbahnhof an der Plaza Easo eindeutigen Bauinteressen zum Opfer.

Auf der anderen Seite wird eine neue zentralisierende Bahnstrecke um das kommerzielle und touristische Gebiet des Centre-La Concha eingerichtet, zweifellos zum Nutzen von Immobilienunternehmen wie den großen Einkaufszentren, die im Cerro de San Bartolomé gefördert werden.

Die permanente Umweltbelastung, die die Bauarbeiten in der städtischen Umgebung erzeugt, die Schäden, die sie in der Nachbarschaft verursacht werden, bleiben ebenso wenig erwähnt wie die illegalen Arbeitszeiten und die von den Arbeitern angeprangerten Bedingungen, sowie eine großen Arbeitsplatzunsicherheit.

Drei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten sind die größten Kosten noch nicht angefallen und die Budgets der baskischen Regierung sehen in diesem Jahr insgesamt 142 Millionen mehr für den Bau dieses „pharaonischen“ Werkes bis 2025 vor.

Wir rufen daher alle Einzelpersonen, Vereine, Gruppen, sozialen Organisationen und politischen Gruppierungen auf, dieses Manifest zur Stilllegung der Metro in Donostia zu unterstützen:

  - Unterstützungen sollten an Satorralaia (satorralaia@gmail.com) übermittelt werden.

  - Der Text des Manifests ist offen für mögliche Beiträge (wenn Sie einen Vorschlag machen wollen, kontaktieren Sie uns bitte).

  - Die Unterstützungen für das Manifest werden auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, die wir am 15. April vor dem Sitz der baskischen Regierung in Alderdi Eder abhalten wollen, wo wir auch Ihre Teilnahme erwarten.

Wir bitten Sie daher, diese Initiative zu unterstützen und das Manifest in Ihrem Umfeld zu verbreiten.

Lan zentzugabe hau gelditzeko unea da!

Satorralaia-Nachbarschaftsbewegung

satorralaia@gmail.com / tlfno 695715510

Mehr Informationen: http://www.satorralaia.wordpress.com

Neue Nachrichten von der ZAD de la Colline – Schweiz

 

Die BesetzerInnen der ZAD du Mormont müssen fürchten, dass sie demnächst von der Polizei evacuiert  werden

Sie erwarten einen Angriff der Polizei schon seit Mitte März.

siehe dazu die neue Website:

https://zaddelacolline.info/

https://zaddelacolline.info/don.html

Dort finden sich auch die neuesten Informationen , sowie Möglichkeiten der Unterstützung.

 

Sie laden für jeden Sonntag ab 14.00 Uhr zur ZAD ein.